Fehlgeburt: Abwarten oder Ausschaben? Diese Möglichkeiten hast du bei einer kleinen Geburt

Leider endet nicht jede Schwangerschaft mit der Geburt eines gesunden Kindes: eine Fehlgeburt (Abort) oder auch kleine Geburt genannt, ist bei 15 bis 20 Prozent aller Schwangerschaften leider ein trauriges, wenn auch häufiges Ereignis. Meist findet eine Fehlgeburt in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen statt, selten auch später.

Wenn ein Kind bei seiner Geburt keine Lebenszeichen hat (Herzschlag, Nabelschnurpuls oder Atmung) und weniger als 500 g wiegt, gilt es als Fehlgeburt. Bei über 500 g spricht man von einer Totgeburt.

 

Anzeichen und Symptome einer Fehlgeburt

  • Blutungen
  • Unterleibsschmerzen
  • Krämpfe/ Wehen

 

Besonders in den ersten Wochen, wenn eine Frau noch überhaupt nichts von ihrer Schwangerschaft weiß, kann die einsetzende Blutung bei einer sehr frühen Fehlgeburt auch für eine verspätete Monatsblutung gehalten werden.

Ist die Schwangerschaft allerdings schon bekannt und wird z.B. bei einer Ultraschalluntersuchung festgestellt, dass diese sich nicht mehr weiterentwickelt und das Herzchen nicht (mehr) schlägt, wird meistens standardmäßig ein rascher Termin zur Ausschabung (Kürettage) der Gebärmutter festgelegt.

Dass es gerade in den ersten 12 Schwangerschaftswochen auch Alternativen gibt, die oft besser sind als die belastende Ausschabung, wird häufig nicht erläutert. Doch sollte jede Frau die möglichen Optionen kennen, um eine persönliche, für sie passende Entscheidung zu treffen.

 

 

Deine Möglichkeiten nach der Diagnose „Fehlgeburt“ in den ersten 12 SSW:

Nach der Diagnosestellung Fehlgeburt gibt es keinen Grund zur Eile. Dein Zustand und dein Wunsch ist für das weitere Vorgehen ausschlaggebend.
Die drei prinzipiellen Möglichkeiten sind Abwarten, medikamentöse Einleitung oder Ausschabung (Kürettage).

 

1.) Abwarten: Fehlgeburt ohne Ausschabung

Eine frühe Fehlgeburt ist prinzipiell ein „normaler“ Vorgang, bei dem in den allermeisten Fällen kein Eingriff von außen notwendig ist. Ist die Schwangerschaft nicht intakt, fällt der HCG-Wert ab und der Körper setzt seine Maßnahmen in Gang, um diese Schwangerschaft wieder gehen zu lassen.
Dafür gibt es keinen genau festgelegten Zeitrahmen. Daher besteht eine gewisse Unsicherheit darüber, wie lange es bis zum Abgang und damit der kleinen Geburt dauern wird. Das kann durchaus als anstrengend empfunden werden kann.
Frauen, die sich für das Abwarten entschieden haben, sehen es als positiv an, dass Sie Zeit hatten, sich bewusst von der Schwangerschaft und ihrem Kind verabschieden zu können – dies ist hilfreich für den Trauerprozess und die weitere Verarbeitung.
Körperlich ist es ein großer Vorteil, wenn es keinen Eingriff von außen in die Gebärmutter gibt (wie bei einer Ausschabung) und damit keine Verletzungsgefahr.
In seltenen Fällen gibt es jedoch auch bei einer frühen Fehlgeburt das Risiko von Komplikationen, wie verstärkte Blutungen, Kreislaufprobleme oder Anzeichen einer beginnenden Infektion – ein weiteres Abwarten kann dann nicht mehr toleriert werden.
Wünschenswert wäre es, wenn dich eine Hebamme begleiten kann. Falls dies nicht möglich ist, solltest du dennoch zumindest nicht alleine sein, falls es zu Problemen kommt.

