Die Austrittsphase: angeleitetes vs. instinktives Pressen bei der Geburt

Als Austrittsphase wird der Zeitabschnitt zwischen der vollständigen Öffnung des Muttermunds und der Geburt des Babys bezeichnet. Da eine Geburt jedoch nicht immer linear verläuft, sondern ein multidimensionales Geschehen ist, ist eine genaue Festlegung wann diese Phase beginnt, nicht exakt möglich.
Das Kind wird in der Austrittsphase mithilfe der Gebärmutterkontraktionen im Becken voran geschoben und rutscht immer tiefer, bis es den Beckenboden erreicht. Der dadurch stärker werdende Druck auf spinale Nervenbahnen bewirkt dann bei der Gebärenden den reflektorischen Drang zur Bauchpresse, wodurch das aktive Mitschieben instinktiv und effektiv eingeleitet wird.
Eine gebärende Frau ist die Expertin dafür, wann und wie sie pressen/mitschieben muss.
Um die normale Geburt zu unterstützen und die Frau in ihrer angeborenen Fähigkeit zu gebären zu stärken, braucht die Gebärende jetzt ganz besonders Intimität und Ruhe, denn nur so kann sie sich vollständig öffnen und den Weg nach draußen für ihr Kind freigeben, sowie in ihrer inneren Konzentration und Verbindung mit ihrem Körper bleiben. Alle Gebärenden brauchen Achtung, Respekt und Autonomie, sowie manchmal die Bestätigung, dass das was sie tun richtig ist. Störungen bringen sie aus ihrem individuellen Rhythmus, verunsichern, entmutigen und verlängern diese Phase der Geburt.
Jede Frau und jede Geburt ist unterschiedlich, in manchen Fällen mag eine verbale Anleitung für die Frau hilfreich sein, jedoch sollte das häufig übliche Vorgehen, ihr zu sagen wann sie pressen, wann sie nicht pressen und wie sie pressen soll, bei einer unkomplizierten, normalen Geburt hinterfragt werden um die physiologische Geburt zu unterstützen, sowie die Fähigkeit der Frau zu gebären anzuerkennen und zu bestärken. Dieses Empowerment und die Möglichkeit für die Frau bei der Geburt über sich selbst hinauszuwachsen wird sie auch im weiteren Leben, ihren mütterlichen Kompetenzen, der Stillbeziehung und nicht zuletzt in ihrer Selbstliebe stärken.
In diesem Artikel geht es um das instinktive Pressverhalten der Frau während einer unkomplizierten und normalen Geburt.

 

Schieben oder Pressen?

Die Anleitung zum Power-Pressen geschieht unabhängig von den Empfindungen und Bedürfnissen der Frau und umfasst Anweisungen zur Körperhaltung, tiefem Luftholen und -anhalten und aktivem Pressen bei geschlossenen Atemwegen (geschlossene Glottis). Dieser Vorgang wird oft von lautstarkem und euphorischen Anfeuern aller Beteiligten begleitet – ähnlich dem Finale einer olympischen Disziplin.

Angeleitetes PressenPhotography By Devon

Auswirkungen:
Durch den Druckanstieg kommt es zu einer Behinderung des venösen Rückflusses und je länger und stärker die Gebärende auf diese Weise presst, zum Abfall des arteriellen Blutdrucks. Die Abnahme des arteriellen Blutdrucks führt zu einer Verringerung der Blutzufuhr zur Plazenta und als Folge zu einer Minderversorgung des Kindes. Dies führt im weiteren Verlauf zu einem Abfall der kindlichen Herzfrequenz (Aldrich et al 1995, Tieks et al 1995). Auch das schrittweise Tiefertreten und die Rotation des Babys werden negativ beeinflusst, sowie das Risiko einer Hypoxie (Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff) erhöht.
Die Verminderung des arteriellen Drucks übt auch eine hemmende Wirkung auf die Barorezeptoren am Beckenboden aus, sodass die Gebärende in der Folge ein geringeres Druckgefühl verspürt, darüberhinaus wird ein Anstieg an Geburtsverletzungen und negative Langzeitfolgen für den Beckenboden und die Blasenfunktion verzeichnet (Bosomworth und Bettany- Saltikov 2006; Kopas 2014).
Diese Art zu Pressen führt zu Erschöpfung und Kraftlosigkeit und verkürzt nicht wie beabsichtigt diese „zweite Phase“ der Geburt.
Es resultiert jedoch häufiger in diesem üblichen Szenario: Die Frau wird zum Pressen angeleitet, das Baby wird hypoxisch und die kindliche Herzfrequenz verschlechtert sich…die Frau wird noch lauter zum Pressen angefeuert um ihr gestresstes Baby schneller herauszubekommen…die Frau presst stärker….das Baby wird noch mehr gestresst und hypoxisch…der Arzt wird gerufen um das Baby zu retten und es herauszuziehen.

