Die natürliche Fehlgeburt: Ablauf und Wissenswertes

Eine Fehlgeburt oder auch kleine Geburt, ist ein trauriger Prozess und eine schmerzliche Erfahrung. Eine Erfahrung, die viele Frauen teilen, auch wenn kaum jemand darüber spricht und die Sache gerne mit der schnellen Variante einer Ausschabung beendet und totgeschwiegen wird. Auf der Strecke bleibt hierbei nicht nur die Trauer, die Verarbeitung und das Abschied-Nehmen vom Kind, sondern auch die Erfahrung, dass unser Körper weise ist, wir ihm vertrauen können und er sich selbst zu helfen weiß – auch wenn das Kind, das er in sich getragen hat, nur eine kleine Weile geblieben ist.

Unsere Gebärmutter ist zum Gebären gemacht, für kleine ebenso wie für große Geburten.

 

  • Ungefähr 20 Prozent aller Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt vor der 20. SSW
  • 80 Prozent dieser Fehlgeburten passieren in den ersten 12 SSW (Frühabort)
  • Nimmt man die Zahl der Frauen dazu, die eine Fehlgeburt erleben und für ihre verspätet einsetzende oder etwas stärkere Periode halten, ohne dass sie so früh von ihrer Schwangerschaft wussten, ist die Zahl noch viel höher
  • Nur bei wenigen Frauen kommt es zu einer wiederholten Fehlgeburt. Eine weitergehende Diagnostik ist deshalb nach der ersten Fehlgeburt meist nicht nötig

 

Zu erfahren, dass sich die Schwangerschaft nicht wie erhofft weiterentwickelt, kein Embryo in der Gebärmutter sichtbar ist, kein Wachstum vorhanden war, das Herz des Babys aufgehört hat zu schlagen oder unerwartet Blutungen auftreten, ist ein großer Schock und erst mal nicht fassbar. Auf den ersten Schreck folgt dann meist direkt wie automatisch die Terminvereinbarung für die OP zur Ausschabung. Hier sollte jedoch nie unter Schock gehandelt werden. Jede Frau sollte ausführliche Informationen über ihre Möglichkeiten erhalten, sowie genügend Zeit um ihre Entscheidung zu treffen, oder erst einmal abzuwarten um zu wissen, was sie in dieser Situation braucht.
Lese hierzu auch meinen Artikel: Fehlgeburt: Abwarten oder Ausschaben? Diese Möglichkeiten hast du bei einer kleinen Geburt
Eine Ausschabung ist in manchen Situationen unumgänglich, jedoch ist selten Grund zur Eile angezeigt.

Viele Frauen leiden noch viele Jahre neben dem Verlust ihres Kindes auch darunter, dass es keine Möglichkeit für ihre Trauer und ihre Gefühle gab, sie sich durch zu schnell durchgeführte Eingriffe abgefertigt und wertlos gefühlt haben und ihr verlorenes Kind nicht als solches wahrgenommen wurde. Auch körperliche Folgen können auftreten, wie z.B. das Asherman-Syndrom.
Bevor sich die Frau für eine Ausschabung entscheidet, sollte sie sich fragen, was sie selber möchte und womit es ihr gut ginge. Sie sollte die Option haben, selbst zu wählen, welchen Weg sie gehen möchte und dabei ebenso unterstützt werden, egal ob sie sich für eine Ausschabung oder eine natürliche Fehlgeburt entscheidet. Eine natürliche Fehlgeburt ist für viele Frauen wünschenswerter als eine Ausschabung. Leider fehlt es oft an der entsprechenden Begleitung und Unterstützung, die in dieser Situation benötigt wird.

 

Der Ablauf einer natürlichen Fehlgeburt

Das kleine Baby in sich zu tragen, obwohl es doch schon nicht mehr ganz da ist, ist nicht ganz einfach und erfordert viel Geduld und Vertrauen.
Vor, während und nach einer Fehlgeburt denken die wenigsten Frauen daran, dass sie von einer Hebamme begleitet und unterstützt werden können. Dies wäre jedoch dringend wünschenswert und sollte für jede Frau bekannt sein.
Erfährt eine Frau, dass ihre Schwangerschaft leider nicht weitergehen wird und sie eine natürliche Fehlgeburt ohne Ausschabung abwarten möchte, ist es hilfreich zu wissen, was ungefähr auf sie zukommen wird. Natürlich ist jeder Verlauf anders, jedoch gibt es dennoch einige Parallelen.
Meistens ist erst einmal Warten angesagt. Der Körper braucht eine Weile, bis er das Baby, das er eigentlich in sich wachsen lassen wollte, wieder gehen lassen kann. Der Körper bereitet sich auf eine kleine Geburt vor, wobei er sehr weise ist und gut weiß, was wann zu tun ist, da er auf Selbsterhaltung und weitere Fortpflanzung ausgerichtet ist. So kann es durchaus 2 bis 3 Wochen dauern, ehe es losgeht.
Häufig setzt die Blutung zu dem Zeitpunkt ein, an dem ohne Schwangerschaft wieder die Regel gekommen wäre.
Der weitere Ablauf der Fehlgeburt ist insbesondere abhängig von der Schwangerschaftswoche.

 

Bis zur 6. SSW

In den ersten Schwangerschaftswochen wissen viele Frauen noch nichts von ihrer Schwangerschaft und wenn sich die Schwangerschaft nicht weiterentwickelt und abgeht, wird kaum ein Unterschied zu einer normalen oder etwas stärkeren Menstruationsblutung zu bemerken sein. Es können leichte, menstruationsartige Krämpfe und kleine Blutkoagel von 1 bis 2 cm auftreten.
Dennoch kann es z.B. nach einem positiven Schwangerschaftstest schmerzlich sein zu erfahren, dass sich diese Schwangerschaft nicht weiterentwickelt.
Dazu kommt, dass andere dem Verlust in dieser Zeit meist keine Bedeutung zumessen und die Frau sich vielleicht sehr einsam vorkommt.
In der 6. SSW ist das Baby 0,5 bis 1 cm lang, jedoch wird es nicht möglich sein ein Baby zu erkennen.
In diesem Stadium wird normalerweise weder medizinische Hilfe noch ein sonstiger Eingriff notwendig sein.

 

6.-12. SSW

Im Vorfeld vor der eigentlichen Fehlgeburt beginnen sich Baby und Plazenta von der Gebärmutterwand zu lösen. Dies kann eine leichte Blutung verursachen und ermöglicht dem Blut einen Koagel um das kleine Baby und seine Plazenta zu formen, so wird die kleine Geburt leichter.
Sobald sich die Gebärmutter wehenartig zusammenzieht und sich der Muttermund öffnet, können Baby und Plazenta ihren Weg nach draußen finden.
Dies kann Krämpfe verursachen, die in ihrer Intensität von periodenstark bis zu ähnlich stark wie leichte Geburtswehen reichen. Die Blutung ist meistens begleitet von Koageln, die in der Größe von 1 bis 3 cm bis zur Größe eines Golfballs variieren. Dabei halten Krämpfe und Blutung an, bis alles draußen ist.
Dieser Prozess kann einige Stunden dauern oder über mehrere Tage immer wieder anfangen und aufhören.
Sobald die Fehlgeburt komplett ist, lässt die Blutung umgehend stark nach und versiegt komplett innerhalb nächsten 1 bis 2 Wochen. In dieser Zeit lassen auch eventuell noch vorhandene Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit oder Brustspannen nach.
Je nach Schwangerschaftswoche kann ein Mini-Embryo und eine Mini-Plazenta zwischen den Koaglen sichtbar sein.
Sollte ein kleines Baby sichtbar sein, so wird es noch nicht möglich sein zu erkennen, ob es ein Mädchen oder Junge ist, da die Genitalien bis zur 14. SSW sehr ähnlich aussehen.
Fehlgeburten bis zur 13. SSW sind meistens sogenannte komplette Fehlgeburten, das bedeutet, dass keine Reste in der Gebärmutter verbleiben. Medizinische Eingriffe sind daher meistens nicht notwendig.

Die Größe des Embryos im Überblick (Scheitel-Steiß-Länge):

7. SSW: 5 mm
8. SSW: 1,5 cm
9. SSW: 2 cm
10. SSW: 3 cm
11. SSW: 4 cm
12. SSW: 5 cm

 

nach der 13. SSW

Eine Fehlgeburt nach der 13. Schwangerschaftswoche wird auch als Spätabort bezeichnet. Das Geburtsgewicht liegt dabei unter 500g, ansonsten spricht man von einer Totgeburt. In diesem Zeitraum besteht ein größeres Risiko, dass Reste in der Gebärmutter verbleiben und medizinische Eingriffe notwendig werden.

Das Baby und die Plazenta sind in dieser Zeit viel weiter entwickelt und es können daher auch stärkere Blutungen auftreten. Während das Baby häufig noch relativ leicht geboren werden kann, verbleibt oft die Plazenta teilweise oder vollständig in der Gebärmutter. Die Stärke der Blutung und der Krämpfe können ähnlich wie bei einer „normalen“ Geburt sein.

 

 

         Wichtig zu wissen:

  • Lass dich vor, während und nach der Fehlgeburt von einer Hebamme betreuen.
  • Bleibe während der Fehlgeburt nicht alleine, du solltest unbedingt jemanden in deiner Nähe haben, falls du Kreislaufprobleme und/oder eine stärkere Blutung bekommst. Solltest du keine Hebamme haben, rufe in einer solchen Situation den Krankenwagen.
  • Du kannst die Fehlgeburt mit Naturheilmitteln wie z.B. Tees unterstützen, dabei solltest du dich jedoch von deiner Hebamme individuell je nach Situation beraten lassen.
  • Solltest du Entzündungszeichen wie Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost, eine druckempfindliche Gebärmutter oder eine übel riechende Blutung bemerken, wende dich an einen Arzt oder gehe ins Krankenhaus.
  • Wenn die Blutungen oder die Krämpfe über einen längeren Zeitraum anhalten und nicht weniger werden, oder immer wieder beginnen, ist dies ein Zeichen, dass die Gebärmutter noch nicht alle Reste ausgeschieden hat. In diesem Fall sind meist medizinische Eingriffe wie eine Medikamenteneinnahme (Cytotec) oder eine Ausschabung notwendig. Wende dich daher an einen Arzt oder gehe ins Krankenhaus.
  • Wenn dein Rhesusfaktor negativ ist und der deines Partner unbekannt oder positiv, wird eine Anti-D Prophylaxe innerhalb von 72 Stunden nach der Fehlgeburt empfohlen. Dies dient dazu, deinen Körper von der Bildung von Antikörpern abzuhalten, die ein Baby bei einer zukünftigen Schwangerschaft schaden könnten.

 

Nach der Fehlgeburt – das kleine Wochenbett

Nach der eigentlichen Fehlgeburt wird die Blutung deutlich weniger werden und nach ca. 5 – 14 Tagen komplett versiegen.
Emotional gesehen können verschiedene Gefühl auftreten, von Wut und Trauer bis zur Erleichterung, dass es vorbei ist. Viele Frauen werden auch von Schuldgefühlen geplagt, da sie meinen, sie hätten die Fehlgeburt irgendwie verhindern können. Doch in den allermeisten Fällen gibt es für das Warum keine medizinische Erklärung und es liegt auch kein „Fehlverhalten“ der Frau vor, aber wir haben trotz moderner Zeiten nicht alles unter Kontrolle, können nicht jeden Verlauf beeinflussen und manche Dinge geschehen, ohne dass wir sie verstehen.
Dir selbst Raum und Zeit für jedes Gefühl das auftritt zu geben und zuzulassen, ist gut und wichtig.

Auch eine kleine Geburt hat ein kleines Wochenbett verdient. Zeit zum Trauern, Verarbeiten und Regenerieren, seelisch und auch körperlich.
Bei einer Fehlgeburt gibt es zwar keinen Mutterschutz, jedoch ist eine Krankschreibung möglich.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, das kleine Baby liebevoll, in Ruhe und auf persönliche Weise zu verabschieden. So können z.B. eine Schachtel mit Erinnerungsstücken (Mutterpass, Ultraschallbild, Briefe…), oder das Gestalten eines schönen Steines, der an einen besonderen Platz gelegt wird, eine kleine Erinnerung schaffen und bei der Verarbeitung hilfreich sein.
Ein Schwangerschaftstest zeigt nach ca. 2 Wochen wieder negativ an, wenn die Hormonwerte zurück in den Normalbereich gefallen sind.  Auch ein HCG-Test durch eine Blutentnahme sowie eine Ultraschallkontrolle sind möglich und bestätigen, dass die Gebärmutter wieder komplett leer ist.

Die erste Periode nach der Fehlgeburt tritt nach ungefähr vier bis acht Wochen ein. Wenn nicht gleich eine erneute Schwangerschaft geplant ist, sollte daher rechtzeitig an Verhütung gedacht werden.
Eine bestimmte Wartezeit, zu der früher häufig vor einer weiteren Schwangerschaft geraten wurde, gibt es nicht. Ein erhöhtes Risiko für eine erneute Fehlgeburt ist durch eine kürzere oder längere Wartezeit nicht nachweisbar. Jede Frau sollte sich die Zeit nehmen, die sie braucht und mit der sie sich gut fühlt. Dabei sollten nicht nur körperliche, sondern auch seelische Aspekte berücksichtigt werden.

 

 

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Bücher zum Thema Fehlgeburt

Mein Sternenkind – Begleitbuch für Eltern, Angehörige und Fachpersonen nach Fehlgeburt, stiller Geburt oder Neugeborenentod
Flieg, kleiner Schmetterling: Gedanken zur Trauer um ein Kind
Gute Hoffnung, jähes Ende: Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Begleitung und neue Hoffnung für Eltern

Kommentare

  1. Anna-Maria

    Liebe olivia,
    Vielen dank für diesen Bericht, er hat mir vor drei Monaten schon einmal geholfen. Leider erlebe ich gerade meine zweite natürliche fehlgeburt in drei Monaten wider in der 10ssw. Auch dieses mal war es wider “nur“ ein windei. Mir war nicht bewusst, dass man zweimal hintereinander ein windei bekommen kann. Ich bin sehr froh dass ich mich, auch schon beim ersten mal, für den natürlichen Weg entschieden habe, so kann man ganz anders damit abschließen, als wenn alles so zack, zack weg gemacht wird. Wir haben schon eine Wunder volle 2 1/2 jährige Tochter die mir Trost und Mut spendet sowie mein Mann. Und ich bin mir sicher dass unser zweites Wunder bald zu uns kommen wird. Es sollte noch nicht sein und für uns ist noch nicht die Zeit gekommen für unser zweites Wunder. Ich bin erstaunlich gefasst und gehe sehr gut damit um. Ich bin stärker als ich mir oft eingestehen kann.
    Liebe grüße Anna-Maria

  2. andrea

    Hallo
    kurz zu meiner Geschichte ich hatte 2 ks 2010 und 2012 und vor 10 Tagen einen natürlichen Abgang in der 12ssw. laut 2 gyns machbar weil eine as für mich nicht in Frage kam.es fing donnerstags mit schmierblutungen an und freitags setzte die wehen und Blutungen ein nach 4 Std war alles geschafft die blutu gen wurden nach 4 Tagen immer weniger. jetzt immer mal ab und an altes Blut Klecks Weise oder es kommt nicht. keiner der gyns wollte mich zur Kontrolle sehen.es würde so gehen. ich wollte es aber und gestern hiess es plötzlich die Narbe wäre an einer Stelle nur noch 3mm dünn und ich solle sofort zur as für die Reste damit sie Narbe nicht reist. und ein 3. ks wäre bei einer erneuten ssw unumgänglich. soweit so gut. ich heute ins kh zur voruntersuchung hiess es Narbe wäre offen und ein Stück fehle. man würde es so lassen darf nur nicht wieder schwanger werden. as auf keinen Fall wenn Tabletten oder saukürretage für die Reste. ich fragte nochmals nach op man den riss oder Loch nicht verschliessen muss. nein bleibt so. dann läuft doch Blut Sperma etc in den Bauch. bin dann heim war fix und fertig jetzt denk ich mir wenn die Narbe offen ist oder sogar ein Stück fehlt müsste ich doch Schmerzen haben und bluten ohne ende. aber nichts mir geht es Top. selbst wenn es so wäre müsste man es dann nicht verschliessen. der gyn im kh meinte auch es läge an dem Abgang in der 12 ssw. bin verwirrt jeder sagt was anderes oder man wird als blöd abgestempelt. vllt finde ich hier ja Tips komm iwie nicht weiter und kann keiner Ärzte mehr sehen

  3. Maria

    Liebe Olivia,
    vielen lieben Dank, für so einen tollen Bericht. Nur leider für mich zu spät.

    Am Di (21.11.17) bekam ich in der 10 SSW über Nacht Blutungen. Als ich dies morgens bemerke, ging es danach gleich zum FA.
    Was soll ich sagen? Keine Herztöne mehr.
    Mein FA schickte mich ins KH.
    Was er mir alles gesagt hat, weiß ich heute nicht mehr. Für mich brach die Welt zusammen.
    Dass es andere Möglichkeiten außer eine Ausschabung gibt, kam mir gar nicht in den Sinn.
    Auch meine Hebamme, die ich sofort informierte, teilte mir nur ihr Beileid mit. Kein Angebot der Betreuung oder Aufklärung.

    Im KH wurde ich aber sehr behutsam und nett behandelt. Egal ob Schwestern oder Ärzte, ich fühlte mich verstanden.

    Eine Ärztin erklärte mir, was mit meinem Babylein danach passiert bzw, dass sie mir auf Wunsch eine Seelsorgerin vom KH schickt, wenn ich das will.
    Dieses Angebot nahmen wir an.
    Es gibt zwei Möglichkeiten: eine Sammelbestattung ins Klinikum – Grab (kostenfrei) oder die Bestattung ins eigene Familiengrab.
    Wichtig: Alles ist möglich, auch unter 500g Körpergewicht.

    Wir haben uns sofort dafür entschieden, dass wir uns unser Babylein „nach Hause“ holen.
    Seit Mi. bereiten wir nun alles für morgen, für die kleine Beisetzung vor. Wir haben uns an ein Bestattungsinstitut gewendet und das war die beste Entscheidung.
    Man fühlt sich verstanden, hier bekommt man Rat und es wird an alles gedacht.
    Dies alles hilft mir sehr in der Trauerzeit.