 

 

2.) Medikamentöse Einleitung

Als Alternative kann betroffenen Frauen eine medikamentöse Behandlung mit lokalen Prostaglandinen (z.B. Misoprostol = Cytotec® oder oralem Mifepriston = Mifegyne®) angeboten werden – es gibt dazu jedoch kein standardisiertes Vorgehen. Die Medikamente bewirken ein schnelleres Ingangkommen der Fehlgeburt, da Krämpfe und Blutungen ausgelöst werden. Diese können durchaus stärker sein, als bei einer Fehlgeburt ohne Medikamente, weswegen diese Option eher für den Klinikeinsatz geeignet wäre.  Je nach Schwangerschaftswoche dauert dieses Vorgehen zwischen einigen Stunden und ca. 3 Tagen bis zur Fehlgeburt.

 

 

3.) Ausschabung (Kürettage)

Bei einer Ausschabung handelt es sich um eine Operation, bei dem der kleine Embryo und der Mutterkuchen aus der Gebärmutter entfernt werden.
Eine Ausschabung findet in der Regel ambulant und unter Vollnarkose statt. Zunächst wird der Muttermund und der Gebärmutterhals aufgedehnt, um zur Gebärmutter zu gelangen. Zur Ausschabung selbst wird Instrument verwendet, welches ähnlich wie ein Löffel aussieht.
Der Eingriff selbst dauert nur ca. 15 Minuten. Ungefähr 4 Stunden nach der Ausschabung ist üblicherweise die Entlassung nach Hause.

Eine Ausschabung gilt als Routineeingriff in der gynäkologischen Praxis. Dennoch kann es zu Komplikationen kommen. Direkte Komplikationen wie eine Thrombose oder eine Infektion sind eher selten. Wird die Gebärmutterschleimhaut jedoch in der Tiefe verletzt, können Spätfolgen wie Verwachsungen und Narbengewebe in der Gebärmutter auftreten. Dies kann bei Folgeschwangerschaften zu Komplikationen führen, wie zum Beispiel zu Einnistungsproblemen (und damit zu wiederholten Fehlgeburten) oder zu Problemen bei der Ausbildung der Plazenta. Diese Problematik ist als Asherman-Syndrom bekannt.
Ebenfalls ist das Risiko einer Zervixinsuffizienz nach einer Ausschabung erhöht.

In vielen anderen Ländern, wie zum Beispiel den Niederlanden oder Skandinavien, ist die routinemäßige Ausschabung bei einer Fehlgeburt nicht üblich, sondern wird nur bei medizinischer Dringlichkeit durchgeführt – z.B. bei besonders starken Blutungen oder einer inkompletten Fehlgeburt (Verbleiben von Resten der Plazenta oder des Embryos nach der Fehlgeburt).

 

 

Abwarten oder Ausschaben?

Die Entscheidung für oder gegen eine Ausschabung ist individuell und sollte nach eigenem Gefühl getroffen werden, sofern keine dringende medizinische Indikation vorliegt.

Die Möglichkeiten eines unkomplizierten Ausgangs sind bei Abwarten und einer Ausschabung in etwa gleich. (1)

Die vorliegenden Studien zum Thema belegen mehrheitlich, dass sowohl Abwarten als auch die medikamentöse Einleitung vertretbare Alternativen zur Kürettage sind.

„Es ist von der Natur so gut eingerichtet, dass es auch ohne Operation geht. Würde das nicht funktionieren, hätte die Menschheit erst gar nicht überlebt“
sagt Heribert Kentenich, ehemaliger Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der DRK Kliniken Berlin.

„Gar nichts tun ist meist der Königsweg.“
meint auch Frank Reister, Sektionsleiter der Geburtshilfe an der Frauenklinik Ulm.

 

 

Was tun bei Missed Abortion?

Eine Missed Abortion, oder auch „verhaltene Fehlgeburt“ bedeutet, dass das kleine Kind im Mutterleib nicht mehr lebt, es aber keine der sonst typischen Anzeichen einer Fehlgeburt gibt (Schmerzen, Blutungen, Krämpfe). Die betroffene Frau merkt also normalerweise vorerst nicht, dass sich die Schwangerschaft nicht mehr weiterentwickelt. Meist wird bei einer Routine- Ultraschalluntersuchung festgestellt, dass das Herzlein nicht mehr schlägt. Oder wenn in einer sehr frühen Schwangerschaftswoche, bevor das Herz zu schlagen begonnen hat, kein weiteres Wachstum ersichtlich war.