 

Beim instinktiven Mitschieben folgt die Frau ihrem eigenen Atemrhythmus und Druckgefühl, sie nimmt keine tiefe Einatmung, als ob sie sogleich einen Tauchgang starten wöllte und verwendet meist eine Mischform von geschlossener und offener Glottis. Die Stärke und Häufigkeit des Mitschiebens während der Wehe variiert, in manch einer Wehe schiebt sie vielleicht gar nicht mit – dieses individuelle und instinktive Verhalten hilft dem Baby zu einer besseren Sauerstoffversorgung als beim Powerpressen.
Stellt man ein spontanes und selbstgesteuertes Schieben dem forcierten und angeleiteten Power-Pressen gegenüber, so zeigt sich deutlich, dass das Schieben dem Power-Pressen deutlich überlegen ist.
Die Dauer der Austrittsperiode bei Gebärenden, die keinerlei Instruktionen erhalten und ihrem Körperempfinden entsprechend schieben können, ist signifikant kürzer (Yildirim und Beji).

MB Anderson Photography  MB Anderson Photography

 

Hecheln statt Pressen?

Der Drang zum Pressen wird von der Position des kindlichen Kopfes im Becken initiiert  (Roberts et al 1987). Daher kann es sein, dass der Muttermund zwar vollständig eröffnet ist, aber das Baby noch nicht tief genug gerutscht ist, um den Pressdrang auszulösen. Alternativ kann spontaner Pressdrang auch auftreten, noch bevor der Muttermund vollständig eröffnet ist. Dies ist der üblichste Grund einer Frau zu sagen, dass sie nicht Pressen soll. Häufig, besonders wenn das Baby in einer hinteren Hinterhauptslage liegt (Sterngucker), verspürt die Frau einen Pressdrang noch bevor der Muttermund komplett offen ist. Es wird dann gesagt, dass sie nicht pressen soll, weil sonst die Muttermundslippe anschwillt und/oder reißen wird. Die in so einer Situation evtl. angebotene PDA wird leider dazu führen, dass es unwahrscheinlicher wird, dass das Baby sich in eine vordere Position dreht, da der Tonus des Beckenbodens reduziert wird und auch die Beweglichkeit der Frau eingeschränkt ist.
Studien haben herausgefunden, dass die Häufigkeit des vorzeitigen Pressdrangs (early pushing urge/EPU) zwischen 20 und 40 % liegt und nicht mit Komplikationen einhergeht. (Borrelli, Locatelli & Nespoli 2013Downe et al. 2008).
Anders sieht die Lage aus, wenn die Frau zum vorzeitigem Pressen angeleitet wird, obwohl sie selbst noch gar nicht das Bedürfnis danach hat – was durchaus in Komplikationen münden kann.
Vielleicht gibt es auch in manchen Fällen einen physiologischen Vorteil für „frühen“ Pressdrang? Zum Beispiel könnte der zusätzliche Druck dem Baby helfen, sich in eine vordere Lage zu begeben, oder bei der Muttermundseröffnung behilflich sein?
Einem wirklichen Pressdrang nicht nachzugeben ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Indem einer Frau gesagt wird, sie solle nicht pressen obwohl sie das Bedürfnis danach hat, sendet ihr dies die Botschaft aus „dein Körper funktioniert nicht richtig und sendet dir die falschen Signale- du musst dagegen ankämpfen“. Sich gegen die Bedürfnisse seines Körper zu wehren bis es wieder „erlaubt“ ist Mitzuschieben, kann Schwierigkeiten verursachen seinem Körper dann wieder zu vertrauen und ihm zu folgen (Bergstrom 1997).