    Leider habe ich soweit niemand im Freundeskreis, von dem ich mich verstanden fühle. Nur einer Freundin vertraute ich mich an, weil sie gerade selber mit dem ersten Kind schwanger ist. Aber das war eher ein Fehler.

    Aber auch wenn ich eine andere Möglichkeit vorher gekannt hätte, hätte ich mich wahrscheinlich für die Ausschabung entschieden.
    Ein natürlicher Abgang kann natürlich auch länger dauern und ich habe einen 3-jährigen Sohn und eine keine Landwirtschaft. Ich werde gebraucht, auch das alles hilft mir sehr, den Kopf nicht in den Sand zu stecken.

    Nun möchte ich noch Euch allen Danken.
    Vielen Dank für jeden Beitrag, ich lese jeden.
    Eure Gedanken und Gefühle helfen mir genauso in meiner Trauer.

    Ich wünsch allen Sternenkinderneltern viel Kraft, Mut und Zuversicht

    Liebe Grüße von Sternenkindmama Maria

  4. Sandra

    Hallo Olivia,
    toller Artikel, vielen Dank!
    Ich bin am Anfang der 7 SWS und erlebe gerade meine natürliche Fehlgeburt. Nächste Woche hätte ich meine erste ärztliche Untersuchung gehabt. 🙁
    Die letzte Woche war ein ständiges emotionales Auf und Ab: immer wieder leichte Blutungen, positive SWS-Tests mit zunehmendem hcg- Wert und nach andauerndem Bangen, ob alles in Ordnung ist, nun das… Die Ärztin konnte mir ja auch nur raten, abzuwarten, da man Anfang der 6. SWS noch nichts sieht.
    Ich bin zutiefst traurig, dass mein kleines Würmchen nicht mehr da ist, aber dennoch bin ich dankbar, dass ich es auf natürliche Weise ausscheiden kann. Der Gedanke daran, dass jemand in meiner Gebärmutter rumschabt und mein kleiner Embryo im Krankenhausmüll landet, ist einfach unerträglich.
    Ich werde weiter auf deiner Seite stöbern und hoffentlich bei meiner nächsten Schwangerschaft etwas mehr anwenden können.
    Beste Grüße
    Sandra

    1. Olivia

      Liebe Sandra
      Fühl dich umarmt und viel Kraft dir für deinen weiteren Weg ❤️

  5. Silke Daut

    Hallo, ich habe auch gerade ein ziemliches Gefühlschaos.
    Am 22.September habe ich 2 Tage vor nmt positiv getestet.
    Am 09.10.17 bei 6+0 war ich beim Arzt wo man eine Fruchthöhle und einen Dottersack sah. Die Fruchthöhle hatte da laut FA eher eine Grösse von 5+3.

    Am 26.10.17 bei 8+3 war ich wieder da und man sah einen Embyo aber leider ohne Herzschlag und laut Messung in der Grösse eher 1 Woche kleiner, was ja auch zur ersten Untersuchung passen könnte (es wurde allerdings nicht sehr lange untersucht).
    Neben der Fruchthöhle sah man etwas was ebenfalls wie eine aussah, aber da meinte die FÄ das es unwichtig wäre.

    Da ich keine Ausschabung wollte habe ich einfach abgewartet und nun am Sonntag den 12.11.17 leicht Blut am Toilettenpapier gehabt.
    Bis jetzt nur 2 mal ein Fleck in der Hose gehabt. Am Papier aber auch hin und wieder wie so kleine Klümpchen oder Fäden.
    Das Blut war nicht komplett hellrot.
    Heute war etwas mehr Blut da.

    Jetzt hatte ich heute so eine Idee, wegen der evtl 2ten Fruchthöhle und hab mir das Ultraschallbind von 6+0 angesehen und es meiner Schwester und 2 Freundinnen gezeigt und alle sind der Meinung das es tatsächlich so aussieht als wäre da 2 Fruchthöhlen gewesen.

    Kann es sein das evtl mit dem Blut gerade eine Fruchthöhle abgeht und noch eine Chance besteht das es 2 Fruchthöhlen gab und eine noch intakt ist?
    Bei einer Freundin hatte man z.b. den Herzschlag auch erst viel später erkannt.

    Ich hoffe es ist jetzt nicht zu wirr geschrieben.

    LG Silke

  6. Claudia

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ich bin in der 8. SSW und heute morgen wurde mir bestätigt, dass kein Herzton vorhanden ist. Mein Arzt hat geraten meinem Körper zu vertrauen und einen natürlichen Abgang abzuwarten. Ich hoffe all dies zu schaffen, insbesondere seelisch darüber hinweg zu kommen. Wir versuchen seit 5 Jahren ein Kind zu bekommen, seit über 3 Jahren mittels IVF Techniken. Noch nie hatten wir einen positiven Test gesehen und nun, beim 6. Transfer schmerzt die Fehlgeburt sehr. Unser Arzt hat uns gesagt, dass die Tatsache, dass eine Schwangerschaft eingesetzt hat, als positives Zeichen zu werten ist. Was meinst Du, können wir hoffe, dass ein weiterer Versuch höhere Chancen haben wird?
    Vielen Dank
    Liebe Grüsse
    Claudia

    1. Olivia

      Liebe Claudia,
      Das tut mir sehr leid für dich – nach den ganzen Jahren des Wartens und der Hoffnung endlich den positiven Test zu sehen und dann die Enttäuschung, dass es leider nicht wie gehofft weitergeht.
      Dein Schmerz muss jetzt sehr groß sein. Ich sehe es aber auch als positives Zeichen, dass sich eine Schwangerschaft eingenistet hat. Ob ein weiterer Versuch nun höhere Chancen hat, lässt sich wohl nicht vorhersagen, auch wenn ich mir das sehr für dich wünschen würde.
      Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Mut und Zuversicht für deinen weiteren Weg.
      Sei gedrückt,
      Olivia

  7. Simone

    Liebe Olivia,
    vielen Dank für deinen Artikel zur natürlichen Fehlgeburt. Selbst die Bezeichnung „natürliche Fehlgeburt“ finde ich sehr schön und nachdem ich einige Erfahrungen hier gelesen habe, wünschte ich, auch ich hätte vor drei Jahren meine Fehlgeburt auf natürliche Weise geboren und nicht ausschaben lassen.

    Ich lebte damals in Südamerika und hatte gerade mit meinem damaligen Freund die Grenze von Peru nach Ecuador überquert, als die ersten Blutungen etwa in der 8. Woche einsetzten. Einige Tage später ging ich zu einer Frauenärztin. Auf dem Ultraschall sah man, dass die Fruchttasche leer war. Die Ärztin meinte, der Embryo wäre da, jedoch zu klein, um schon sichtbar zu sein und ich müsse liegen und einige Medikamente nehmen, um das Kind nicht zu verlieren. Da ich keine Ahnung hatte und auch nicht die Möglichkeit, alles im Internet zu überprüfen, habe ich auf die Info vertraut und verbrachte über eine Woche liegend und in Sorge. Als die Blutungen nicht stoppten und ich eines morgens einen großen verzerrten Klumpen Blut ausgeschieden hatte, ging ich nochmal zu einem anderen Arzt, der mir sagte, ich hätte eine Fehlgeburt gehabt und sei auch schon beim Besuch der Gynäkologin nicht mehr schwanger gewesen. Ich ging in eine kleine öffentlich-staatliche Klinik, um die Ausschabung durchführen zu lassen. Ich wollte damals alles nur schnell hinter mich bringen und mit meinem Freund aus diesem Ort verschwinden, in dem wir wegen meiner auferlegten Ruhezeit sorgenvoll festgesessen hatten. Die Ausschabung war sehr schlimm. Obwohl mir gesagt wurde, ich bekäme eine Betäubung, spürte ich alles. Während in mir rumgestochert wurde, flirtete der Arzt mit der Ärztin und als der Vorgang beendet wurde, verschwanden sie ohne ein Wort und ließen mich alleine auf dem Stuhl Gynäkologenstuhl sitzen, offen und blutig, bis ein Helfer kam, der mir ohne etwas anzukündigen, zwischen die Beine griff und mich mit einer Binde scheinbar reinigen wollte. Ich glaube, dass ich mich in einer Art Schockzustand befand und die Ereignisse gar nicht mehr aneinander reihen konnte. Ich fühlte mich beschmutzt und tief verwundet.
    Damals mischten sich Wut und Ärger über die Behandlung mit Trauer, Selbstvorwürfen, Enttäuschung und Einsamkeitsgefühlen, da ich außer mit meinem damaligen Freund mit kaum jemandem in meinem Umfeld darüber geredet habe.
    Die Schwangerschaft und auch die Fehlgeburt passierten auf Reisen und unvorhergesehen, ich hatte damals kein Zuhause, wenn auch eine Heimat, und ob die Beziehung ein Kind hätte tragen könnte, das stand in den Sternen. Dass das Kind so früh gegangen ist, das kann ich akzeptieren. Aber ich wünschte, ich hätte es anders gehen lassen.

    Eigentlich dachte ich, ich hätte die Fehlgeburt ganz gut „weggesteckt“. Heute wurde sie aber mal wieder „angetickt“, sodass ich anfing im Netz zu recherchieren und auf diese Seite gestoßen bin. Mich haben der Bericht und die Erfahrungen hier sehr berührt. Ich habe bisher noch nie die Möglichkeit solcher Foren genutzt, um selbst einen Bericht zu schreiben, bin jetzt aber froh, es getan zu haben. Danke für diese Möglichkeit – so spüre ich ein Gefühl der Verbundenheit zu Frauen, die auch eine Fehlgeburt hatten.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Simone

  8. Christine Schunerits

    Liebe Olivia…

    Ich kam vor 2 Wochen mit der traurigen Diagnose- kein Herzschlag.. in der 11 SSW nach Hause… Ich habe geblutet,deswegen ging ich auch zur Kontrolle… Meine Ärztin hat mich nicht gleich ins Krankenhaus geschickt… dafür bin ich sehr dankbar.. denn mein Körper hatte dann die Zeit und Möglichkeit der Natur ihren Lauf zu lassen… Kaum zu Hause angekommen wurde die Blutung stärker und ich hatte auch leichte Wehen…. Ich hatte ja keine Ahnung was da jetzt auf mich zukommen würde und wurde auch etwas unsicher…. Während ich am Sofa die Schmerzen aushielt suchte ich mir auf meinem Handy im Internet Infos zu Fehlgeburten…einfach nur um zu wissen was da gerade passiert und ob das eh alles normal ist…. Da stiess ich auf deine Seite…. Ich las mir und meinem Mann die Zeilen zur natürlichen Fehlgeburt laut vor… Die Worte berührten und bestärkten mich sehr, gerade in diesem traurigen Moment..und auch mein Mann konnte besser nachvollziehen was da gerade passiete…Zwar unter Tränen aber mit einem sicheren Gefühl -ohne Angst-konnte ich mich dem Prozess der natürlichen Fehlgeburt hingeben…. Nach 3 Stunden war dann alles vorbei…. Natürlich sehr Traurig aber gleichzeitig stolz auf meinen Körper … schnappte ich mir eine Decke und setzte mich in sie wunderbare Herbstsonne… eine Freundin wusste bescheid… sie brachte mir frischen Traubensaft und Schokolade…. mhhh das tat gut…. und dann tauchten auch noch 2 weitere Freundinnen ( zufällig) auf… als hätte sie das Leben für mich geschickt… Da 2 von den 3en auch schon eine Fehlgeburt hatten tauschten wir unsere Erfahrungen aus …weinten gemeinsam , redeten über Seelen, lachten… ich fühlte mich nicht allein… Heute… 2 Wochen später sehe ich meine Fehlgeburt als traurige aber sehr wetvolle Erfahrung… Ich bin der kleinen Seele sehr dankbar für ihren Besuch… Es hat sich so manches in meinem Leben verändert…zum guten…
    DANKE OLIVIA 🙂

    Liebe grüsse Christine

  9. Olla

    Hallo,
    Auch ich habe leider diese Erfahrung machen müssen, das mir in der 9ten Woche gesagt wurde das mein Mäuschen nicht mehr lebt.. es ist nun die zweite Fehlgeburt in diesem Jahr 🙁 und beim letzten mal hatte ich es erst bemerkt als alles schon vorbei war.. dieses mal war es jedoch anders.. beim Ultraschall konnten wir leider keinen Herzschlag mehr finden und so bekam ich direkt die Überweisung ins kh um einen Termin zu vereinbaren für die ausschabung… Ich habe so oft nachgefragt, ob es auch anders ginge.. aber lt. den Ärzten wäre wohl eine Op unumgänglich.. Ich bin so froh das ich mich zu Hause entschied auf mein Bauchgefühl zu hören und sagte den Termin schließlich ab..
    Und lange dauerte es dann auch nicht mehr, bis es los ging.. noch am selben Tag löste sich der schleimpropf und am nächsten Tag hatte ich nach ca 3 std. Krämpfe mein Baby in der Hand.. klar war der Anblick alles andere als leicht.. es ist einfach alles dran gewesen was dran sein sollte.. was mich aber auch irgendwie beruhigte..warum auch immer…
    Ich habe es in eine kleine Ohrring Schachtel gepackt und es an einem schönen und dem entsprechenden Ort vergraben… die Ohrringe trage ich jeden Tag.. was ich nun irgendwie auch mit meinem Baby verbinde..
    Ich bin sehr froh das es mir nicht genommen wurde und ich so doof es sich auch anhört.. noch was davon habe und es nicht irgendwo im nirgendwo gelandet ist, wie es bei einer ausschabung der Fall gewesen wäre.
    Ich habe es besser verstehen können und würde in solchen Fällen jedem raten, erstmal abzuwarten.

    1. Olivia

      Liebe Olla,
      ich danke dir herzlich für deinen offenen Erfahrungsbericht, der mich sehr berührt hat. Trotz und gerade in dieser schwierigen und schmerzhaften Situation freue ich mich für dich, dass du auf dein Bauchgefühl hören konntest und deinen Frieden -wenn man das in dieser Lage sagen kann- mit dem natürlichen Verlauf gefunden hast. Und wie würdevoll du dein kleinens Baby verabschiedet hast, und trotzdem mit ihm verbunden bleibst.
      Alles Liebe und fühl dich gedrückt,
      Olivia

    2. Kate

      Liebe Olla, ich habe vor zwei Wochen genau das gleiche erlebt. Ich habe mein Baby in der 10. Woche verloren und mich ebenfalls, gegen das eindringliche Anraten mehrerer Ärzte, für eine natürliche Fehlgeburt entschieden. Es war die schmerzhaftesten und beste Entscheidung die ich hätte treffen können.
      Wir dir auch, war es mir dabei besonders wichtig meinem Baby einen würdevollen Abschied zu ermöglichen und es nicht zerstückelt im Sondermüll des Krankenhauses zu wissen.
      Auch wir haben unser Kind an einem schönen Platz beerdigt und ich glaube, dass uns das beim Begreifen und Trauern hilft.
      Die Geburt selbst war bei mir körperlich nicht allzu schmerzhaft. Viel schlimmer war für mich das Psychische, da ich mit aller Kraft an meinem Baby festgehalten habe und es nicht los lassen konnte und wollte.
      Jetzt geht es mir immer noch schlecht und ich Weine jeden Tag um mein Kind. Ich glaube, viele können das nicht verstehen, da es ja „nur“ ein relativ früher Abgang in der 10. Woche war. Und jetzt habe ich große Angst, dass mir das nochmal passiert.
      Wie geht es dir Heute?

  10. Steffi

    Liebe Olivia,
    Liebe Frauen, die dies hier lesen,

    leider sind wir Frauen, wenn wir das erste Mal schwanger sind, überhaupt nicht gut informiert. Klar weiß man, dass eine Fehlgeburt bis zur 12. Woche häufig ist aber man denkt ja erst mal, dass einem das nicht passiert. Deshalb ist man ziemlich verunsichert, wenn es dann passiert und Ärzte ihre Kommentare abgeben, die einen noch mehr verunsichern.

    So ging es mir jetzt auch. Ich bin letzte Woche nach drei Tagen leichten Blutungen (altes Blut) in die Notaufnahme gegangen, weil ich ein ungutes Gefühl hatte. Ich war in der 9. SSW. Im Ultraschall sah man nur die leere Fruchtblase. Das war ein schrecklicher Anblick aber ich war irgendwie gefasst. Der Arzt war sehr nüchtern und hat alles medizinisch erklärt. Man hat mir Blut abgenommen um den HCG-Wert zu prüfen. Zwei Tage später noch mal. Er war gesunken, also ein eindeutiges Zeichen, dass das Embryo nicht mehr lebt. Der Arzt hat leider etwas um den heißen Brei geredet und ich musste ernsthaft noch mal nachfragen, ob es nun eine Fehlgeburt ist. Er erklärte mir noch, dass ich mich Auschaben lassen kann oder nicht. So richtig Vor- und Nachteile hat er mir nicht erklärt.

    Für mich war jedoch gleich klar: Ich will das alles natürlich abläuft auch wenn es dauert. Also bin ich dann diese Woche noch mal um eine zweite Meinung einzuholen zu meiner Frauenärztin gegangen. Dazwischen immer wieder Blutungen, Gewebeklumpen, Schleim und Krämpfe. Am Tag als ich bei meiner Ärztin war, waren die Blutungen weg aber die Krämpfe noch da. Im Ultraschall war keine Fruchtblase mehr zu sehen aber altes Gewebe, was noch nicht abgegangen war. Ich dachte es wäre schon alles aus mir raus gekommen. Sie riet mir sofort zur Ausschabung. Ich fragte ob das wirklich notwendig sei. Sie sagte dass nach so langer Zeit (also etwa 8 Tage) schon alles draußen sein sollte und es doch besser sei, nun noch den Rest operativ rauszuholen. Ich entschied mich trotzdem zu warten.

    Gestern habe ich dann ganz viel Himbeerblättertee getrunken, Yoga gemacht und meditiert. Ich habe mir vorgestellt, wie ich loslasse und meinem Körper vertraut. Heute morgen hatte ich dann einen seltsamen Druck in meiner Vagina. Und als ich auf Toilette ging, kam plötzlich ein etwa 2cm großes Klümpchen mit Gewebe, etwas Blut und Flüssigkeit raus. Es war mein kleines Embryo und es hatte schon zwei kleine Pünktchen am winzigen Köpfchen. Es war total bewegend und ich war erleichtert, dass es nun endlich den Weg gefunden hat.