In diesem Fall wäre es sehr ratsam, nichts zu übereilen und nicht sofort eine Ausschabung durchführen zu lassen.
Denn: Bei der Diagnose „missed abortion“  liegt einer Studie zufolge eine falsch-positive Rate bei bis zu 4,4% der Frauen vor, wenn Embryo und Dottersack fehlten und bei bis zu 8,3% wenn der Embryo sichtbar, aber kein Herzschlag nachweisbar war. (2)

 

Handele auf keinen Fall im Schock der Diagnose. Du machst nichts verkehrt, wenn du noch abwartest und dir für deine Entscheidung Zeit lässt.
Nehme dir ruhig eine kleine Auszeit und sage Termine ab, um die traurige Nachricht zu realisieren, zu verarbeiten und von deinem Baby Abschied zu nehmen.
Lasse dich zu nichts drängen, von dem du nicht überzeugt bist oder das Gefühl hast, dass es nicht das Richtige für dich ist.
Es besteht keine akute Notwendigkeit für einen Eingriff und du wirst spüren, wenn Abwarten sich nicht mehr richtig anfühlt.
Du kannst zunächst die Meinung eines zweiten Arztes einholen und/ oder eine erneute Ultraschallkontrolle nach einigen Tagen durchführen lassen.
Auch wäre es eine gute Option, das Schwangerschaftshormon Beta-hCG durch eine Blutabnahme im Verlauf zu kontrollieren. Steigt der hCG-Wert nicht weiter an oder sinkt er sogar, deutet das auf eine Missed Abortion hin.

Es gibt einige Fälle, bei denen Mütter nach der Ultraschalldiagnose „missed abortion“ erst mal abgewartet und sich nicht sofort einer Ausschabung unterzogen haben, und sich später dann doch noch  eine intakte Schwangerschaft herausstellte.

Etliche Frauen die übereilt zur Ausschabung gedrängt wurden, zweifeln später immer wieder, ob die Diagnose tatsächlich stimmte und ob ihr Baby wirklich nicht mehr lebte.
Treten jedoch deutliche Zeichen einer Fehlgeburt auf, wie zum Beispiel Blutungen und Unterleibskrämpfe, kann man körperlich und psychisch begreifen, dass die Schwangerschaft nicht mehr intakt ist.

 

Was tun bei einer Blasenmole?

Von einer Blasenmole spricht man, wenn das Ei zwar befruchtet wurde, sich jedoch kein Embryo entwickelt hat. Bei einer Blasenmole ist eine Ausschabung sinnvoller als abwarten, weil hier von alleine oft keine Fehlgeburt einsetzt, oder mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vollständig abgeht.

 

 

 

Ablauf einer Fehlgeburt

Was dich bei einer natürlichen Fehlgeburt erwartet, kannst du in diesem Beitrag nachlesen:
Die natürliche Fehlgeburt: Ablauf und Wissenswertes

 

 

Wie geht es nach einer Fehlgeburt weiter?

  • nehme dir ein paar Tage Auszeit, halte Zeit für ein kleines Wochenbett ein.
  • Falls Tränen aufkommen, lasse sie fließen. Lasse alle Gefühle da sein, die du bemerkst.
  • Um sicherzugehen, dass keine Reste in der Gebärmutter verbleiben, kann nach einer Weile der HCG- Wert bestimmt werden oder eine Ultraschall-Kontrolle durchgeführt werden.
  • Bei einer Fehlgeburt besteht keine Bestattungspflicht, eine Beerdigung ist aber natürlich möglich z.B. im eigenen Garten oder in einem Gemeinschaftsgrab für kleine Geburten auf dem Friedhof.
  • Eine Fehlgeburt kann auf Wunsch dem Standesamt angezeigt und ins Familienbuch/ Stammbuch eingetragen werden. Dazu ist eine Geburtsbescheinigung nötig.