 

Eine weitere Situation in der Frauen angehalten werden nicht mitzudrücken, ist während dem Durchtritt des Köpfchens. Das Ziel dieser Anweisung ist Dammverletzungen zu vermeiden, indem die Geburt des Köpfchens verlangsamt wird und dadurch das Dammgewebe mehr Zeit hat sich zu dehnen (Aasheim et al 2012).
Für diesen Zweck gibt es verschiedene Atemanleitungen und Techniken wie den Dammschutz, die jedoch das instinktive Verhalten während einer selbstbestimmten Geburt nicht beachten.  Gebären Frauen ungestört und ohne Anweisungen, verändern sie von selbst ihre Atmung und schieben nicht mehr aktiv mit, sobald das Köpfchen erscheint. (Aderhold und Roberts 1991).
Die intensiven Empfindungen während dem Erscheinen des Köpfchens resultieren meist darin, dass die Frau „zurückhält“ während die Gebärmutterkontraktionen das Baby weiter nach unten schieben, um das Baby langsam geboren werden zu lassen.
Zusätzlich bringen Frauen häufig in dieser Phase ihre Beine enger zusammen, nicht nur um die Geburt des Köpfchens zu verlangsamen, sondern auch um mehr Gewebe für den Damm zur Verfügung zu stellen, sodass Geburtsverletzungen vermieden oder minimiert werden. Die Frauen halten darüberhinaus in dieser Phase häufig selbst den Kopf ihres Babys und/oder ihre Vulva zum „Dammschutz“.
Wird einer Frau in diesem entscheidenden Moment angewiesen nicht mehr zu schieben, zu hecheln oder sich auf eine andere bestimmte Art zu verhalten, lenkt sie dies von ihrem eigenen, instinktiven Körpergefühl ab und suggeriert, dass sie nicht die Expertin für ihre eigene Geburt sei.
Sie anzuhalten ihre Beine zu öffnen um dem Baby „Platz zu machen“ widerspricht ihrem Instinkt ihren eigenen Dammbereich zu schützen, indem sie die Beine enger zusammenbringt.

 

Das Baby sanft herausatmen?

hypno1 Bildquelle: lotusbaby.net

Es gibt einen wachsenden Trend mit dem Ziel, das Baby à la HypnoBirthing sanft herauszuatmen. Das klingt sehr schön, wer würde sich nicht gerne zurücklehnen und sein Baby nach ein paar entspannten Atemzügen ohne jegliche Anstrengung sanft aus sich herausgleiten lassen. Die Mongan-Methode ist ein Verfechter des nicht-Pressens/-Schiebens. Insgesamt hat das Konzept zwar einige positive und bestärkende Botschaften für Frauen in ihre Fähigkeit zu gebären –  liegt jedoch im Bezug auf die „Geburtsatmung“ leider fernab der physiologischen Vorgänge:
„Frauen sprechen selbst oft davon, dass sie einen überwältigenden Drang zu pressen haben. Wenn man dies verspürt, rührt dies auch von der tief verwurzelten Vorstellung her, dass sich Kinder nicht selbst den Geburtsweg entlang bewegen können…Selbst wenn Sie anfangs den konditionierten Drang zu pressen verspüren, kann, wenn sie diesem Impuls nachgeben, dies die Geburt in eine völlig andere Richtung lenken, da es die Sauerstoffzufuhr ihres Kinder verringert.“ (Mongan 2005, S. 151)

Unwillkürliches Pressen/schieben/drücken ist jedoch völlig physiologisch und instinktiv und eine Eigenschaft aller Säugetier-Geburten. Es ist sehr deprimierend und haltlos einer Frau zu sagen, dass wenn sie ihrem spontanen Pressdrang nachgibt, sie sich lediglich auf ein konditioniertes Verhalten einlässt und ihr Baby dadurch keine gute oder gar sichere Geburt haben wird.
Eine kraftvolle, ursprüngliche und laute Geburt ist genauso gut und wertvoll wie eine ruhige, sanfte und „kontrollierte“ Geburt!