    Dein Beitrag hat mich auf jeden Fall sehr bestärkt, abzuwarten und keine Angst zu haben. Ich hoffe, dass ihn viele Frauen lesen, bevor sie sich zu einer Ausschabung entscheiden oder von Ärzten überreden lassen.

    Alles Liebe und viel Kraft für Euch, die dieses schreckliche Erlebnis Fehlgeburt mitmachen müssen. Und vor allem positives Denken, beim nächsten Versuch wieder ein Baby zu bekommen.

    Beste Grüße
    Steffi

    1. Olivia

      Liebe Steffi,

      vielen Dank, dass du deine bewegende Geschichte hier mit uns teilst.
      Ganz schön stark von dir, wie du deinen Weg gefunden hast, mit dem Ereignis umzugehen und auf diese Weise alles natürlich zum Abschluss bringen konntest! Das hat mich sehr berührt, denn es zeigt uns, dass wir unseren Körper und Geist einfach nie unterschätzen dürfen.

      Alles Liebe
      Olivia

  11. Eva-Maria

    Liebe Olivia,
    ein ganz herzliches Dankeschön, für diesen wahrhaft hilfreichen Artikel!
    Da viele Frauen vor allem in der heutigen Zeit, von Seiten der Schulmedizin regelrecht zu einer Ausschabung gedrängt werden ist die Notwendigkeit umso dringlicher uns Frauen aufzuzeigen, dass es auch noch andere Optionen gibt. Vorallem aber das es allein unsere Entscheidung ist und das wir eine Wahl haben. Durch deine Tätigkeit über dieses Thema so autark zu vermitteln bist du durchhaus ein Engel.:) Nochmals vielen Dank!

    – die Antwort liegt darin, das du in dich schaust.

    1. Janine

      Wie wahr, wie wahr… ich wurde in der 12. Woche zur Ausschabung gedrängt und stand bei der Terminvergabe völlig unter Schock! Ich hatte immer das Gefühl, dass die Ärzte im Krankenhaus mir einen Teil von mir weggenommen hatten und bereue bis heute, mich nicht besser informiert zu haben. 😢 Ich würde nie wieder ausschaben lassen, das war für meine Psyche absolutes Gift… ich habe darauf hin auch die Gynäkologin gewechselt und mich in meiner langen Trauerphase sehr mit dem Thema beschäftigt. Danke für diesen tollen Artikel.

      1. Olivia

        Das tut mir sehr leid für dich, liebe Janine. Wie gut, dass du es geschafft hast, das Thema aufzuarbeiten und die Trauer zu durchleben – das ist sehr wichtig!
        Alles Liebe, Olivia

    2. Olivia

      Liebe Eva-Maria, vielen Dank für deinen lieben Kommentar – ich freue mich sehr, dass das Thema hier so viele Frauen erreicht und sie ihre Optionen kennenlernen!

  12. Karina

    Liebe Olivia,

    vielen Dank für den informativen Beitrag. Ich bin ebenfalls gerade in der Situation, auf eine natürliche Fehlgeburt zu warten. In der 8. Woche habe ich das Herz noch schlagen sehen und in der 11. (vor 3,5 Wochen) habe ich erfahren, dass sich die kleine Seele wieder verabschiedet hat. Schon eine Woche später hatte ich einen deutlich niedrigeren HcG Wert von 6000 und weitere 2 Wochen später (jetzt vor ein paar Tagen) einen von 200. Nun zu meiner Frage. Ich hatte vor 1,5 Wochen, nach etwa einer Woche Schmierblutungen, gute 5 Stunden starke Krämpfe und dachte, dass damit die Fehlgeburt gestartet hat. Die zwei Tage danach kam relativ viel Blut und dann reduzierte sich die Blutung wieder auf ein Minimum (wie am 3. Tag der Periode). Als ich aber nun beim Frauenarzt überprüfen wollte, ob alles gut raus gegangen ist, meinte er, dass sich bisher noch gar nicht getan hat. Es sei alles noch drin. Jetzt bin ich verunsichert, wie ich weiter verfahren soll. Er ist entspannt damit, dass ich weiter warten will ist aber nun auch erstmal im Urlaub. Allerdings habe ich gerade das Gefühl, mein Körper macht auch keinerlei weitere Anstalten, die wirkliche Fehlgeburt zu starten. Haben Sie Erfahrungen damit und können mir einen Rat geben, wie ich weiter verfahren soll?

    1. Karina

      Als zusätzliche Info wäre eventuell noch interessant, dass ich bereits vor 1,75 Jahren einen gesunden Jungen zur Welt gebracht habe, aber auch da der Geburtsverlauf sehr lang war (32 Stunden), da ich zur Zeit der Geburt gerade erkältet war. Oder habe ich eventuell nicht sehr effektive Wehen?!

    2. Olivia

      Liebe Karina,
      tut mir leid, dass ich Ihnen erst jetzt schreibe, da ich leider einige Zeit hier nicht mehr reingeschaut habe. Wie ging es denn mittlerweile bei Ihnen weiter? Nach Ihrer Beschreibung klingt alles nach einer abgeschlossenen Fehlgeburt (Krämpfe, der Verlauf der Blutungen, stark abgesunkener HCG) – weswegen ich zu einer weiteren HCG Kontrolle nach ca. 10-14 Tagen raten würde (also ungefähr jetzt). Bis dahin sollte der Wert gegen 5 gehen. Ich kann mir nicht ganz erklären, dass sich lt. Ultraschall noch gar nichts getan haben sollte.

      Ich würde mich freuen über Ihren weiteren Verlauf zu hören und wünsche alles Gute,
      Olivia

      1. Karina

        Hallo Olivia,

        sehr verspätet wollte ich Ihnen und anderen Mitleserinnen noch die Rückmeldung über den Verlauf bis zu meiner tatsächlichen natürlichen Fehlgeburt geben.
        25.4. Eisprung
        31.5. 7+2 Herztöne und Bewegung
        20.6. 10+1 Das Baby ist tot. Kein Wachstum seit dem letzten Ultraschall.
        26.6. HcG Wert 6064
        30.6. Schmierblutungen beginnen
        5.7. 5 Stunden mittelstarke Wehen
        5.-8.7. Starke Blutungen, auch mal schwallartig
        11.7. Untersuchung beim Frauenarzt – Baby ist noch an der gleichen Position
        12.7. HcG Wert 200
        16.8. 18+2 Baby kommt heraus. Keine Schmerzen. Abschied im Wald.
        22.8. Frauenarzt bestätigt vollständigen Abgang. Blutungen versiegen bald.

        Nach meiner jetzigen Erfahrung kann ich also sagen, dass sich das Baby in etwa im Periodenabstand gelöst hat. Die mehrstündigen Krämpfe haben das Baby vermutlich gelöst, auch wenn im Ultraschall noch nichts zu sehen war. Während der nächsten Periode konnte das Baby dann ungehindert und ohne jegliche Schmerzen herauskommen. Ich habe es mit den Händen empfangen und wir haben uns an einer für uns besonderen Stelle im Wald verabschiedet. Das Warten insgesamt war sehr langwierig, auch weil ich mir oft unsicher war, ob mein Körper das wirklich alleine schaffen wird. Auch kommen natürlich teilweise nicht sehr unterstützende Kommentare/Reaktionen aus dem Umfeld. Das Warten ist nichts für schwache Nerven, war aber für mich das absolut Richtige. Vielen Dank nochmal für Ihre Worte!

  13. Martina Marx

    Hallo Olivia,
    Ich habe gestern erfahren das mein Baby sich in der 6.SSW leider nicht mehr weiter entwickelt hat. Ich hab gestern den ganzen Tag geweint und auch jetzt stehen mir ständig die Tränen in den Augen. Ich habe 2 gesunde Mädchen im Alter von 10 und 8 Jahren und hatte mir noch so sehr ein kleines Wunder gewünscht. Als ich von der SS erfahren hab war ich über glücklich und hab mir versucht vor zu stellen wie es wohl aussehen wird und wenn ich das 1. Mal Babys kleine Hände halten würde und dann diese Nachricht. Ich werde nie die Hände halten können oder es in meine Arme schließen…

    Ich hab mir ihr alles zur kleinen Geburt durchgelesen und auch die Erfahrungsberichte der anderen Frauen und ich bin sehr dankbar dafür das gibt ein Gefühl nicht allein zu sein und das es sehr wohl jemand gibt der sehr gut versteht wie ich mich gerade fühle. Vielen Dank dafür ihr glaubt gar nicht wie das Kraft gibt und auch Hoffnung für die Zukunft!! danke

    glg Martina

    1. Olivia

      Liebe Martina,
      das tut mir leid für dich, dass dein kleines Wunder so früh wieder gegangen ist. Wir alle hier können deinen Schmerz und deine Trauer darüber gut verstehen und ich freue mich sehr, dass du durch den Artikel und die Erfahrungsberichte der anderen Frauen wieder Kraft und Hoffnung finden konntest. Für deinen weiteren Weg wünsche ich dir nur das Beste und drücke dich herzlich,
      Olivia

  14. Steffi

    Liebe Olivia,

    bereits bei meiner Fehlgeburt vor zwei Jahren bin ich auf diese Seite gestoßen,die mir all die Infos gab, die ich bräuchte, um mich für einen natürlichen Abgang zu entscheiden. Nun habe ich leider wieder die traurige Nachricht erhalten,dass in der 9. SSW das Herz meines kleinen Wunders aufgehört hat zu schlagen. Wieder bin ich hier gelandet. Und wieder spüre ich, dass es richtig ist, mein Kind gehen zu lassen, wenn wir beide bereit sind.

    Ich möchte einfach einmal danke sagen für diese wunderbare Seite im Generellen und diese Informationen im Speziellen. Danke, dass du dein Wissen hier teilst.

    Viele Grüße
    Steffi

    1. Olivia

      Liebe Steffi,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Das ist ja leider ein trauriger Anlass, dass du wieder hier gelandet bist – aber es freut mich, dass dir die Informationen durch diese schwere Zeit etwas geholfen haben/ helfen könnne.

      Alles Liebe für dich und die besten Wünsche
      Olivia

  15. Katja

    Liebe Olivia, deine Seite war mir eine große Hilfe.
    Ich bin mit 44 etwas unerwartet das 4.mal schwanger geworden. Meine drei Kinder sind bereits erwachsen und die SS verliefen immer ziemlich problemlos.
    Diesmal allerdings gab es bereits in der 7.SSW bereits Schwierigkeiten. Die kleine Erbse war zu klein, der Dottersack zu groß. Nebenher gab es durch ein Haematom
    ständig Schmierblutungen.
    Am Montag begann die 10.SSW und die Blutungen wurden stärker. Irgendwie war mir bewusst, dass der Krümel nicht bleiben konnte. Als Abends kleine Wehen begannen legte ich mich mit Wärmflasche auf die Couch und atmete in den Bauch um es erträglicher zu machen.
    Nach jeder 3./4. „Wehe“ floß Blut und der Bauch wurde weicher.
    Nach 5 Stunden hörte es auf und ich konnte schlafen. Dienstag Morgen begann es wieder, der Rhythmus pegelte sich ein und während dieser Stunden konnte ich loslassen, mich verabschieden und mit dem Kind auch die Träume und Hoffnungen ziehen lassen. Während all der Zeit war neben der großen Traurigkeit immer das Gefühl dabei dass „alles richtig ist“ und das ich „loslassen“ möchte.
    Gegen Mittag kam das Kleine.
    Die Kontraktionen wurden schwächer und die Blutung ließ etwas nach.
    Die innere Leere und das Gefühl plötzlich wieder allein zu sein war erst mal schwer zu ertragen. Trotzdem bin ich sehr dankbar, dass mir deine Seite so viel Hilfe zur Selbsthilfe gegeben hat. Es war die richtige Art und Weise mich von meinem letzten Kind zu verabschieden.
    Heute war ich bei meiner Ärztin und sie bestätigten den Abgang von Embryo und Fruchthöhle. Desweiteren riet sie mir zur Abrasio damit die verbliebenen Reste noch entfernt werden.
    Damit kann ich jetzt entspannt leben. Wichtig war mir, das Kind auf dem Weg zu begleiten und mich zu verabschieden.
    Ich kann nicht in die Zukunft schauen, habe aber momentan das Gefühl, mit dem Verlust besser fertig zu werden als wenn ich in der Klinik fremdbestimmt eine AS hätte durchführen lassen müssen.

    Allen Mädels die hier landen und das Selbe durchmachen wünsche ich einfach Kraft, Mut, verständnisvolle Freunde und Familie, eine Großpackung Taschentücher und Vertrauen in sich selbst.

    Danke für die hilfreichen Informationen und den warmherzigen Text liebe Olivia.

    1. Olivia

      Liebe Katja,

      Es tut mir leid für dich, dass dein Krümelchen nicht bleiben konnte.
      Aber herzlichen Dank, dass du deine Erfahrungen hier mit uns geteilt hast. Ich freue mich, dass dir meine Seite Hilfe zur Selbsthilfe geleistet hat, das war auch mein Ziel.
      Direkt im Anschluss nach der kleinen Geburt sind „Reste“ im Ultraschall noch häufig sichtbar, aber in den nächsten Tagen wird in den meisten Fällen alles ausgeschieden. Ein Ultraschall nach einer etwas größeren Zeitspanne bringt dann Klarheit. Die Voraussetzung zum weiter Abwarten, wäre aber natürlich, dass die Blutung deutlich schwächer wird und keine Schmerzen mehr da sind, sowie natürlich keine Infektionszeichen (Fieber).

      Alles Gute für deinen weiteren Weg und liebe Grüße
      Olivia

    2. Jana

      [17.06., 07:28] Jana: Mein schlimmster Albtraum….

      Löwenmami1991

      Es begann alles damit, dass ich nach 1,5 Jahren endlich einen positiven Ss-test in den Händen hielt, dann die Bestätigung vom Fa das ich Schwanger sei…mein größter Wunsch ging in Erfüllung…..dann der schock an einem Tag wachte ich morgens auf um auf die Toilette zu gehen…es fing leicht an zu bluten….sofort bin ich zu meinem Fa, de kleinen Winzling würde es dennoch gut gehen….er schrieb mich krank und ordnete Bettruhe an…..dann ein paar Tage später war es deutlich besser von Tag zu Tag…..ich beschloss einkaufen zu gehen mit meinem Freund….dann im Supermarkt, vorm Obst……“flopp“ ich wusste sofort das es das Baby ist….ich habe es bis nach Hause (halbe Stunde fahrt) nicht meinem Freund gesagt, da ich wusste er wäre aufgelöst und traurig….wir waren Zuhause und ich bin zur Toilette, dann sah ich es…..den kleinen Minimensch(ich war 9+1) mein Freund konnte es sich nicht ansehen….wir sind sofort ins Kh….ich wurde untersucht und mir wurde blut abgenommen…..zu meinem Glück hat mein Körper zu 95% alles ausgeschieden sodass ich nicht operiert werden musste…..alles sei okay sagte die Ärztin, die Natur wollte es nicht…..ich weiß ich bin nicht  die einzige Frau der sowas furchtbares passiert….nur es zerreißt mich, es tut weh, ich bin eine Löwenmami, die ihr Kind bis nach Hause gebracht hat…..und um meinen Freund zu schützen…..ich hoffe sehr, das ich es Psychisch überstehe…und bald wieder das Glück habe Mami zu werden…..

       

      1. Olivia

        Liebe Löwenmami, du warst wirklich sehr stark. Das war wirklich nicht leicht. Ich hoffe, du hast jemanden in dieser Zeit an deiner Seite, bei dem du nun nicht mehr nur deine starke Seite zeigen musst, sondern jemanden, bei dem du auch traurig sein darfst um das Erlebte zu betrauern und zu verarbeiten. Du kannst alles schaffen, aber gebe dir ein etwas Zeit für dich, um dir etwas Gutes zu tun und dich auch mal umsorgen zu lassen!

        Alles Liebe,
        Olivia

  16. Pingback: Fehlgeburt ohne Ausschabung - Hebammenwissen.info

  17. Krümel

    Hallo,
    auch ich hatte in der 12. Ssw eine natürliche Fehlgeburt. An den ersten beiden Tagen hatte ich ganz leichte Schmierblutungen und leichte Unterleibsschmerzen. Am 3. Tag folgte dann der Abgang. Ich war so erschrocken über die starke Blutung und die Schmerzen, (die am 4. Tag kaum auszuhalten waren) bin aber dennoch froh, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe. Jetzt am 6. Tag habe ich nur noch leichte Blutungen und ein leichtes Ziehen in der Leistengegend. Schlimmer ist dieses Gefühl von Leere im Bauch. Und obwohl der Krümel noch so winzig war, fehlt er mir. Mein Freund und ich haben uns kleine Armbänder gravieren lassen, auf denen „Krümel“ steht, damit wir es immer bei uns tragen.

  18. Co

    Hallo, ich versuche seit 3 Jahren schwanger zu werden, seit 2 mit Hilfe und vielen Komplikationen. Jetzt hab ich es endlich geschafft, durfte aber nichtmal einem Tag darüber glücklich sein. Seit 4 Tagen bange ich und hoffe und versuche gleichzeitig nicht zu hoffen weil es schier unerträglich ist dann enttäuscht zu werden. Ich habe kein Vertrauen in meinen Körper, er kann nicht alleine schwanger werden, die befruchteten Eier nicht durch den Eileiter schicken, er bekämpft mit seinem zu viel an Killerzellen alle meine Blastozysten und jetzt habe ich Blutungen. Ich kann mir auch nicht vorstellen dass mein Körper in der Lage ist eine Fehlgeburt zu meistern.
    Vllt hätte ich gerne eine Hebamme an meiner Seite aber ich bin ja nicht mal offiziell schwanger und so plötzlich habe ich auch keine die mich unterstützen könnte genausowenig wie ich mich so schnell einer anvertrauen könnte.
    Am Anfang ist man immer alleine!

    1. Co

      Du musst das nicht veröffentlichen, aber ich schreibs trotzdem.