 

 

In den Wochen nach einer Fehlgeburt stellt ihr bitte sicher, dass ihr das Vertrauen in euren Körper schützt und stärkt.
Er ist ein Meister der natürlichen Intelligenz,
er weiß am besten,
was ihm gut tut,
wann er wieder menstruiert,
und auch, wann er wieder empfangen möchte.
Darauf verlasst euch!
 
(Birgit Zart)

 

 

unterstütze hebammenwissen.info

 

 

 

(1) Alexandra Molnar et al. von der University of Washington, Seattle.
(2) Limitations of current definitions of miscarriage using mean gestational sac diameter and crown–rump length measurements: a multicenter observational study: Y. Abdallah et al.
 
 
 

Kommentare

  1. Elisabeth

    Hallo,
    wir bekamen am Dienstag letzte Woche die Diagnose „Missed Abortion“ in der 14. SSW von unserem FA erhalten, was uns sehr geschockt hat. Wir sind aus allen Wolken gefallen, denn wir hatten uns schon so sehr auf unser 1. Kind gefreut. Es war kein Herzschlag mehr zu sehen und wir sind danach in Krankenhaus gefahren. Dort wurde nach nochmaliger Untersuchung die gleiche Diagnose gestellt. Danach wurden wir aufgeklärt, welche Optionen wir haben und wir enschieden uns für einen natürlichen Abgang mit medikamtöser Einleitung. Nach einer Nacht im Krankenhaus war alles vorbei und wir mussten zum Glück keine AS vornehmen. Bei einer Kontrollultraschalluntersuchung 4 Tage später hat man uns gesagt, dass alles aus der Gebärmutter „heraus“ ist und alles „gut“ verlaufen ist.

    Die Ärzte uns Schwestern im Krankenhaus waren sehr einfühlsam und wir fühlten uns gut aufgehoben. Man hört immer wieder, dass eine FG leider „normal“ sei und das fast jede 2. Frau mind. 1x in ihrem Leben durchmachen muss. Nun gut und recht, das mag zwar stimmen, nur muss ich leider sagen, dass es mir während der schweren Stunden nicht wirklich darüber hinweg geholfen hat, dass wir unser Kind verlieren. Es waren wirklich sehr schlimme Stunden für mich und für meinen Ehemann. Wir waren nur am Weinen, weil wir uns doch das Kind so sehr gewünscht hatten. Wenn man selber davon betroffen ist, erfährt man aber erst wirklich, wie viele andere Bekannte auch davon betroffen waren.

    Nach ein paar Tagen ging es uns dann seelisch wieder besser. Wir waren bzw. sind immer noch traurig, jedoch müssen wir nicht mehr weinen, wenn wir daran denken. Wir möchten es gleich wieder versuchen, da wir unbedingt wieder schwanger sein wollen. Ich denke, erst wenn wir erfahren, dass wir wieder schwanger sind und wir wissen, dass alles OK, können wir mit der FG so richtig abschließen.

    Jetzt kommt meine Frage:
    Ich habe nun 1,5 Wochen nach der FG nur noch ab und zu leiche Schmierblutungen. Lt. FA ist alles aus der Gebärmutter „heraus“. Er meinte auch, dass wir eine Regelblutung abwarten sollen, damit sich die Gebärmutterschleimhaut wieder richtig aufbauen kann und dass sich alles normalisiert. Mein Zyklus war vor der FG nach Absetzen der Pille sehr unregelmäßig – meistens so 40 Tage (+/- 5 Tage) – also relativ lang. Wie wird das jetzt nach der FG sein? Habe ich wieder so einen langen Zyklus oder wird dieser eher „normal“, da er sich ja jetzt nach einer SS neu einstellen muss und nicht nach der Pille? Und woher weiß ich dann, wenn ich meine Regel bekomme, wie lange der Zyklus dauerte – sprich: ab wann beginnt man zu zählen? Ab der FG oder von da an, wo die Schmierblutungen aufhören? Ich wäre um eine Antwort sehr dankbar! Liebe Grüße – Elisabeth