 

 

Fazit:

Evidenzen unterstützen die Annahme, dass Frauen instinktiv auf die effektivste und sicherste Art für sich selbst und ihre Babys mitschieben. Eine gebärende Frau ist die Expertin dafür, wann und wie sie am besten diesem Druckgefühl nachgibt. Manchmal braucht die Frau dafür lediglich eine Bestätigung, um sich wieder ganz auf sich selbst zu besinnen und verlassen zu können. Durch eine positive Wortwahl kann die Frau in ihrer Körperwahrnehmung gestärkt werden.
Das instinktive Geburtsverhalten einer Frau zu erleichtern und zu schützen und dafür den passenden Rahmen zu schaffen, anstatt sie anzuweisen sich auf eine bestimmte Art zu verhalten, unterstützt die normale Geburt und bestärkt die Frau in ihrer angeborenen Fähigkeit zur Geburt.
Folgt die Frau ihrem eigenen Druckgefühl und wird nicht zum Pressen angeleitet, sind vaginale Untersuchungen um die komplette Öffnung des Muttermunds festzustellen überflüssig, da kein Nutzen aus dieser Information gezogen wird.
Die Gebärende schützt instinktiv ihren Damm beim Durchtritt des Köpfchens (z.B. durch das Zusammenbringen ihrer Beine, eine veränderte Atmung – einer Art Schnappatmung, das Berühren und Halten des Köpfchens und des Dammes) wenn sie nicht davon abgehalten und auf eine andere Art angeleitet wird.
Alle genannten Informationen beziehen sich auf die physiologische Geburt ohne Interventionen. Eine PDA zum Beispiel verändert das Druckempfinden, verlängert die Austrittsphase und das eigene Körpergefühl der Frau zum Mitschieben.
Es kann sehr schwierig bis unmöglich sein eine instinktive Geburt zu erleben, wenn sich die Frau in einer Umgebung befindet, welche diese nicht fördert.

 

 

 

Bildquelle: Amanda Greavette

Liebl, Schieben versus Powerpressen: Studien belegen die Überlegenheit des Schiebens / die Hebamme 2010
Reed, Supporting woman´s instinctive pushing behaviour durging birth
Geist, Harder, Stiefel, Hebammenkunde: Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf
Deutscher Hebammenverband, Geburtsarbeit: Hebammenwissen zur Unterstützung der physiologischen Geburt
Borrelli, Early pushing urge in labour and midwifery practice: A prospective observational study at an Italian maternity Hospital
Downe, Normal Childbirth: Evidence and Debate
Bergstrom, „I gotta push. Please let me push!“ Social interactions during the change from first to second stage Labor
Aasheim V, Nilsen ABV, Lukasse M et al (2011). ‘Perineal techniques during the second stage of labour for reducing perineal trauma’
Aderhold (1991). ‘Phases of second stage labor: four descriptive case studies’.
Aldrich (1995). ‘The effect of maternal pushing on fetal cerebral oxygenation and blood volume during the second stage of labour’
Bosomworth (2006). ‘Just take a deep breath: a review to compare the effects of spontaneous versus directed Valsalva pushing in the second stage of labour on maternal and fetal well- being’
Prins (2011). ‘Effect of spontaneous pushing versus Valsalva pushing in the second stage of labour on mother and fetus: a systematic review of randomised trails’.
Yildirim und Beji (2008). ‘Effects of pushing techniques in birth on mother and fetus: a randomized study’.

 

 

 

Kommentare

  1. Alina

    Ich habe mich auf meine zweite Geburt mit HypnoBirthing vorbereitet und die J-Atmung noch in der SS auf der Toilette geübt, wie empfohlen;) Aber während der Geburt konnte ich in dieser Geburtsphase nicht anders als Mitschieben. Da ist schon Adrenalin im Spiel, frau will evtl. das Baby endlich sehen und verspürt ja auch diese Schiebewellen, die sie dazu einladen, mitzuschieben. Nach der Geburt dachte ich kurze Zeit, dass ich in diesem Teil der Geburt sozusagen versagt habe, vor allem weil einige Frauen mir erzählt haben, dass es bei ihnen ganz gut funktioniert hat.
    Aber nachdem ich Positive Birth kennen gelernt habe, weiß ich, dass das Baby rauszuatmen nicht bei allen Frauen funktioniert. Heute empfehle ich meinen Kursteilnehmerinnen das sanfte Mitschieben während der Geburtsphase. Denn das kennt der Körper aus einem anderen Entleerungsvorgang schon sein ganzes Leben lang. Ein ganz gutes Beispiel sind die Kinder: wenn sie sich entleeren, atmen sie es nicht aus, sondern schieben mit. Und sie machen das meiste im Leben wirklich noch instinktiv.
    Ich würde auf jeden Fall empfehlen, wenn Du Dich mit HypnoBirthing vorbereitest, diese Atmung auch zu üben und während der Geburt zu entscheiden, was DIR besser passt!