      Ich weiß nicht wo es ist. Ist es noch drin oder nicht? Vmtl ist es einfach im Klo gelandet und das macht mich fertig. Ich weiß nicht wo mein Baby ist und ich will nicht dass es im Abwasser ist.
      Ich hab jetzt schon so angst vor einem neuen versuch, wie kann ich mich jemals freuen, wenn ich nur noch angst hab dass es wieder stirbt?

      Du hast auch nie mit jemandem wie mir zu tun, oder warum schreibst du nur es könne auch zu einem so frühen Zeitpunkt schmerzlich sein? Ich glaube nur eine 14jährige ist nicht über eine so frühe fehlgeburt verletzt. Mich verletzt es noch mehr wenn es runtergespielt wird und macht mich außerdem wütend auf die sie keine Ahnung haben und nichts tun müssen um schwanger zu werden. Ich muss so sehr kämpfen und immer ist alles umsonst. Ich kann nichts tun und strenge mich so sehr an und immer ist es umsonst…

      Mein Baby ist gestorben und ich hab nicht mal einen Nachweis das es existiert hat, für alle anderen gab es nie eines.

      1. Olivia

        Liebe Co,
        leider konnte ich nicht gänzlich deinem Bericht folgen. Ich hoffe jedoch, dass es dir inzwischen besser geht und du einen Weg findest, wieder Vetrauen in deinen Körper zu erlangen und liebevoll mit dir selbst umzugehen. Hier findest du viele Frauen, die einen ebenso schmerzlichen Verlust ertragen mussten, vielleicht hilft dir der Austausch.
        Alles Gute

  19. Jutta

    Liebe Olivia, liebe Schreiberinnen,
    Es ist toll all diese unterschiedlichen Erfahrungen lesen zu können!
    Wir haben am 7.09. erfahren dass sich der Zwerg nicht weiter entwickel hat (Ende 7./Anfang 8. SSW).
    Wir haben uns für Cytotec entschieden.
    Allerdings interessiert das meinen Körper gar nicht. Zuerst hatte ich 3 Tabletten, in der nächsten Runde 3+2 am nächsten Tag, Runde 3 waren 3+3 am übernächsten Tag und jetzt nochmals 3+3 am übernächsten Tag. Außer einer leichten Blutung in Runde 3 ist bisher nichts passiert.
    Ich möchte weiterhin abwarten und bin auch der Meinung ich sollte die Tabletten einfach weglassen.
    Manchmal ist es schwer geduldig zu bleiben aber ich versuche Vertrauen in meinen Körper zu haben.

  20. Katja

    Liebe Olivia,

    Bei allem durchstöbern von hilfreichen Blogs und Webseiten bin ich ziemlich schnell auf deine Seite gestossen und fand sie mit Abstand die Beste und einfühlsamste sowie auch informativste, nicht zu letzt fand ich auch die Gestaltung sehr passend und liebevoll. Unglaublich was einem so alles auffällt und bedeutet wenn man durch eine solche schwere Zeit gehen muss. Lieben Dank.

    Wir selber haben unser Sternchen in der 10. SSW verabschieden müssen…Irgendwie habe ich es geahnt. Mir überkam plötzlich dieser Gedanke das etwas nicht in Ordnung war. Dies war 5min vor unserem 1. Termin beim FA. Sein Blick auf den US und Zögerung bestätigten meine schmerzliche Vermutung. Er sagte entweder sei ich rein rechnerisch in der 9. Woche aber nach dem Entwicklungsstand sieht es nach der 7. SSW aus und wollte mich in einer Woche wieder sehen. Mein Zyklus ist nicht regelmässig und eher lang, somit konnte diese Erklärung schon stimmen. Aber wie gesagt ich habe es geahnt….tatsächlich bekam ich 4 d später ganz leichte Blutung worauf ich ins KH ging, dort sah es noch nach 50:50 Chance aus und es war aktuell keine Blutung sichtbar. Am nächsten Tag ging es aber weiter, alles noch total ohne Schmerzen. Habe dann meinen FA angerufen und es wurde das Bhcg im Blut bestimmt. Am folgenden Tag bekam ich starke wehenartige Schmerzen und starke Blutungen und da wussten wir beide, die Fehlgeburt geht los…unter Schmerzen und Trauer, Tränen, Angst aber zum Glück im Beisein meines Mannes habe ich die nächsten Stunden auf dem WC und Bett, Sofa verbracht. Zur Hilfe nahm ich die Wärmeflasche und ich war umgeben von Taschentücher. Ich dachte es war somit vorbei, aber am folgenden Tag, hatte ich wieder extreme Sz und plötzlich löste sich einen riesen Klumpen (ich denke das war die Fruchtblase mit dem Sternchen drin). Ich war schockiert und unendlich traurig, fühlte die Leere und das es nun vorbei war….

    Bei den Kontrollen beim FA stellte er im US fest, dass das meiste natürlich wegging. Ich bin sehr froh das mein Körper dies so gemeistert hat und hoffe nun das mir eine AS erspart bleibt. Ich muss nun rglm. zur bhcg Kontrolle zum sichergehen das wirklich alles Gewebe weg ist.

    Liebe Frauen die dies auch erleben müssen, vor Allem aber nicht nur wenn es wie bei mir bei der 1. SS passiert und erst noch nach langem probieren. Ich versuche hiermit die momentan einzige positive Seite zu sehen; ich konnte natürlich schwanger werden. Die Verarbeitung braucht Zeit und es ist wie eine Achterbahn. Es tut gut den Gefühlen freien Lauf zu lassen und nichts unterdrücken zu müssen. Mein Mann ist auch sehr traurig und muss das Ganze auf seine eigene Art verarbeiten. Ich sehe hier wieder wie unterschiedlich es ist bei Mann und Frau aber das ist in Ordnung so und wir respektieren einander. Lasst euren Partner unbedingt daran teilhaben. Wir haben unser Sternchen mit einer Kerze am warmen Herbstabend draussen verabschiedet und haben noch im Sinn an den Ort zu gehen wo ich meinem Mann die damals freudige Nachricht überbracht habe…

    Leider ist das ganze noch immer ein Tabuthema, wir selber haben es auch nur ganz wenigen anvertraut und hörten einfach auf unser Empfinden. Es tat sehr gut mindestens enge Freunde daran teil zu lassen und so getragen zu werden. Nachdem ich auf dieser Webseite dem Rat gefolgt bin eine Hebamme zu kontaktieren, bin ich froh das ich das getan habe und kann es nur weiter empfehlen. Ich kam irgendwie selber gar nicht auf die Idee weil es ja noch so früh war… aber es gibt viele Hebammen die sich auf diesem Gebiet spezialisiert haben und es tut wirklich gut professionell begleitet zu werden. Fragen die immer wieder auftauchen zu besprechen usw.

    1. Olivia

      Liebe Katja, vielen Dank, dass du hier deine Erfahrungen mit uns geteilt hast. Immer mehr Frauen können so Vertrauen in Ihren Körper finden, diesen schmerzlichen, aber natürlichen Prozess gut zu schaffen. Nimm dir weiterhin die Zeit, die du für die Verarbeitung dieses Erlebnisses brauchst, und die Gefühle dasein zu lassen und auszudrücken. Du hast das prima hinbekommen!
      Für deinen weiteren Weg die besten Wünsche und alles Liebe!

    2. Lu

      Danke für die wunderbare Seite und auch genau für diesen Bericht… bei mir verlief es genau gleich und ich hab mich gerade heute morgen von unserem kleinen Zwerg verabschiedet. Da ich haber schon hier einiges lesen durfte war ich vorbereitet und konnte das Kleine gut gehen lassen…

  21. Gina

    Liebe Olivia
    Deine Seite hat mir sehr geholfen in der schwierigen Zeit während und nach meiner Fehlgeburt.
    So wusste ich was auf mich zukommt und ich fand hier Antworten auf viele offene Fragen. Ich hatte das Glück mit schon 39 (mein Mann noch einiges älter als ich) nach nur 4 wöchigem Anlauf schwanger zu werden, wir waren überwältigt vor Glück und unendlich traurig als dann die Blutung begann und der Abort in der 6 ssw einsetzte. Alles ging ohne Ausschabung, nur der HCG Wert sank extrem langsam. Wir versuchen es nun langsam wieder und wenn es sein soll freuen wir uns sehr und wenn nicht, möchten wir nicht daran verzweifeln sondern versuchen dies so zu akzeptieren und dankbar zu sein für unsere Liebe die wir haben.
    Seit der Fehlgeburt (Mai) leide ich nun seit 2 Monaten an starkem Haarausfall. Kannst Du mir einen Rat geben, kann ich etwas dagegen tun? Tee,Kräuter Haarpflege?
    Ich danke Dir für diese sehr wertvolle Website, so feinfühlig und sensibel gestaltet-danke für Dein Engagement
    Herzliche Grüsse
    Gina

    1. Olivia

      Liebe Gina
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich würde dir z.B. das Aufbaumittel von Stadelmann empfehlen.
      Alles Gute und Liebe für dich
      Olivia

  22. Anita

    Hallo – ich hatte letzten MO bei 11+2 erfahren dass sich mein Krümelchen in der 9. ssw (ca 8+5 oder so) nicht mehr weiter entwickelt hatte… ich war am Boden zerstört obwohl ich es schon geahnt hatte dass etwas nicht stimmt – zwei Wochen davor war ich sogar noch im KH (musste ungefähr zu der Zeit gewesen sein wo das Herzchen aufgehört hatte) und das Herzchen schlug und es war auch der Woche entsprechend entwickelt.

    Ich bekam dann nach dieser grauenhaften Botschaft 3 Tabletten um die natürliche Fehlgeburt einzuleiten – am nächsten Abend ging es dann auch los und ich bin so froh dass ich während ich versuchte mich abzulenken diese Seite hier gefunden habe .. es war so schrecklich – der Blutverlust war so groß und ich hatte Glück dass ich es noch rechtzeitig auf die Couch geschafft habe sonst wäre ich wohl da gelegen 🙁

    Jetzt is es fast eine Woche her und mir lässt dieses Bild von meinem Krümelchen keine Ruhe – natürlich wird man das nicht so schnell vergessen aber laut Tabellen sollte es in der 9. ssw ja nicht größer als 2-3cm sein? Ich hab es allerdings gespürt und dann gesehen und es war deutlich größer als 2cm – es kam komplett mit kleiner Plazenta und Fruchthöhle … kann es sein dass sich die vermessen haben?

    Ich versuche ständig herauszufinden was in diesen Tagen passierte wo es aufgehört hat zu leben und ob ich etwas falsch gemacht habe… 🙁

    1. Olivia

      Liebe Anita,
      es tut mir leid für dich, dass auch du eine Fehlgeburt erleben musstest. Eines ist jedoch sicher: du hast sicher nichts falsch gemacht!
      Wegen der Größe deines Krümelchens ist natürlich das richtig, was du selbst gesehen hast, da lag die Messung dann wohl etwas daneben.
      Alles Liebe und Gute für dich
      Olivia

  23. Bibi

    Liebe Olivia, deine Seite hat mich in den letzten Wochen sehr oft begleitet. Ich hatte am 29.5. eine Fehlgeburt in der Fruhschwangerschaft. Seither hatte ich keine Menstruationsblutung mehr und habe nun Sorge, dass ich auch keine Menstruation mehr bekomme?! Ich bin 38 Jahre alt und mein Partner wünscht sich sehr ein gemeinsames Kind! Ich fühle mich so hilflos…
    Liebe Grüße
    Bibi

  24. Patricia

    Liebe Olivia und Sternenmamis!

    Normalerweise bin ich keine Forum-Schreiberin. Aber ich finde deine Seite so gut und hilfreich, dass auch ich meine Geschichte teilen möchte, um wiederum anderen helfen zu können.

    Ich hatte im November 2012 bei meiner ersten Schwangerschaft in der 12. SSW eine Fehlgeburt. Für uns brach eine Welt zusammen, wir haben uns riesig auf das Baby gefreut. Wir haben in der 12. SSW auch nicht mehr damit gerechnet, dass irgendetwas schief gehen könnte. Vor allem, weil in der 10. SSW beim Ultraschall ALLES in Ordnung war. Es begann bei mir mit leichten Blutungen und ich fuhr sofort ins KH. Dort wurde mir mitgeteilt, dass das Herzchen nicht mehr schlägt. Ich wurde sofort auf ein Zimmer verlegt und bekam Tabletten, damit das Baby weggeht. Es ging alles viel zu schnell für mich. Als mein Mann ins KH kam, hatte ich schon extreme Schmerzen. Ich reagierte so heftig auf die Tabletten, dass wir nicht mehr kommunizieren konnten. Mein Kreislauf brach völlig zusammen, mein ganzer Körper verkrampfte sich und ich hatte wahnsinnige Schmerzen. Nach ein paar Stunden ging dann das Baby weg. Trotzdem war am nächsten Tag noch eine Kürettage notwendig, da nicht das ganze Material heraußen war. Ich fühlte mich schrecklich. Es ging einfach alles viel zu schnell und ich konnte das Ganze nicht verarbeiten. Ein paar Tage später bekam ich dann noch eine Eierstockzyste, da mein Körper hormonell völlig verwirrt war. Erst ein paar Monate später fühlte ich mich wieder in der Lage, schwanger zu werden – es hat Gott sei Dank gleich geklappt – jedoch war ich total hysterisch in den ersten 12. Wochen, zumal ich 2x leichte Blutungen hatte – ABER – es ging dieses Mal alles gut und im Februar 2014 kam unsere süße Maus auf die Welt 🙂

    Als wir dann im Herbst 2015 an ein Geschwisterchen dachten, wurde ich sofort wieder schwanger (das ist Gott sei Dank bei uns nicht das Problem). In der 9. SSW bekam ich wieder leichte Blutungen. Ich dachte, dass mir eine Fehlgeburt kein zweites Mal passieren wird, da ja bei unserem Mäderl alles so gut geklappt hat. Jedoch war dem nicht so. Der Arzt stellte fest, dass sich der Embryo nicht weiterentwickelt hat und kein Herzschlag vorhanden ist. Das Baby dürfte bereits ca. 2 Wochen tot gewesen sein. Ich war am Ende – warum musste mir das noch einmal passieren? Mein Frauenarzt wollte mir schon eine Überweisung ins KH geben – ich bat ihn jedoch darum, dies nicht tun. Ich wollte nicht dieselbe Tortur wie beim ersten Mal durchmachen. Er erklärte sich einverstanden und schlug mir vor, eine Woche später wieder in seine Ordination zu kommen.
    Zuhause versuchte ich erstmal mit dem Gedanken klar zu kommen und dann setzte ich alles daran, dieses Mal alles natürlich verlaufen zu lassen. Ich informierte mich bei Hebammen usw. und schließlich stieß ich auch auf deine wunderbare Seite mit allen Tipps von dir und Berichten von anderen Frauen. Es hat mir so geholfen, nun zu wissen, wie eine natürliche Fehlgeburt ungefähr verläuft und auch wie andere dies erlebt haben. Ich habe damals Wehentee getrunken und eine Hirtentäscheltinktur eingenommen. Ich wusste auch, dass mein Körper Zeit braucht, bis der Abstoßprozess einsetzen wird. Ich hatte bereits ganz leichte Blutungen. Ca. 4 Tage nach dem Arzttermin setzten Gebärmutterkrämpfe ein – etwas stärker wie Regelschmerzen – bzw. vergleichbar mit leichten Wehen. Die Blutungen wurden immer stärker. Ca. 2-3 Stunden hatte ich sehr starke Blutungen – ich habe diese Zeit hauptsächlich am WC verbracht. Es waren auch kleinere und mittelgroße Klumpen dabei. Danach gingen die Blutungen in stärkere Regelblutungen über und nach ca. 4 Tagen waren es nur mehr normale Blutungen. Nach ca. 10 Tagen war es vorbei. Beim Arzttermin stellte dieser fest, dass alles von selbst weggegangen ist! Ich war soooo erleichtert, dass ich es dieses Mal so geschafft habe. Ich konnte mich richtig vom Baby verabschieden und habe mich sehr viel mit meinem Körper und dem Vorgang an sich beschäftigt. Beim ersten Mal hatte ich gar nicht die Möglichkeit dazu.
    Und das Beste dieser Geschichte ist – 5 Wochen nach der Fehlgeburt wurde ich bereits wieder schwanger!!!! Wir konnten es überhaupt nicht glauben. Ich war natürlich wieder total hysterisch und voller Panik in den ersten 12. Wochen – ich hatte auch wieder ganz leichte Blutungen – ABER es ging alles gut und jetzt bin ich bereits in der 21. SSW!! Ohne die natürliche Fehlgeburt hätte mein Körper sicherlich nicht so schnell wieder schwanger werden können.

    Ich möchte dir Olivia nochmals recht herzlich für deine wunderbare Seite danken und allen Sternenmamis Mut zusprechen! TOITOITOI!!!

    LG, Patricia
    Österreich

  25. Dani

    Hallo liebe Olivia, es ist schön hier zu lesen das man nicht allein ist. Als ich am 06.04. einen Test machte konnte ich es nicht glauben, schwanger….so schnell trotz Schilddrüsenproblemen. Wir waren überglücklich. Das ist meine erste Asse. Doch bereits beim ersten Termin konnte die FÄ nur die fruchthöhle sehen und sonst nichts. Sie machte mir schon ein bisschen Bammel, dann aber beim zweiten Termin am 04.05. konnte sie bereits einen Dottersack erkennen und das die fruchthöhle gewachsen sei. Sie schickte mich aber wieder mit einem Fragezeichen nach Hause. Da braucht man viel Geduld hat sie gemeint! Paar Tage später hatte ich auf einmal schmierblutungen, die eher bräunlich waren. Zur Sicherheit fuhren wir ins Krankenhaus, hier wurde die Ursache nicht direkt festgestellt, ich soll in 4 Tagen zu meiner FÄ gehen zur Kontrolle und wenn frisches Blut kommt sofort nochmal kommen! Gestern war ich dann, mit immer noch Blutungen, bei der FÄ, diese konnte leider wieder keinen Herzschlag sehen und meinte es hat sich nicht weiterentwickelt (für die 8. woche zu klein)
    Aber sie möchte mich gerne in einer woche nochmal sehen und dann entscheiden wir wies weitergeht. Doch heute Nacht hat mein Körper das selbst entschieden und einen Abort eingeleitet …. Hatte die ganze Nacht starke Schmerzen und hab sehr viel Blut verloren. Im Krankenhaus sagten sie mir ich hätte das schlimmste der Blutungen schon hinter mir da keine fruchthöhle oder ähnliches beim Ultraschall mehr zu sehen war.
    Ich soll mich jetz in Ruhe zuhause ausruhen und alles verarbeiten. Ehrlich gesagt bin ich froh das ich keine Eingriff brauche aber trotzdem unendlich traurig 🙁
    Jetzt meine Frage, wie kann man eine Fehlgeburt am besten verarbeiten??? Habt ihr Tipps? Wie habt ihr es gemacht?? Wie lange sollte man jetz warten mit einem neuen Versuch??
    Danke schon mal….vlg Dani

  26. Anne

    Hallo Olivia,

    ich fürchte ich wünsche mir einfach nur eine weitere Meinung und hoffe sie von dir zu erhalten.

    Ich hatte eine verhaltene Fehlgeburt in der 11 SSW. Ich wollte warten.
    Meine normale Fachärztin meinte auf meine Nachfrage- sie würde es nicht tun aber lediglich aus emotionaler Sicht- sie meinte sonst gäbe es keinerlei Bedenken.
    Ich habe 4 Wochen gewartet- mir ging es gut dabei. Dann kam eine leichte Blutung- am fünften Tag eine starke Blutung ohne Schmerzen- viel Gewebe und der Fötus sind abgegangen. Mir ging es gut bis auf ein wenig Schwindel. Danach war die Blutung wesentlich schwächer. Ich dachte man würde erst wenn die Blutung aufhört überhaupt zur Kontrolle gehen.
    Ab hier hatte ich keinen Kontakt mehr zu meiner Gynäkologin sondern die Zweitärztin in ihrer Praxis hat mich übernommen. Sie hat große Angst vor einer Entzündung und ich habe das Gefühl ich gehe ihr mit allem auf die Nerven.
    Sie wollte sofort eine Kontrolle. Es war noch nicht alles abgegangen. Ich wurde ins Krankenhaus überwiesen und sollte sofort dorthin gehen.
    Der Arzt dort hat mich sehr genau untersucht, ‚das Gewebe mobilisiert‘ (wie er sagte) und mir angeboten mit 2* 4Cytotec noch einen Versuch zu starten.
    Danach sollte ich wieder zur Kontrolle- allerdings wenn irgend möglich wieder zu meiner Gynäkologin.
    Ich habe noch Gewebe und Blut verloren durch die Tabletten- allerdings war die Wirkung wesentlich geringer als ich mir vorgestellt hatte.
    Ich bin nach 3 Tagen wieder zu meiner Gynäkologin- leider war erneut die Zweitärztin da.
    Sie sagte mir nach der Untersuchung es hätte sich nichts getan. Es sähe nur etwas blutiger aus als zuvor. Sie hat erneut die Entzündungswerte kontrollieren lassen- Ergebnisse bekomme ich erst heute.
    Kann es sein, dass sich wirklich nichts getan hat? Hat doch der Arzt im Krankenhaus viel rausgeholt und auch durch die Tabletten ist noch einiges herausgekommen.

    Ich habe von dem Krankenhausarzt allerdings eine Information bekommen von der ich noch nirgendwo gelesen habe und die auch die drei anderen Ärzte mit denen ich mittlerweile zu tun hatte nichts erwähnt haben- oder nichts dazu sagen konnten: er sagte, dass ich die Tabletten besser schon nach ca. 2 Wochen hätte nehmen sollen da sich das Gewebe sonst verfestigt und es sich schwerer löst und selbst bei einer Kürettage Probleme bereiten kann.

    Weißt du etwas davon?
    Das wäre dann durchaus ein wichtiger Grund nicht so lange zu warten- bzw. jetzt nicht weiter zu warten.
    Auf der anderen Seite habe ich von Frauen gelesen, dass sie die Kontrolle erst viel später hatten oder nach Resten nach einer Ausschabung noch 2 Monatsblutungen abwarten durften ob es von alleine abgeht.

    Emotional und körperlich hätten mir 2-3 Wochen warten durchaus gereicht wobei das glaube ich auch viel mit dem Hormonabfall zu tun hat. Aber ich möchte irgendwie doch um eine Ausschabung herum kommen da ich schon länger Probleme mit der Vaginalflora und Schmerzen habe der Ursprung nicht geklärt werden konnte und Eingriffe dort gerne meiden würde.

    Aber die ganze Situation ist immens belastend- nicht wegen der Geburt und dem Warten- sonder wegen den ganzen Arztbesuchen- dem langen Warten im Wartezimmer- der Kritik, das Gefühl unerwünscht und nervig zu sein, dass man andauernd etwas falsch macht, das Hin- und Her-geschickt werden, die vielen Ärzte die alle eine andere Meinung haben und man weiß nie was richtig ist.

    Zudem noch ein Punkt der mir auch sehr am Herzen liegt und definitiv noch erwähnt werden sollte: die Suche nach jmd. der den Fötus in eine Bestattung mit aufnimmt, wenn man zu Hause geboren hat.
    Ich musste drei Tage lang die Krankenhäuser durchtelefonieren- während ich mich einfach nur ausruhen wollte und noch zum Arzt musste. – bis ich endlich eine Antwort bekam und ich habe alles gehört: ein Arzt meinte sogar- es würde weltweit erst ab 18. SSW bestattet. Eine Seelsorgerin würde mir den Fötus abnehmen aber auch da gibt es Schwierigkeiten- ich hoffe die lassen sich lösen. Es könnte einem aber auch gerne etwas leichter gemacht werden.

    Ich bin an einem Punkt wo ich nicht mehr weiß welche Entscheidung ich treffen soll.
    Vielleicht hast du ja noch eine Rat- der Rest war auch ein bisschen Ausweinen und Hinweise geben, für alle die in einer ähnlichen Situation kommen.

    Liebe Grüße und vielen Dank für deine Arbeit

  27. Rami

    Liebe Olivia,

    Du hattest bisher zwar noch nicht antworten können/ geantwortet, doch ich wollte ein kleines update und damit Entwarnung geben. Vielleicht hilft der Abschluss meines Verlaufsberichts ja auch anderen Frauen.

    Am 8. Tag nach Einsetzen der ersten Blutung (durch cytotec) kam erst die Plazenta. Deshalb hatte ich am 5-8 Tag auch weiterhin für 2-3 Stunden wehenartige Schmerzen und großen Blutverlust. Ab dem Augenblick wo die Plazenta draußen war ließen sofort Schmerzen und die strömende Blutung nach.

    Mein Tipp an andere Frauen in dieser Situation: Unbedingt zu Hause bleiben und sich Ruhe geben! Ich bin zwischendurch wieder zwei Tage arbeiten gegangen und habe die Krämpfe und Blutungen (Tag 6-8) erst abends nach der Arbeit zu Hause bekommen. Der Körper verlangt für den Prozess wohl Ruhe und Kraft. Wahrscheinlich wäre die FG schon früher abgeschlossen, hätte ich mich mehr auf die Situation eingelassen.

    Die besten Wünsche
    Rami

  28. Rami

    Liebe Olivia,

    ich schließe mich den vielen Frauen vor mir an und bedanke mich zu aller erst recht herzlich bei Dir, dass Du Dein Wissen teilst. Es hat mir bisher sehr geholfen!! Da ich leider trotz vieler Anfragen (ohne auch nur eine Rückmeldung!) auch in der Großstadt keine Hebamme gefunden habe, die mich bei der Fehlgeburt begleitet, habe ich nun doch eine Frage und bin unsicher.

    Kurz zum Verlauf: Verhaltene Fehlgeburt in der 10 SSW festgestellt. Wachstum muss jedoch schon früh, ca 5-7 SSW, aufgehört haben. Kein Herzton. Ich habe dann drei Wochen gewartet: Nur Ziehen im Unterleib und Nachlassen Brustspannen, aber es ist nichts sichtbar in Gang gekommen. Da die Gyn in US (12+5 SSW) schon gesehen hatte, dass sich die Fruchthöhle von der GM gelöst hat, habe ich mich dann doch auf eine Einleitung mit Cytotec eingelassen. (Meine Sorge war auch, weit über die 13 SSW zu kommen und dann doch eine AS machen zu müssen.) Die Einleitung der FG durch Cytotec (am Dienstag Morgen) hat nur eine Stunde gedauert. Bis zur Nacht kamen viele sehr große Gewebestücken unter starken Blutungen heraus. Die Schmerzen wurden danach sehr viel erträglicher (wie starke Regelschmerzen). Die Blutung war auch für zwei Tage regelstark. Die Gyn (am Donnerstag, 2 Tage nach FG) hat mit US geprüft: Fruchthöhle wäre draussen und es würde noch ca 5-7 Tage regelstark bluten, war die Aussage. Ich soll eine Woche später nochmal zur Kontrolle.

    Nun habe ich jedoch heute (Sonntag, 5 Tage nach FG) wieder stärkere Blutung, leichte Krämpfe und kleinerem Gewebeabgang. Ist das normal? Ich trinke Nestreinigungstee. Ist der vielleicht schädlich oder vielmehr verstärkt er die Blutung und Abtransport von Gewebe? Ist es normal, dass der Prozess der Gewebeabstoßung „pausiert“ und wieder losgeht? Oder ist es eher ein Anzeichen, dass der Körper es nicht schafft und ich doch zur AS muss?

    Ich danke Dir vielmals!
    Rami

  29. Ruth

    Liebe Olivia,
    Vielen Dank für diese wertvollen Informationen! Mir haben sie wirklich geholfen!
    Alles Liebe Ruth

  30. Diana

    Hallo Olivia,
    ich mache mir Sorgen, da ich gerade in der 5 Woche meiner ersten SS auf die Fehlgeburt warte. Der HCG-Wert ist von 350 auf 210 gefallen. Morgen gehe ich zum FA um noch ein Mal HCG zu messen. Ich weiß schon aber, dass es vorbei ist.. Es fühlt sich einfach so an. Ich habe keine Symptome einer SS mehr.. Ich habe auch einen leichten Schüttelfrost ab und zu. Ist das gefährlich? Ich habe auch erhöhtes Fieber von 37. Ich habe keine weiteren Anzeichen einer FG.
    Die Trauer und die Sorge um den eigenen Körper, schließlich möchte ich bald wieder mit Kinder kriegen versuchen, macht mich wahnsinnig. Ich möchte einfach, dass ich schnell und gesund aus der Sache rauskomme. Da es mir körperlich gut geht, außer etwas Schüttelfrost, gehe ich arbeiten und ich habe natürlich Angst, dass es auf der Arbeit mit der starken Blutung anfängt. Wie lange muss ich den darauf warten?

  31. Sonja

    Liebe Olivia,
    deine Seite hat mich in den vergangenen Wochen oft begleitet und nun möchte auch ich meine Erfahrung mit der natürlichen Geburt mit euch teilen.

    Ich war in der 8 Woche als festgestellt wurde, dass das Herz unseres Babys nicht mehr schlägt. Meine FÄ hat mir die drei Möglichkeiten genannt – Warten, bis es von selbst geht, Tabletten die den Abgang forcieren oder Ausschabung.

    Für mich war gleich klar dass ich warten will und meinem Körper die Zeit geben will, es selbst zu regeln.

    Es folgten fast vier Wochen des Wartens und oft war es schwer auszuhalten.
    Vergangenen Dienstag setzten erste Blutungen ein und am Mittwoch Abend erste Krämpfe. Am Donnerstag Nachmittag, nach zwei Stunden sehr heftigen Krämpfen, kam unser Kind schließlich zur Welt – als „Ganzes“, eingehüllt in der Fruchtblase und angedockt an der Plazenta.
    Für mich ein Wunder….

    Gestern haben wir Florentina in unserem Familiengrab beigesetzt.

    Obgleich es eine sehr schmerzvolle Erfahrung war, auf allen Ebenen, bin ich dankbar und froh, dass es auf diesem Weg hat geschehen dürfen.

    Danke, für die wertvollen und wertschätzenden Informationen und Erfahrungsberichte auf dieser Seite.

  32. sarah elstner

    Hallo, ich komme gerade von meinem gyn denn ich habe die für heute angesetzte AS abgesagt! Ich wäre heute 14+1 und habe MA vermutlich bei 8+2 gehabt! Mir geht es bis auf etwas schnupfen körperlich gut! Ss Symptome habe ich keine mehr allerdings auch noch nicht Einen tropfen Blut verloren oder Krämpfe! Meine Hebamme hat gestern Blut abgenommen und wir waren bereit zu warten! Meine Ärztin hat mir jetzt aber wieder angst gemacht weil die Abgrenzung von Gebärmutter und schleimhaut nicht erkennbar ist….sie riet mir wieder einen Termin zu vereinbaren immerhin warte ich schon länger als üblich ohne Anzeichen! Ich möchte meinem Körper gerne die Möglichkeit geben es allein zu schaffen aber bisher zeigen globoli und Fußbäder keine Wirkung…. kann ich wirklich noch ohne Risiko warten solange wie es mir gut geht?

    1. Azra

      Hallo, wie ging es bei dir weiter? Ich bin genau in der gleichen Zeit. Lg

  33. Nicole

    Liebe Olivia,

    vielen Dank für die tolle Seite, sie hat mir bei der Diagnose missed abort im Dezember sehr geholfen.

    Nach einem natürlichen Abgang hatte ich ca 10 Tage SB u im Ultraschall wurde ein Blutrest festgestellt. Nun war ich wieder beim Arzt wg Zwischenblutungen u er hat festgestellt, dass der Rest noch da ist u meint, es müsste doch noch eine Ausschabung gemacht werden. Das möchte ich aber eigentlich nicht. Kann ich darauf hoffen, dass mein Körper den Rest noch schafft ( hatte auch schon 2x meine Regelblutung) und ist mit dem Rest überhaupt eine erneute Schwangerschaft (Einnistung) möglich?

    Vielen Dank für deinen Rat

    Liebe Grüße
    Nicole

  34. Nancy

    Hallo Olivia,
    auch ich mußte gestern Abschied nehmen von meinem kleinen Pünktchen… Ich war in der 8. Ssw und wir sind nochmal für eine Woche in den Urlaub geflogen, nachdem ich bei der FÄ war und ich bei dem Ultraschall das Kleine gesehen hatte, und auch schon wie das Herz schlug.
    Nach ein paar Tagen bemerkte ich, wie ich zweimal einen Geleeartigen Klumpen im Slip hatte, und war besorgt, weil ich nicht wußte, was das sein könnte. Ich vermutete das es der Schleimpfropfen war, der den Muttermund verschließt. Laut Internet sollte das ein Anzeichen einer bevorstehenden Fehlgeburt sein, jedoch sollte danach die Blutung einsetzen stand da. Ich blutete aber zu dem Zeitpunkt noch nicht.
    Am nächsten Tag fing es dann an…
    Erst schwach und dann periodenstark, mit Krämpfen und Ziehen. Wir waren im Ausland und die medizinische Versorgung in diesem Land ist fraglich. Deshalb wartete ich die Abreise ab, bis zu dem Tag blutete ich schon 3 Tage ziemlich stark.
    Bin dann direkt vom Flughafen in die Notaufnahme des Krankenhauses gefahren. Dort saß ich 3 einhalb Stunden bis ich zur Ärztin kam. Sie war sehr nett und einfühlsam. Während der Untersuchung holte sie mein Kleines direkt aus mir heraus, ich brauchte nur kurz Husten und da war es…
    Natürlich hatte ich bis zum Schluß gehofft das alles noch in Ordnung ist, aber irgendwie hatte ich mich schon längst mit dem Gedanken getragen, das es kein gutes Ende nehmen wird.
    Die Ärztin untersuchte meine Gebärmutter, und es war schon ziemlich alles herausgekommen. So muß ich keine AS über mich ergehen lassen.
    Trotzdem bin ich sehr traurig, es waren 4 schöne Wochen mit der Aussicht auf ein kleines Glück. Wir hatten fast ein Jahr versucht schwanger zu werden. Mein einziger Trost ist meine große Tochter, die ich seitdem wie ein wirkliches Wunder betrachte. Ich hätte nie gedacht, das ich mal in so einer Situation sein würde. Alle die wir schon eingeweiht hatten, werden nun eine traurige Nachricht erhalten. Obwohl das Kleine ja noch so klein war, war es trotzdem schon da und immer präsent.
    Die Ärztin hat mir das Kleine mitgegeben…
    Wir werden ihm einen schönen Platz geben, damit es nie vergessen wird.
    Viele Grüße

  35. Sternchen

    Liebe Olivia,

    danke für diese schöne Seite und deine sanften Worte. Ich hatte am Sonntag letzte Woche meine kleine Geburt. Am Samstag hatte ich tagsüber leichte Blutungen, als die nicht nachließen, ahnte ich es irgendwie schon. Gegen elf gingen wir schlafen. Ab 2 Uhr begannen die Wehen, anfangs leicht, dann immer heftiger, bis ich vor Schmerzen weinen musste und mich vier Stunden schlimme Krämpfe schüttelten. Gegen 6 ebbten diese ab und ich ging schlafen. Um 8 Uhr blutete ich das kleine Etwas (ca. 8. SSW) aus. Ich begrub es im Garten und war froh, alles überstanden zu haben. Am Montag war ich im Krankenhaus, wo mir nachträglich die Cürretage empfohlen wurde, weil noch bis 13 mm starke Gewebereste in der Gebärmutter verblieben waren. Dies lehnte ich ab. Da ich Rhesus negativ bin, ließ ich mir nur eine Spritze geben. Am Freitag, gestern, sollte ich zum FA zur Nachkontrolle. Leider sind noch immer bis 9mm starke Gewebereste vorhanden. Der HCG wurde genommen, ein Ergebnis habe ich noch nicht. Besteht die Hoffnung, dass das verbliebene Gewebe seinen Weg nach draußen allein findet? Leider blute ich seit 2 Stunden gar nicht mehr. Was kann ich tun? Eine Auschabung will ich unbedingt verhindern.