    1. Olivia

      Hallo Alina und vielen Dank für das Teilen der Erfahrung.
      Pressdrang/ das Bedürfnis Mitzuschieben ist nicht konditioniert, wie es die Theorie im Hypnobirthing besagt, sondern ein ganz normales, instinktives Bedürfnis dem auch nachgegeben werden darf und soll. Das ist doch schlimm, wenn eine Frau das Gefühl bekommt, bei der Geburt versagt zu haben, wenn Sie einfach mitschiebt, so wie es von der Natur vorgesehen ist. Was nicht vorgesehen ist, ist Powerpressen.

  2. Pingback: Die einzige Hypnobirthing-Atemtechnik, die du für deine Geburt brauchst!

  3. Lucile

    Auch nach 3 1/2 Jahren war der Artikel sehr aufschlussreich. Bei mir war es der Arzt im KH, der nur kurz dazukam, mich aufforderte zu pressen und wieder rausging. Sehr irritierend im Nachhinein. Vielleicht wären Saugglocke und Dammriss III aufgrund von Erschöpfung unnötig gewesen. Schade. Ich Danke Dir für diesen Text. Lucile

  4. Sylvia

    Liebe Olivia,

    unser Sohn ist zwar schon 2,5 Jahre alt, aber ich stöber nach wie vor gerne auf Seiten über Schwangerschaft und Geburt.

    Diesen Artikel finde ich besonders spannend, weil ich von der Hebamme angewiesen wurde nicht zu pressen, obwohl ich wirklich enorme Presswehen hatte. Wie du schreibst, es ist ein Ding der Unmöglichkeit…

    Das Ergebnis war, dass ich am Ende pressen musste, weil die Wehen weg waren. Ich war mit meinen Kräften am Ende und auch mein Baby hat gelitten. Durch diesen Stress hat er seinen Darm bereits in meinem Bauch entleert. Gott sei Dank haben sich seine Werte schnell normalisiert.

    Dein Artikel hat mir gezeigt, wie traurig ich immer noch darüber bin, dass die Geburt von Klaus so verlaufen ist. Ich habe mir unbewusst die Schuld dafür gegeben…

    Im nachhinein, habe ich mich öfter gefragt, wie sinnvoll diese Anweisung war. Jedenfalls erleichtert es mich hier zu lesen, dass mein Körper damals evtl. doch die richtigen Signale gesendet hat.

    Ich wünsche allen Frauen da draußen die Kraft auf sich und auf ihren Körper zu vertrauen und danke dir für deine wundervolle Arbeit.

    Alles Liebe
    Sylvia

  5. Eva

    Hallo Olivia,

    deine Artikel sind sehr informativ, einfühlsam verfasst und machen Mut. Danke hierfür! Ich bin ca. eine Woche vor dem Entbindungstermin und hoffe, dass ich im Krankenhaus genügend Freiräume bekomme, um einen schönen eigenen Weg gehen zu können. Gleichzeitig bleibt irgendwie der Wunsch nach sanfter „Instruktion“ in schwierigen Momenten…

    Beste Grüße
    Eva

  6. Martha

    Hallo Olivia,

    Leider bin ich erst jetzt auf deinen Blog aufmerksam geworden.
    Wie lässt sich diese Form der Selbstbestimmung und intuitiven Geburt in einer ambulanten Geburt im Krankenhaus umsetzen? Ist das überhaupt möglich?

    Lieben Gruß!

    1. Olivia

      Danke Isabelle, das freut mich!
      Habe gerade etwas auf deiner Seite gestöbert und möchte unbedingt dein bald erscheinendes Buch lesen, freue mich schon drauf.
      Liebe Grüße nach Wien
      Olivia

  7. Liebe Olivia,

    erst kürzlich bin ich auf deine tollen Beiträge gestoßen. Und diesen hier, übers Pressen, Schieben und Atmen, finde ich besonders wertvoll und gelungen. Gern möchte ich ihn auf meine Website verlinken.

    Ganz herzliche Grüße,
    Anja

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