    Liebe Grüße

  36. Anika

    Hallo,
    am 1.1.16 gingen mein Freund und ich ins KH wegen leichten schmierblutungen. Zuvor war ich 2 Wochen so krank wie noch nie in meinem Leben. Ich war so schlapp und lahm, ich konnte mich kaum an den Esstisch setzen. Währenddessen habe ich nichtmal gemerkt dass sämtliche SS Symptome verschwunden waren. Keine empfindlichen geschwollenen Brüste mehr, keine Übelkeit, kein frieren… Aber ich war ja auch schon 12. Woche-da wird ja bekanntermaßen aller besser. Von wegen.
    Die sehr liebevolle FÄ im KH konnte leider keine ‚Pulsation‘ mehr feststellen. Das war unser erster US und unser kleiner Krümel lag da so leblos. (Wir hatten uns entscheiden vorher noch keinen zu machen, da ja alles wunderbar war.)
    Vom 2. auf 3.1.16 gingen die heftigen Krämpfe los. Sie waren fast unerträglich und es gingen 11 recht große glitschige blutklumpen ab. Am 3.1.16 mussten wir sowieso nochmal zur nachkontrolle da die Ärztin am 1.1.
    Alleine war. Sie hat mir für den 3.1. gleich eine AS empfohlen. Habe allerdings keine machen lassen. Die Blutungen danach waren schwach und hörten nach einer guten Woche fast ganz auf. US nachkontrolle: schlechte Nachrichten! Wir müssen doch ausschaben-so die FÄ. Weil ein blutklumpen alles am abfließen behindert. Meine Hebamme gab mir vor 1woche 2 Tabletten cytotec weil ich auf keinen Fall eine AS wollte. Hat auch sehr gut gewirkt und nach 8 h haben Blutungen eingesetzt.
    Seither blute ich von Tag zu Tag mehr und seit gestern plagen mich starke
    Kopf- und Bauchschmerzen. Frieren, totale Kraftlosigkeit, konzentrationsprobleme… Schätze mal ein Eisenmangel.
    Ich hab jetzt ein bisschen Schiss dass ich doch besser eine AS hätte machen lassen sollen. Das ganze geht jetzt schon 4 Wochen. Ist das noch im Rahmen? Kann ich noch abwarten? Gibt es Risiken? Kannst du einen Tee empfehlen?
    Vielen Dank für diese wunderbare Seite. Sie gibt mir wieder Kraft nach dieser schmerzhaften Erfahrung.
    Liebe Grüße Anika

  37. Olivia

    Liebe Olivia,
    Ich bin in der 12.ssw und bisher hatte sich alles ganz normal und gut entwickelt. Heute morgen dann der Schock..ich stand im Supermarkt an der Kasse als mir plötzlich eine Sturzblutung einsetzte. Ich bin sofort zu meiner Ärztin, die mir nicht viel Hoffnung machte, all sie all das Blut sah..jedoch auf dem Ultraschall sah dasKKleine noch gesund aus..das Herzchen schlägt und es sind Bewegungen da. Die Arztin schickte mich heim..Bettruhe..es wäre eine 50% ige Chance. Ich bin sehr verzweifelt.

  38. Nary

    Liebe Olivia, ich kann mich nur den anderen Sternenmamis anschließen und deine Arbeit loben.
    Auch ich musste Ende September 2015 meine erste Erfahrung mit einer Fehlgeburt machen.
    Da es die erste Schwangerschaft war, war auch die Freude bei mir und meinem Mann riesig. Wir konnten diese Nachricht auch nicht lange für und behalten, so wussten recht schnell enge Freunde und Familie von der Schwangerschaft. Aber schon zwei Wochen nach dem Test traten die ersten Schmierblutungen auf. Natürlich war ich besorgt und hab sofort meine FÄ aufgesucht. Nach einem kurzen US war alles wieder gut. Die Schmierblutungen nahmen nicht ab, ich hatte auch keinerlei SWsymptome, außer einen aufgeblähten Bauch. Obwohl in der 8. Wiche festgestellt wurde, dass das Embryo zu klein ist, wurde mir versichert dass alles gut ist und Schmierblutungen normal sind.Ich habe sie trotzdem gebeten meinen HCG wert zu kontrollieren, fand sie aber nicht als relevant. Naja, zwei Wochen später war ich dann im Krankenhaus weil ich starke Blutungen hatte. Als mir gesagt wurde dass ich das Baby verloren habe, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Ich war gar nicht darauf vorbereitet, ich habe alles bis zum Schluss noch für normal gehalten. Ich habe es mittlerweile verarbeitet, aber ich bin einfach nur wütend über den Verlauf.

  39. Sternenmama

    Ich habe gestern eine Fehlgeburt erlitten, am Anfang der 14.SSW.
    Zuletzt hatte ich unheimlich starke Krämpfe.
    Im Nachhinein bin ich froh, dass ich es zuhause durchleben konnte und nicht vorher schon ins Krankenhaus gefahren bin. Auch hatte ich zuvor manchmal so ein diffuses Gefühl, dass das Kleine schon eine Weile nicht mehr wirklich da war.

    Nun hoffe ich, dass ich um eine Ausschabung herum komme, da alles von allein heraus kommt.

    Der seelische Schmerz ist unbeschreiblich, das hätte ich mir nicht vorstellen können. Auch das Fragen, ob man etwas hätte anders tun können…

    Umso mehr hilft eine Seite wie diese, die zeigt, dass ich mit dieser Erfahrung alles andere als allein bin. Danke.

    1. Dori

      Ciao Olivia ,
      Ich hatte heute eine Fehlgeburt .Bis dato wußte ich nicht mal das ich schwanger bin ,aber ich hätte es wohl besser wissen müssen.Ich hatte im Januar meine Periode nicht,als aber gestern eine Blutung einsetzte,vorgestern schon leicht anfing ,bin ich davon ausgegangen,das aus irgentwelchen Gründen meine Periode verschoben hatte.Glaube eine Schwangerschaft habe ich psychisch weggeschoben,da ich wusste das mein Mann es nicht haben wöllte und mich schon mal zur Abtreibung gezwungen hat. Diese habe ich bis heute nicht überwunden und wußte ich das ich im Falle einer Schwangerschaft nicht nochmal abtreiben würde.
      Ja und was ich heute erlebt habe,grieg ich nicht verarbeite.Ich bekam starke Unterleibschmerzen und extrem starke Blutungen,es Schwall aus mir heraus,ich war völlig geschockt.Als dann riesige Stücke raus kamen war mir klar das dies keine Menstruationsblutung war.Durch Deine Beschreibung der verschiedenen Fehlgeburtsformen /Abschnitte bekam ich zusätzlich meine Bestätigung . Ich denke ich war in der 6-12 Woche . Da ich mich in die Wanne setzte,weil es garnicht anders möglich war u.ich Wasser immer mal über mich laufen lassen musste, war das was da alles aus mir raus kam u.was ich gesehen habe ganz klar zu erkennen . Ich seh es immer zu in meinem Kopf vor mir,war ganz alleine mehrere Stunden im Bad ,hab niemanden mit dem ich darüber reden kann.Mein Mann hat zwar mitbekommen das ich Probleme mit meiner Blutung habe o.das ich stark blute,er hat auch nach gefragt,aber ich grieg es nicht hin es ihm zu sagen , mit ihm darüber zu reden.Da er froh sein wird,das dies passiert ist ,so zu sagen sich das Problem von alleine gelöst hat ,schaff ich es nicht noch seine evtl. unpassenden Kommentare auszuhalten. Ich fühl mich sehr alleine u.traumatisiert. Ich weiß nicht wie ich das jetzt verkraften ,verarbeiten soll. Wenigstens habe ich zum Glück Deine Seite gefunden und Danke das ich hier eine Möglichkeit habe darüber zu reden.

  40. Alexanra

    Hallo Liebe Olivia,
    Ich hatte vor 4 Wochen einen natürlichen Abgang in der 5 Woche.
    Ich habe 3 Wochen lang durchaus Blutungen gehabt und die letzte Woche nur leichte Schmierblutungen.
    Heute habe ich wieder sehr starke Blutungen begleitet mit Unterleib ziehen. Ich vermute das es meine Peride ist bin mir abr nicht sicher da auch leichte Gewebstückchen dabei sind. Will nähmlich bald wieder Schwanger werden.
    Ich hoffe es klappt diesmal.
    Freue mich auf die Antwort
    Liebe Grüsse Alexandra

    1. Olivia

      Liebe Alexandra, das kann ich dir leider anhand der vorliegenden Informationen auch nicht sagen, um was für eine Blutung es sich handelt. Du kannst einen SWS- Test machen um zu sehen, ob das HCG abgesunken ist (geht natürlich nur, wenn eine erneute SWS ausgeschlossen ist)-wenn er negativ ist, dann wäre es deine Periode.

  41. Minne

    Hallo Olivia,
    ich habe eine vielleicht etwas blöde Frage, schreibe sie aber trotzdem mal…
    Ich hatte vor einer Woche genau zu der Zeit, zu der ich eigentlich meine Regelblutung bekommen hätte, Anzeichen für eine beginnende Schwangerschaft (so leichte Blutspuren im Ausfluss, als würde sich ein Embryo einnisten und ich hatte das Gefühl, dass meine Hormone Karussel fahren mit Anfallen von Übelkeit und Hitzewellen…). Ich hab mich gefreut, weil wir es nun schon seit einigen Wochen probieren. Einige Tage später hab ich dann aber Blutungen bekommen, die stärker waren als meine normale Regelblutung, an den ersten beiden Tagen verbunden mit heftigen Bauchschmerzen. Sie halten jetzt noch immer an. Ich gehe also davon aus, dass, was auch immer vielleicht anfing sich zu entwickeln, nun vorbei ist. Nun meine blöde Frage: Kann es sein, dass ich die Blutung selbst ausgelöst habe, weil ich wegen einer Verstopfung stark pressen musste? Durch die Weihnachtsfeiertage ging mein Stuhlgang recht schwer und es fiel nun genau auf die Tage, in denen der Embryo versucht hat sich einzunisten. Ich weiss ja, dass das ziemlich sensible Tage sind, an denen man aufpassen muss. Meine Ärztin hat mir zum Beispuel geraten, in der Zeit lieber nicht laufen zu gehen, weil ich mich nicht so „durchrütteln“ soll, wenn der Embryo versucht sich einzunisten. Kann es also das starke Pressen gewesen sein? Ich will nur wissen, ob ich beim nächsten Mal mehr drauf aufpassen muss…
    Vielen Dank im Voraus für die Antwort.
    Liebe Grüsse.

    1. Olivia

      Hallo Minne, durch Verstopfung, Pressen oder gar durch Laufen kann bestimmt kein Embryo an seiner Einnistung gehindert werden.
      Es ist ein natürlicher Vorgang, dass in dieser frühesten Zeit nicht jedes befruchtete Ei in einer geglückten Schwangerschaft endet. Darauf haben wir weniger Einfluss, als uns manchmal lieb ist, selbst wenn wir uns gar nicht mehr bewegen würden.
      Liebe Grüße

  42. Michaela

    Wirklich eine sehr tolle Seite.
    Ich durchlebe gerade meine 7. Fehlgeburt. Die ersten 6 waren immer in der 5./6. SSW. Nachdem ein Klumpen abgegangen war nahm die Blutung ab.
    Nun wurde vor 4 Wochen ein Windei festgestellt. Wäre rechnerisch in der 12. SSW. Gestern morgen ist wenig Blut gekommen und ich habe mich innerlich von der Schwangerschaft verabschiedet. Vor fast 3 Stunden fing die kleine Geburt an. Es geht sehr viel Gewebe ab. Blutet periodenstark. Alle halbe Stunde geh ich nun auf Toilette…. Aber ich bin sehr froh das ich mich nicht auf die AS eingelassen habe.
    Liebe Grüße
    Michaela

  43. Maria

    Liebe Olivia,

    herzlichen Dank für die große Mühe, die hinter dieser Seite steht.
    Ich habe leider in der letzten Zeit Pech gehabt und meine erste Fehlgeburt Ende September erlebt. Es war ein ganz natürlicher Vorgang und nach 2 Tagen war alles ausgestanden. Ich habe mich danach gut gefühlt und nach kurzem Abwarten haben wir mit Zustimmung der Frauenärztin einen weiteren Versuch unternommen.
    Am 14.11. hatte ich dann auch gleich wieder einen positiven Test in der Hand. Jedoch wurde nach vielem Hin und Her auch bei dieser Schwangerschaft festgestellt, dass sie nicht intakt ist. Seit 24.11. hatte ich regelmäßig einmal am Tag eine regelstarke Blutung ohne Gewebe. Da die HCG-Werte trotzdem immer weiter gestiegen sind, wurde zunächst abgewartet. Ich muss sagen dass hin und her zwischen hoffen und bangen war unglaublich anstregend. Letzte Woche Montag wurde dann eine Kürretage vorgenommen. Ich war einfach nur noch erleichtert eine Antwort zu haben auf die ich mich jetzt langsam einstellen kann. Weil der Verdacht auf eine Blasenmole besteht, bin ich jetzt auch froh, dass die Möglichkeit besteht diese Schwangerschaft ordentlich zu untersuchen.
    Ich bin heute wieder zur Arbeit gegangen, fühle mich aber ganz schön müde und schlapp. Ich schlafe auch schlecht.
    Gibt es Möglichkeiten meinen Körper besser zu unterstützen? Vielleicht ein oder zwei Beckenboden, oder Rückbildungübungen? Und ein Tee der mir zu neuer Kraft verhelfen könnte? Ich habe bereits einen Sohn, der im nächsten Monat zwei Jahre wird und viel meiner Aufmerksamkeit benötigt.
    Schade, dass ich auf diese Seite erst nach dem ganzen Theater gestoßen bin. Herzliche Grüße,
    Maria

  44. Jasmin

    Liebe Olivia,
    hier bin ich auf der ersten liebevollen Seite, auf der ich mir vorstellen kann meine Geschichte mit anderen Sternenmamis zu teilen. Nicht das andere Seiten schlecht sind, aber bei dir fühlt man sich auf eine andere Art und Weise geborgen…
    Wir haben bereits einen tollen Sohn, er ist 16 Monate alt und sollte Ende Mai nächsten Jahres ein großer Bruder werden. Leider kam am vergangenen Mittwoch alles anders… Ich hatte gegen Abend minimale Blutungen und habe direkt meine Hebamme kontaktiert. Ich konnte auch direkt zu ihr kommen und sie hat versucht den Herzschlag abzuhören, leider ohne Erfolg. Sie hat mir daher geraten ins Krankenhaus zu fahren um dort per Ultraschall zu prüfen was mit unserem Kind ist. Bereits auf dem Weg zum Krankenhaus war mir klar das es keine guten Nachrichten sein werden, die uns im Krankenhaus erwarten. Dort angekommen mussten wir leider 2 1/2 Stunden warten, da im Kreißsaal so viel los war. In der Situation ist man natürlich von der Leistung des Personals nicht gerade begeistert, wir können aber nachvollziehen das Frauen die gerade ein Kind zur Welt bringen absolute Priorität haben!
    Während des Wartens wurden die Blutungen immer schlimmer und als dann auch noch richtige Blutklumpen hinzukamen, war jede Hoffnung dahin.
    Bei der Untersuchung sagte mir die sehr liebe Ärztin das sie leider keinen Herzschlag erkennen könne und wir daher operieren müssten. Zuerst ein Schock, aber da mein Kopf wusste das dies die einzig richtige Option ist annehmbar. Ich wurde dann auf die Operation vorbereitet und es sollte direkt zur Ausschabung gehen, da ich bereits viel Blut verloren hatte. Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Oberarzt hatten sie sich aber doch aufgrund der SSW 16 für eine Ausstoßung des Kindes entschieden. Ich hatte also eine stille Geburt vor mir, aber auch hier wusste ich das diese Entscheidung für meinen Körper besser war. Ich ging noch zwei Mal zur Toilette und sollte dann an den Wehentropf angeschlossen werden. Es ging in ein anderes Zimmer und mein Mann und ich konnten uns auf den Abschied vorbereiten.
    Ich hatte keine Schmerzen, bis irgendwann die Plazenta ausgestoßen wurde, leider fehlte unser Baby. Nach einer erneuten Stunde des Wartens und einem Ultraschall war klar, ich hatte mein Kind in der Toilette verloren. Bis heute weiß ich nicht wie ich mir diesem Gedanken umgehen soll…
    Es ging dann direkt in den OP um die Ausschabung vorzunehmen. Mittlerweile war es schon früher Morgen und ich konnte mich noch kurz auf der Station erholen, bevor der Krankenhausalltag wieder weiterging. Gegen Mittag haben mich dann meine zwei Männer wieder abgeholt und als ich meinen kleinen Schatz in die Arme schließen konnte, war ich unendlich dankbar!

    Wieder zu Hause kann ich der Trauer um unser verlorenes Kind endlich Raum geben, es wird aber sicher einige Zeit dauern bis man wieder im normalen Leben angekommen ist. Ich hatte bereits 2013 eine Eileiterschwangerschaft, bei der eine Not-OP durchgeführt werden musste. Damals wusste ich nichts von der Schwangerschaft und ich war froh noch am Leben zu sein, jetzt ist es eine andere Situation. Wir haben uns auf unser zweites Kind gefreut und müssen nun diesen Verlust verarbeiten.

    Ich weiß das ich mit der Trauer in einigen Zeit besser umgehen kann und auch einen erneuten Schwangerschaft nichts im Wege steht. Und ich weiß auch, dass die Schwangerschaft nicht ohne Grund abgebrochen wurde. Irgendetwas stimmte nicht mit unserem Baby. Leider kann es nicht mehr untersucht werden, aber vermutlich gibt es in den wenigstens Fällen eine Erklärung. Trotz allem tut es unendlich weh und meinem Körper fehlt ein Stück!

    Ich danke dir für den Raum den du uns trauernden Mamas schenkst und ich bin froh meine Geschichte erzählen zu können.
    Ich drücke euch alle ganz fest und wünsche euch viel Kraft. Unsere Schmetterlingskinder passen auf uns auf und ihre Seelen werden uns nie verlassen!

    Viele Grüße Jasmin

    1. Olivia

      Liebe Jasmin,
      vielen Dank für deinen offenen Erfahrungsbericht.
      Ich verstehe, dass die Vorstellung zunächst schwierig sein kann, dass du dein Baby auf der Toilette verloren hast. Andererseits ist dein Schmetterlingskind zu diesem Zeitpunkt ja bereits an einen viel schöneren Ort geflogen, sodass es sich lediglich um die leere Hülle gehandelt hat. Vielleicht hilft dir das etwas.
      Du hast diese schwierige Situation ganz stark gemeistert und ich wünsche dir viel Kraft und Liebe für deinen weiteren Weg.
      Sei gedrückt, Olivia

  45. Jule

    Liebe Olivia,
    vielen Dank für diese wirklich informative Seite. Es ist tatsächlich die einzige, die ich nach langem Gegoogle gefunden habe, die wirklich informative und umfassende Inhalte zum Thema hat.
    Da ich mir etwas unsicher war, ob meine Entscheidung, auf eine Ausschabung zu verzichten, richtig war, sind mir deine Ausführungen eine große HIlfe!
    Meine SSW ist etwas unklar, vermutlich 7. oder 8. und im letzten Ultraschall vor ein paar Tagen war nur ein Dottersack zu sehen, der auch recht groß war mit 6mm, kein Embryo. Meine FÄ meinte beim Schallen, das die Schwangerschaft nicht intakt wäre. Nun warte ich auf die Blutungen, allerdings gibt es keinerlei Anzeichen bisher und es geht mir super.
    Durch deinen Artikel fühle ich mich bestärkt in meiner Entscheidung zum Abwarten — Danke fürs Mutmachen!
    Jule

    1. Jule

      Ich habe nun doch noch mal eine Frage: Wie lange kann eine natürliche Fehlgeburt denn maximal auf sich warten lassen?

      Es hat sich bei mir immer noch nichts getan. Beim letzten Schall, der nun ca. 1 Woche her ist, fand meine FÄ dann doch einen Embryo, ca. 5mm groß,also viel zu klein für SSW10, kein Herzschlag. Dafür einen zu großen Dottersack, mittlerweile 9mm groß. Also alles Zeichen für einen Chromosomendefekt (bin auch schon über 40).

      Zum Glück ist sie ganz entspannt und hat mir die Entscheidung überlassen, weiter abzuwarten. Trotzdem mache ich mir langsam etwas Sorgen, weil ich an mir keine Veränderung feststellen kann, das Ganze zieht sich nun schon seit über 4 Wochen hin. Ich fühl mich schwanger, mir ist hin und wieder schlecht, ich bin müde, ansonsten geht es mir gut. Wenn ich die Schallbilder nicht gesehen hätte, würde ich denken, es wäre alles bestens.

      Wie lange kann es denn maximal dauern, bis die Blutungen anfangen?

      Lieben Dank für eine kurze Inforamation!

      1. Jule

        Nun möchte ich meine Geschichte noch zuende schreiben, vielleicht ist es für andere auch interessant. Nach über 5 Wochen des Wartens hat sich nun alles verabschiedet.

        Pünktlich zum neuen Jahr am 2. Januar gingen Schmierblutungen los, zwei Tage später dann richtig starke Blutungen mit starken Bauchkrämpfen. Sie kamen über 2 Tage schubweise und dauerten jeweils 4-5 Stunden, die Phasen der Erholung dazwischen fand ich sehr hilfreich. Ich hatte das Gefühl, es kommt immer genauso viel, wie ich aushalten kann. Insgesamt kein Spaziergang, aber aushaltbar. Zuletzt kam etwas, was ziemlich eindeutig als Fruchtblase identifizierbar war und ca. 6 cm groß war.

        Ich bin sehr froh, das ich durchgehalten habe und meine dass FÄ zumindest nichts gegen meine Entscheidung hatte, zu warten.

        Ich hatte so reichlich Zeit, das traurige Ereignis zu verarbeiten und habe richtig gemerkt, wie das alles passt für mich. In den letzten Wochen wurde ich etwas unsicher, weil es so lange gedauert hat. Aber es ging mir die ganze Zeit sehr gut dabei körperlich. Zu Anfang habe ich glaube ich noch gehofft, dass das ganze vielleicht ein Irrtum ist und es doch gut ausgeht, aber am Ende wollte ich, dass es endlich los geht und vorbei ist.

        Klingt vielleicht blöd, aber irgendwie bin ich jetzt ein bisschen stolz auf mich, das geschafft zu haben.

        Diese Seite hat mir sehr dabei geholfen, auch weil ich keine eigene Hebamme hatte (Waren alle im Urlaub wegen der Feiertage). Herzlichen Dank noch einmal dafür!

  46. MissesK

    Hallo Olivia,

    es müsste viel mehr Seiten im Netz und auch sonstige Info darüber geben, dass aktives Abwarten eine Möglichkeit ist, mit einer Fehlgeburt oder drohenden Fehlgeburt umzugehen.
    Ich habe mich so allein gelassen und von meiner Ärztin zur Ausschabung gedrängt gefühlt.
    Wieso muss man, wenn einem ohnehin schon so ein trauriges Ereignis bevorsteht wie der Verlust des Embryos an sich, dann auch noch gegen das Standardverfahren der sofortigen Terminvergabe zur Ausschabung inkl. Vollnarkose ankämpfen!?
    Und das obwohl meine Ärztin sonst sehr verständnisvoll und emotional „echt“ auf mich wirkt/e.
    Aber hier gab es bei ihr nur Schema F bzw A wie Ausschabung.
    Ich musste um Aufschub um ein paar weitere Tage jeweils geradezu betteln.
    Wird mit Ausschabungen mehr Geld verdient (in Kliniken)?
    Sind dagegen die HCG-Wert- und Ultraschall-Verlaufskontrollen zu unwirtschaftlich und zeitaufwendig (für Praxen)?
    Das sind die Fragen, die sich aufdrängen.
    Aber eigentlich habe ich keine Kraft mehr darüber nachzudenken.
    Ich bin froh, dass drei Wochen nach Feststellung meiner Missed Abortion die Blutung endlich einsetzte, am vierten Tag gab es starken Gewebeabgang.
    Am 10. Tag, das war gestern, hörte es auf zu bluten.
    Nun müsste ich zur Kontrolle. Und wunder mich, dass ich diese vor mir her schiebe.
    Dabei ist es ganz logisch – das Vertrauen in die Ärztin ist nicht mehr da.
    Ich habe eine Schwangerschaftstest mit einer Empfindlichkeit von 25 mIU/ml zu Hause gemacht. Er war negativ. Das gibt mir die Möglichkeit noch beruhigt bis zum Ende der Woche zu warten, bevor ich mich überwinde zur Ärztin zu gehen. 🙁 😉 🙂

    1. Olivia

      Hallo MissesK,
      oh da hast du dich ja wirklich ganz schön durchgekämpft – schade, dass du nicht richtig im Abwarten unterstützt wurdest. Du bist deinen Weg trotzdem gegangen und das war unglaublich stark von dir.
      Es ist natürlich tatsächlich so, dass Ausschabungen wirtschaftlich lukrativer sind und sich mit einer natürlichen Fehlgeburt kein Geld verdienen lässt.
      Wenn nun der Schwangerschaftstest wieder negativ anzeigt, brauchst du dir keine weiteren Sorgen zu machen – das HCG sinkt ja nur so tief ab, wenn alle „Reste“ draußen sind. Dein Körper hat die Situation bestens gemeistert und trotz der traurigen Lage kannst du stolz auf sein inneres Wissen sein. Ich wünsche dir alles Gute!

      Liebe Grüße
      Olivia

  47. Jane

    Hallo Olivia,
    So sehr ich bisher alles herunter zu spülen versuchte, packt mich mit jeder Minute mehr die Trauer. Ich habe heute erneut mit meinem Frauenarzt telefoniert. Wir haben uns für eine hebammenbegleitete Hausgeburt entschieden, allerdings wohnen wir auch nur 200 Meter neben einem Krankenhaus mit Geburtsklinik. Ich hatte von Anfang an eine Hausgeburt geplant und möchte meine zwei Kinder möglichst würdevoll einen kurzen Augenblick in dieser Welt geben. Zudem denke ich, dass ich die Geburt besser verkrafte, wenn ich sie bewusst miterlebe und nicht einen Kaiserschnitt mitmache. Zur Zeit sind meine Blutwerte gut und auch mein Frauenarzt sagte heute nach langer Diskussion, ich müsse wissen, was am besten sei.
    Da die beiden sehr klein geblieben sind, erwarten wir keine Komplikationen, auch der GMH ist ja bereits verkürzt und alles stellt sich auf die Geburt ein. Ich habe mich auch entschieden, die Zwei so im Kopf zu behalten, wie sie auf all den Ultraschallbildern waren, perfekt und mein Herzblut. Der Arzt hat mich bereits vor starken Gewebsabgängen und Deformierungen gewarnt.
    Ich möchte dir für diese Seite und deine Antwort danken, all das gibt mir Kraft für das Bevorstehende, auch wenn ich am Boden zerstört bin. Vielen Dank dafür, dass du ein „Tabuthema“ besprichst, wo es doch so viele Familien betrifft.
    Danke auch für die schnelle Antwort.

    1. Olivia

      Liebe Jane
      Danke für dein Update – da wünsche ich dir alles erdenklich Gute auf deinem Weg deine Sternenkinder auf natürliche Weise gehen zu lassen.
      Ich wünsche dir auch liebevolle Personen die dich unterstützen an deiner Seite und die schmerzliche Situation des Abschieds mit dir teilen und dir Halt geben.
      Gib dir auch genügend Zeit für dein kleines Wochenbett und jemanden der sich um dich kümmert, eine Fehlgeburt egal auf welchem Wege, ist körperlich und emotional sehr herausfordernd.

      Alles Liebe, Olivia

  48. Jane

    Hallo Olivia!
    Nach 18 ÜZs bin ich im Mai schwanger geworden. Ich befände mich theoretisch in SSW 28, wenn meine zwei Mädchen entwicklungsmässig nicht in SSW 19 hängen geblieben wären – ein Schock für uns, eigentlich war die Untersuchung nur erfolgt, weil ich ein undefinierbares Ziehen im UL hatte. Ein Herzchen schlug letzte Woche schon nicht mehr, das zweite hörte vorgestern auf.
    Mein Arzt möchte die Geburt im KH einleiten und anschließend eine AS durchführen. Ich möchte aber viel lieber Zuhause abwarten und ggf im Notfall ins Krankenhaus. Diese schreckliche Erfahrung will ich nicht an so einem Ort machen müssen. Ist das Ihrer Einschätzung nach möglich oder nicht? Der GMH ist bereits auf 0.7cm verkürzt. De Arzt wollte am liebsten sofort, dass ich ins KH gehe, ich möchte das Ganze aber zuerst verarbeiten können. Traurige Grüße

    1. Olivia

      Hallo Jane,

      das tut mir unglaublich leid für Sie, da fehlen mir leider die Worte. Mein tiefes Mitgefühl für diesen schmerzhaften Verlust.
      Leider kann ich es nicht raten mit Zwillingen in dieser SSW zu Hause eine natürliche Fehlgeburt abzuwarten.
      In den allermeisten Fällen besteht jedoch keine Eile sofort nach der Diagnose ins Krankenhaus zu gehen, sodass Sie zumindest noch zu Hause in Ruhe Abschied nehmen können. Nehmen Sie sich soviel Zeit wie Sie brauchen und versuchen Sie, alle Gefühle zuzulassen die da sind. Zuerst ist man ja im Schock, dann kommt meistens Wut und Trauer. Es ist wichtig, dass die Gefühle da sein dürfen, da sie eine wichtige Rolle für die weitere Verarbeitung spielen.
      Sie können sich auch weitere Unterstützung (neben einfühlsamen Freunden, Familie oder Partner) suchen, z.B. psychologische Beratung. Oder Sie möchten erst mal nur allein sein.
      Ich würde Ihnen auf jeden Fall raten, eine Hebamme vor Ort zur Betreuung zu kontaktieren. Diese kann Sie auch bei Bedarf an entsprechend geeignete Stellen weiterleiten.
      Vielleicht gibt es auch mehrere Kliniken in Ihrer Umgebung, sodass Sie wenigstens die aussuchen können, in der Sie sich am Besten aufgehoben fühlen und Ihren Wünschen am meisten entsprochen wird. Sie könnten ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren und sich jeweils den Ablauf erklären lassen und Ihre eigenen Vorstellungen äußern. Dann sieht man, wo es für Sie passen würde.

      Ich wünsche Ihnen all die Kraft, die Sie jetzt brauchen und bin in Gedanken bei Ihnen,
      Olivia

  49. Em

    Nach drei ÜZ hielt ich in der 5.SSW einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Mein Mann und ich waren überglücklich, dass es so schnell geklappt hat und wir planten schon voller Vorfreude unser Leben zu dritt. Nachdem ich in der 6./7. SSW meinen Mutterpass erhalten habe, saß ich eine Woche später bei meiner Ärztin um den Verlauf zu kontrollieren. Bisher hat man eine ca. 1cm große Fruchthöhle und deutlich einen schönen runden Dottersack gesehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch ganz leichte Schmierblutungen, was jedoch nicht als bedenklich eingestuft wurde, jedoch habe ich vorsorglich Progesteron verordnet bekommen. Ich wartete darauf aufgerufen zu werden und blätterte in einem Vornamensbuch, welches im Wartezimmer lag. In Erwartung einen kleinen Herzschlag sehen zu können ging es dann zum Ultraschall und kurze Zeit später brach eine Welt für mich zusammen. Meine Ärzrin sagte mir, dass kein Wachstum statt gefunden hat und auch keine embryonale Anlage mehr im Ultraschall darstellbar ist. Ihr täte es sehr leid, sie möchte nochmal meinen HCG bestimmen, allerdings sollte ich mich auf einen Abgang einstellen. In der Praxis wurde mir plötzlich übel und ich musste mich hinlegen um nicht ohnmächtig zu werden. Als ich gehen durfte fing ich auf der Straße aus vollem Herzen an zu weinen und ich habe als erstes meinen Mann und danach meine Mama angerufen. Dann bin ich nach Hause gefahren, ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal so laut und lange geweint habe. Mein Mann kam früher von der Arbeit nach Hause, hat mir Lasagne gekocht und wir haben beschlossen bis zum endgültigen HCG Wert noch Hoffnung für unseren „kleinen Pups“ zu haben. Am nächsten Morgen rief meine Ärztin an und sagte mir dass mein HCG bei 2000 liegt und ich mich auf eine Blutung einstellen müsste. Ich könnte abwarten bis es von selbst eintritt und sollte jedoch ins Krankenhaus fahren wenn die Blutung sehr stark wird (Rinnsal oder wie ein ganz leicht aufgedrehter Wasserhahn). Da ich keinesfalls eine Ausschabung wollte wartete ich ab. Ich wollte dass mein kleines Mini-Baby auf natürlichem Weg gehen darf. 2 Tage später am Abend ging es dann auch los. Es fing an mit starken Krämpfen und unregelmäßigem Blut- und Schleimabgang. Ich legte mich in dieser Nacht seitlich an die Bettkante und ließ die ganze Zeit mein kleines Nachtlicht an. Gegen morgen schlief ich ein und als ich erwachte waren die Krämpfe fast verschwunden und die Blutung auch auf periodenstärke zurückgegangen. Einen Tag später hatte ich eine Ultraschallkontrolle, es ist wohl alles abgegangen, der HCG Wert ist auch weiter massiv gesunken. Ich bin so froh, dass es für mich die Möglichkeit gab zuhause auf die Fehlgeburt zu warten. Bis zur finalen Ultraschallkontrolle war immer noch ein kleines Fünkchen Hoffnung auf ein Wunder präsent wenn mein Verstand mir jedoch sagte dass dies nahezu unmöglich war in diesem Fall. Ich habe im Nachhinein jedoch nicht das Gefühl dass mir „etwas genommen worden ist“. Ich konnte mich von der Schwangerschaft auf natürlichem Weg verabschieden und akzeptieren, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt die wir nicht entscheiden oder beeinflussen können. Ich bin unsagbar stolz auf meinen Körper, dass er das alles ohne medizinische Hilfe durchgestanden hat (in der Gewissheit und Dankbarkeit dass ich sie im Notfall aber hätte erhalten können). Ich wurde eine Woche krank geschrieben und konnte mich wirklich gut regenerieren. Ich habe allen Gefühlen Platz gelassen und bin sogar nochmal in die Buchhandlung gegangen in der ich mein erstes Schwangerschaftstagebuch kaufen wollte. Ich hab mir bewusst nochmal alles angesehen was ich im Begriff war zu kaufen und wollte mich mit einem guten Gefühl von den „Dingen rund um die Schwangerschaft“ verabschieden, in der Hoffnung, dass sie mir in Zukunft bei einer weiteren Schwangerschaft wieder begegnen. Ich hoffe, dass ich jetzt zuversichtlich in die Zukunft blicken kann. 5 Tage nach dem natürlichen Abort bin ich erstmals wieder mit einem guten Gefühl morgens aufgewacht.

    1. Olivia

      Liebe Em,
      das war ein sehr packender und bewegender Bericht – vielen Dank, dass du hier deine Erfahrungen mit uns geteilt hast.
      Du hast das alles ganz toll geschafft und kannst stolz auf dich sein, so ein gutes Vertrauen und Gefühl in deinen Körper zu haben.
      Mit den besten Wünschen für dich und hoffnungsvolle Grüße für eine erneute Schwangerschaft mit glücklichem Ende!
      Olivia

  50. Nicole

    Liebe Olivia,

    ich bin froh, deine Seite gefunden zu haben. Mein Mann und ich wünschen uns ein Baby. Da wir beide schon 34 sind, waren wir glücklich, dass es bereits nach zwei Zyklen geklappt. hat. Noch vor dem ersten Untersuchungstermin bekam ich genau vor einer Woche Blutungen und war schon alarmiert. Meine FÄ bestätigte, dass der natürliche Abgang (nach meiner Berechnung 7. SSW) bereits eingesetzt hatte. Auch die HCG-Werte sinken. Die Blutungen dauerten nur 4 Tage. In einer Woche soll ich wieder zur Kontrolle.

    Nun hat mir eine Freundin, die ein ähnliches Schicksal teilt, einen Tee geschenkt. Dieser „Klapperstorch-Tee“ von cyclotest beinhaltet Frauenmantelkraut, Rosmarinblätter, Schafgarbenkraut, Lemongras, Himbeerblätter, Zitronenverbenenblätter und Basilikum. Er schmeckt recht lecker und es werden 2 Tassen pro Tag empfohlen. Ich dachte mir, dass er zur Regulierung meines Zyklus bestimmt nicht verkehrt ist, zumal wir es auch bald wieder versuchen wollen. Allerdings hab ich heute morgen leichte Blutungen bekommen. Kann das mit dem Tee zusammenhängen oder noch mit dem Abort? sollte ich lieber warten oder gar nicht diesen Tee trinken? Ich hatte immer einen sehr regelmäßigen Zyklus.

    Vielen Dank für die Hilfe!
    Nicole

    1. Olivia

      Hallo Nicole,
      ich würde mit der Teemischung noch etwas abwarten. Die Fehlgeburt war ja erst vor einer Woche, da ist es noch zu früh zu versuchen den Zyklus zu regulieren, da der Körper noch anderweitig beschäftigt ist. Rosmarin wirkt z.B. blutungsfördernd – das kann also schon mit deiner erneut auftretenden Blutung zusammenhängen.
      Gib dir lieber noch etwas Zeit, auf den Tee kannst du später ja immernoch zurückgreifen.
      Alles Gute dir!
      Olivia

      1. Nicole

        Liebe Olivia,
        danke für deine Antwort. Gibt es denn einen anderen Tee, der nach einer natürlichen Fehlgeburt helfen kann?
        Danke!

          1. Diana

            Wann kann man mit dem Nestreinigingstee nach einer natürlichen Fehlgeburt anfangen?

  51. Stephanie Fried

    Hallo Olivia
    Ich habe vier gesunde Mädchen. In den letzten 2,5 Jahren hatte ich zwei Fehlgeburten, 9. Woche und eine kleine Geburt, 5.Woche, eine etwas stärkere Periode. Jetzt war ich wieder schwanger! 6.Woche sagte mir mein Frauenarzt es sei kein Herzschlag zu sehen, HCG 3800. Habe dann Utrogest bekommen (bin 38 Jahre alt). In der 8. Woche war ich wieder beim Frauenarzt und es war ein normal entwickelter Embryo mit Herzschlag zu sehen. Letzten Montag, Anfang 11. Woche bin ich voller Vorfreude zum Frauenarzt. Mein Baby hat sich seit der 9. Woche nicht mehr weiterentwickelt. Plazenta und Fruchtblase ist aber wie in der 11. Woche entwickelt. Ich habe weder Unterleibsschmerzen noch Blutungen. Mein Muttermund ist auch komplett verschlossen.
    Meine vorherige Hebamme hat mir nicht geantwortet und ich weiß echt nimmer weiter. Danke für deine Antwort.
    Lg Stephanie Fried

    1. Olivia

      Hallo Stephanie,
      das einzig sinnvolle ist in deiner Situation erst mal abwarten. Ich kann dir leider auch nicht sagen, wie es weitergeht und beeinflussen kann man in dieser frühen Zeit den Verlauf leider auch nicht. War denn weiterhin der Herzschlag deines Babys sichtbar? So könnte es sein, dass es einfach eine Art „Winterschlaf“ hielt und das Wachstum bald wieder aufholt.
      Schreib doch gerne mal, wie es bei euch weiterging, wenn du magst und natürlich kannst du immer hier deine Fragen stellen.
      LG und alles Gute! Olivia

  52. Kerstin

    Kann ein Arzt eigentlich im Nachhinein feststellen, ob ich schwanger war und eine Fehlgeburt hatte (dreht sich um einen evtl Schwangerschafts-Zeitraum von ca 4-6 Wochen)? Ich hatte an sich nicht das Gefühl schwanger zu sein, aber hatte das Thema letztens mit einer Freundin und seitdem überlege ich, ob ich nicht vielleicht doch schon schwanger war ohne es zu wissen… Ein paar der beschriebenen Symptome, die ich sonst bei meiner normalen Regel nicht habe, hätte ich doch. Vielleicht ist es nach so einem Gespräch aber auch nur Einbildung…
    Kann eine Gynäkologin so etwas im Nachhinein durch irgendwelche Tests feststellen? Und wenn ja mit welchen und wie läuft das ab?
    Danke

    1. Olivia

      Hallo Kerstin,
      die Frage ist evtl. auch, was dir das bringen würde, es zu wissen.
      Es ist ein normaler Vorgang, dass sich nicht jede befruchtete Eizelle weiterentwickelt, auch wenn diese sich bereits eingenistet hat. Und es ist normal und gut, dass dieses Vorgehen meistens ohne unser genaues Wissen stattfindet. Durch die frühen Schwangerschaftstests, Blutabnahmen und Ultraschalluntersuchungen hat sich das geändert, besser geht es den Frauen dadurch aber sicher nicht.
      Ansonsten ist es so, dass in den Tagen nach einer Fehlgeburt sich durch eine Blutentnahme noch das Schwangerschaftshormon (HCG) nachweisen lässt – im Gegensatz zu einer verspätet eintretenden Periode, wo kein erhöhter HCG Wert vorliegt.
      Liegt das Ganze aber schon über ca. 2 Wochen zurück, so wird es im Nachhinein nicht mehr feststellbar sein, ob eine Schwangerschaft vorlag.
      LG Olivia

  53. Janna

    Liebe Olivia,

    vielen Dank für die Informationen. Deine Webseite ist wirklich hilfreich.

    Ich habe seit fünf Tagen eine Fehlgeburt in der 7. SSW wobei sich das Kind wohl nicht über die 5. SSW hinaus entwickelt hat. Als es am ersten Tag der Fehlgeburt sehr stark zu bluten begann war ich im Krankenhaus wo man mir sagte, dass mein Frauenarzt am 5. Tag per Ultraschall sehen könne ob eine Ausschabung nötig sei oder nicht. Mein Frauenarzt sagte heute, dass er nur sieht, dass die Schleimhaut noch hoch aufgebaut ist, die Fruchtblase (das war alles was man zuvor auf dem Ultraschall sah) aber nicht mehr zu sehen sei. Er sagte mir, ich solle in zwei Wochen wiederkommen zur Messung des Schwangerschafthormons. Ich blute nach wie vor stark und habe auch weiterhin Krämpfe. Habe aber auch Endometrieose, bin also lange und starke Blutungen gewohnt.

    Ab wann würdest du mir empfehlen, eine zweite Meinung einzuholen?

    Lieben Dank im Voraus!
    Janna

    1. Olivia

      Liebe Janna,

      Vielen Dank für deinen Kommentar!
      Erst mal ist es ja ganz positiv zu sehen, dass dein Frauenarzt so eine abwartende Haltung an den Tag legt. Eine „starke“ Blutung ist für mich jedoch leider aus der Ferne schwer zu beurteilen. Die Blutung und auch die Krämpfe sollten nach der Fehlgeburt sehr deutlich nachlassen – solange starke Blutungen und Krämpfe vorhanden sind, ist noch nicht alles draußen. Da kommt es ganz drauf an, wie es dir selbst dabei geht und wie dein Kreislauf mitmacht. Wenn da was nicht mehr passt, solltest du auf jeden Fall weitere Hilfe suchen.
      Wenn du eine Hebamme vor Ort hast, könntet ihr überlegen ob dir Hirtentäscheltee oder -Tinktur weiterhelfen könnte, die Fehlgeburt zum Abschluss zu bringen und die Blutung zu reduzieren. Aber je nach Situation – in deinem Fall kann ich da leider keine Empfehlung sprechen, da ich die Lage übers Internet nicht ausreichend einschätzen kann.
      Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für den weiteren Verlauf und berichte doch gerne mal, wie es weiterging!

      Liebe Grüße,
      Olivia

  54. Hallo,

    auch ich musste die traurige Erfahrung einer Fehlgeburt machen. Als ich weinend im Ärztezimmer meiner Frauenärztin sass und ihr erzählte, dass es eine Horrorvorstellung für mich wäre zur Ausschabung in ein Krankenhaus zu gehen, schaute sie mich an und sagte „Aber Niemand sagt dass sie in ein Krankenhaus müssen, sie können auch zuhause darauf warten, das es natürlich abgeht“. Es war die beste Entscheidung die ich in dieser Situation treffen konnte. Tatsächlich bekam ich 2 Tage danach kleine Wehen und konnte meinem ungeborenen Wunschkind still und in Würde zu Hause verabschieden. Ich höre immer wieder von Frauen die gar nicht erst vor die Wahl Ausschabung oder natürliche Fehlgeburt gestellt wurden, und bin traurig , enttäuscht und wütend über die fehlende Aufklärung.
    Inzwischen trage ich ein Folgewunder unter meinem Herzen.

    Liebe Grüße
    Mary

    1. Olivia

      Liebe Mary,
      vielen Dank für deinen packenden Bericht! Es freut mich, dass du in deinem Vorhaben bestärkt wurdest, die natürliche Fehlgeburt abzuwarten – auch wenn das eher selbstverständlich sein sollte. Es ist schön zu lesen, dass du dich von deinem kleinen Wunschkind wenigstens in Ruhe und Würde verabschieden konntest. Ich finde, du warst sehr stark!
      Besonders erfreut bin ich über deine erneute Schwangerschaft und wünsche dir hierfür von Herzen alles Gute!

      Liebe Grüße
      Olivia

  55. Andrea Iosub

    Hallo,
    Ich bin rechnerisch in der 9. Woche, aber lt US in der 5. Woche. (leere Fruchthöhle mit Dottersack, kein Embryo). Fruchthöhle war letzten DI 1,3 cm. Fa hat mir WINDEI diagnotiziert.
    Sie wollte mich zur AS schicken, jedoch will ich es alleine versuchen.
    Gestern am abend hab ich das erste mal Blutungen gehabt. Eine kurze (ca 1 Std) Blutung, jedoch sehr stark mit viel Schleim und Gewebe mit dabei. Danach bis jetzt andauernd nur ganz leichte Schmierblutungen mit ganz kleinen Klümpchen Gewebe, oder so etwas. Ich habe immer noch SS Anzeichen, dazu kommen aber strake Bauchkrämpfe (Ziehen bei den Eierstöcken).
    Ist das ein gutes Zeichen? Wird die „kleine“ Geburt so eingeleitet? Ich habe panische Angst vor Narkosen, deswegen hoffe ich das irgendwie umgehen zu können…‘
    Gibt es irgendwas mit dem ich das in die Wege leiten kann?
    Danke für die Antwort.
    LG
    Andrea

    1. Olivia

      Hallo Andrea,

      ein Windei ist eine leere Fruchthöhle ohne Dottersack. Insofern passt da irgendwas nicht ganz zusammen. Wie sicher war denn die rechnerische SSW? Manchmal ist die SWS jünger als gedacht.
      Davon unabhängig sieht es leider trotzdem so aus (Blutungen, Krämpfe) dass diese Schwangerschaft sich nicht mehr weiterentwickelt.
      Die Krämpfe können daher kommen, dass noch Reste in der Gebärmutter sind die demnächst nochmal mit einer Blutung nach draußen kommen. Gönne dir etwas Ruhe, wenn dir danach ist lege auch eine Wärmflasche auf den Bauch und trink 2 oder 3 Tassen Hirtentäscheltee. Natürlich empfehle ich sowieso eine Hebamme vor Ort zu kontaktieren – das ist immer besser als über die Ferne, wo man manche Dinge einfach nicht so gut einschätzen kann.
      Dir alles Gute und die besten Wünsche für den weiteren Verlauf ohne AS.

      LG Olivia

  56. Amelie

    Hallo Olivia,

    danke für diesen hilfreichen Artikel!

    Bei mir wurde vor genau 3 Wochen ein MA festgestellt, der Embryo ist Ende der 8. SSW (ca. 1,75 cm groß) abgestorben und jetzt seit ca. 4 Wochen tot.

    Mein Arzt unterstützt mich dabei, dem Körper zu vertrauen und den natürlichen Abgang abzuwarten. Anzeichen dass es bald losgeht habe ich leider keine bis auf dass die Schwangerschaftsanzeichen komplett nachgelassen haben seit einer Woche und ein stetes Ziehen im Unterleib.

    Wie lange kann ich denn noch guten Gewissens warten solange es mir körperlich gut geht? Gibt es Fälle wo der Körper einfach nichts merkt und gar kein natürlicher Abgang erfolgt (und man dann doch ausschaben muss)?

    Meinen HCG-Wert weiß ich leider nicht (mein FA ist bis 21.09. im Urlaub) und eine Hebamme hier in München zu finden gestaltet sich sehr schwierig 🙁

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar…

    Liebe Grüße
    Amelie

    1. Olivia

      Liebe Amelie,
      dass du keine Schwangerschaftsanzeichen mehr hast und auch ein Ziehen im Unterleib dazugekommen ist, deutet schon mal darauf hin, dass dein Körper sich langsam vorbereitet auf die kleine Geburt. Das ist in diesem Fall gut. Du kannst weiter abwarten, solange es dir gut geht.
      Ja, es kommt auch manchmal vor, dass es der Körper nicht selbst schafft und eine Ausschabung notwendig ist, z.B. wenn Plazentagewebe weiter HCG bildet und der Körper weiterhin auf Schwanger eingestellt ist. Deswegen wäre ein HCG Wert im Verlauf auch von Interesse, um die Richtung zu erkennen. Deine nachlassenden Schwangerschaftszeichen sprechen jedoch für einen sinkenden HCG Wert.
      Du kannst mal schauen, wann ohne Schwangerschaft deine Periode wieder dran wäre, oft kommt es in diesem Zeitraum zur Fehlgeburt.

      Ich wünsche dir alles Gute!
      liebe Grüße,
      Olivia

  57. B.schubert20@gmx.de

    Ich war heute in der 12 SSW zum ersten Mal seit positivem Schwangerschaftstest beim Frauenarzt und es wurde eine Missed Abortion festgestellt, das Kind hat den Entwicklungsstand der 9. SSW.

    Ich konnte das Kind im Ultraschall gut sehen und habe auch keinen Herzton gehört oder gesehen.

    Macht es Sinn, noch eine zweite Meinung einzuholen?

    Die Ärztin hat sofort einen Termin zur Ausschabung vereinbart. Da ich mit der Situation erstmal überfordert war, habe ich nicht nach Alternativen gefragt.

    Es ist wohl schon einige Zeit vergangen, seit sich das Kind nicht mehr normal entwickelt, ich habe also unfreiwillig schon „gewartet“. Gibt es einen logischen Grund, warum mir die Ärztin den natürlichen Weg gar nicht vorgeschlagen hat?

    1. Olivia

      Hallo,

      Jederzeit kannst du eine zweite Meinung durch einen anderen FA einholen. Wäre es vielleicht möglich, dass die SWS jünger als gedacht ist?
      Solange du dich körperlich fit fühlst und z.B. keine Entzündungszeichen entwickelst, besteht kein Grund zur Eile für eine Ausschabung.
      Ein logischer Grund, warum dir deine Ärztin den natürlichen Weg nicht vorgeschlagen hat, besteht vielleicht einfach darin, dass sie keine Erfahrung damit hat.
      Suche dir doch eine Hebamme zur (Mit)-Betreuung, die dich unter Berücksichtigung der medizinischen Situation in deinem Vorhaben unterstützt.
      Auch ein HCG und CRP Wert würde weiterhelfen, die Lage besser einzuschätzen.

      Dir alles Gute und viel Kraft,
      Olivia

  58. Loraine Reiner

    danke dass du dein wissen teilst. ich bin hebamme und finde diese seite absolut wertvoll. danke loraine

  59. Kitty

    Liebe Olivia, vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel! ich erlebe gerade meine Fehlgeburt in der 10. SSW. Das tote Embryo wurde vor drei Wochen festgestellt. Seit zwei zwei Tagen habe ich sehr sehr starke Blutungen, auch mit Abgang von dicken dunkelroten Klumpen. Bei welchen Anzeichen sollte ich ins Krankenhaus? Bis auf die Unterleibschmerzen geht es mir soweit gut und stabil. Kann ich irgendwelche Vitamine oder Mineralstoffe wie zum Beispiel Eisen jetzt einnehmen, um meinen Körper zu unterstützen? Danke dir. Liebe Grüße Kitty

    1. Olivia

      Hallo Kitty,
      die Anzeichen, wann du auf jeden Fall ins Krankenhaus solltest, stehen eigentlich schon oben im Artikel unter „Wichtig zu wissen“.
      Da ein Blutverlust unterschiedlich stark wahrgenommen werden kann und ich dies aus der Entfernung natürlich nicht beurteilen kann, brauchst du entweder eine Hebamme vor Ort oder du musst dich ans Krankenhaus wenden, wenn dir dieser sehr stark vorkommt oder längere Zeit anhält ohne deutlich weniger zu werden.
      Eisen ist gut um evtl. verlorengegangene Reserven nach der FG wieder aufzufüllen. Wenn du aber nach zwei Tagen immer noch eine sehr starke Blutung hast, sollte erst einmal kontrolliert werden, ob überhaupt alle Resten aus der Gebärmutter draußen sind – sonst nützt die Eisenaufnahme auch nichts. Lass das doch bitte erst abklären!
      Liebe Grüße
      Olivia

      1. Kitty

        Liebe Olivia, danke für deine Antwort. Nachdem ich schon fünf Tage stark blute, sagte der Arzt gestern im Krankenhaus, dass ich morgen doch zur Ausschabung gehen soll. Er hat noch einige Reste im Ultraschall gesehen. Aber zumindest die Fruchtanlage ist schon abgegangen. Schade, ich hatte gehofft, dass es ganz ohne externe Hilfe geht. Bin aber dennoch froh, dass ich so lange gewartet habe mit der OP, so habe ich ihm zumindest die Chance gegeben.
        Viele Grüße Kitty

        1. Olivia

          Liebe Kitty,
          ich verstehe, dass es schade für dich ist, dass es nicht ohne externe Hilfe ging. Aber du hast es versucht und es ist gut die Grenzen zu erkennen, wann es Zeit zum Handeln ist. In so einem Fall ist die Ausschabung wirklich sinnvoll!
          Ich hoffe, dass es dir mittlerweile wieder besser geht und du dich gut erholst.
          Beste Grüße
          Olivia

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