    1. Olivia

      Liebe Elisabeth,
      es tut mir sehr leid für dich, dass du dein Krümelchen so früh gehen lassen musstest und ich kann mir gut vorstellen, dass sich nun das Gefühl der Leere ausbreitet.
      Für die 14. SSW bin ich überrascht, dass euch auch andere Optionen als die Ausschabung aufgezeigt wurden, das ist längst nicht überall üblich. Umso mehr freut es mich, dass in dieser schwierigen Situation alles so „gut“ abgelaufen ist – von der Aufklärung über die Betreuung und den Ablauf der FG ohne Ausschabung!
      Also zu deiner Frage: Man kann jetzt noch nicht vorhersagen, wie der Zyklus nach der FG weitergehen wird. Das bleibt nur abzuwarten.
      Den Zyklus kannst du erst ab dem 1. Tag der neuen Periode zu zählen beginnen.

      Alles Gute für dich und die besten Wünsche für die baldige Erfüllung eures Kinderwunsches!
      Liebe Grüße, Olivia

  2. Barbara

    Hallo Olivia,
    danke für eine solche Seite! Du hast die wichtigsten Sachen zum Thema Fehlgeburt/Abort/Missed Abortion wirklch sachlich und verständlich zusammengefasst.Ich selber stehe gerade vor einer schwierigen Entscheidung: abzuwarten- medikamentös einzuleiten-oder ausschaben zu lassen. Bei mir wurde in der 11SSW festgestellt, dass es sich seit ca. 8SSW nichts getan hat und kein Herzschlag festzustellen war. Ich hatte keine Blutungen, Krämpfe, gar nichts. Man spricht also in diesem Fall von einer verhaltenen Fehlgeburt. Was gibt es denn für Vergiftungsrisiko wenn ich nur abwarten würde und wie kann man es vermeiden?
    Viele Grüße
    Barbara

    1. Olivia

      Liebe Barbara,

      Gerne verlinke ich dir diese Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16202377
      woraus hervorgeht, dass ein Abwarten bei einer missed abortion bis zu sechs Wochen mit keinen erhöhten Komplikationen einhergeht! Solange du dich gut fühlst, kein Fieber etc. entwickelst, ist es in Odrnung eine, wie du siehst, durchaus auch längere Zeit abzuwarten.
      Ich hoffe, das hat dir bei deiner Entscheidungsfindung weitergeholfen.
      Alles Gute für deinen weiteren Weg und melde dich gerne bei Fragen

  3. Karin

    Hallo,
    habe leider meinen Krümel gehen lassen müssen. Alles hat mit blutungen begonnen Diagnose ein Hämatom.Leider war da das Wachstum schon nicht ganz so wie es sein soll.nun letzte Woche Freitag Diagnose wird wohl eine FG werden.Am Samstag hatte ich dann auch ein ziehen und komisches Gefühl und.Montag war auch,ausser die aufgebaute schleimhaut in dem Bereich wo mal die FG saß nichts mehr zu sehen. Seitdem habe ich ständig noch Schmierblutung aber immer Dunkelrot und richtiges Altblut ab u an mal noch sowas wie Gewebe. Wie lange ist das als normal zu betrachten? Laut FA am Montag ist HCG gut gefallen u ich brauch keine Kontrolle mehr zu machen.
    Schmerzen oder so habe ich keine.

    Danke schonmal

  4. Meryam

    Liebe Olivia
    Auch von mir ein grosses Danke für deine einfühlsame Seite.
    Ich habe in der 12. Ssw. erfahren, dass unser Kleines seit der 9.ssw nicht mehr gewachsen ist. Meine FÄ hat mir die Wahl gelassen. Ich habe seit dem Ultraschall ca.3 Wochen gewartet (also ca 6 seit dem Tod des Kleinen), währenddessen ich immer wieder leichte Krämpfe hatte. Es war nicht einfach, bin aber froh, dass ich durchgehalten habe. Seit 4 Tagen hatte ich nun Blutungen mit Schleim, gestern dann hatte ich plötzlich massive Schmerzen. So stelle ich mir Wehen vor (war meine erste ss). Zuerst kam nichts, dann plötzlich ein Schwall, und dann war es vorbei. Noch Krämpfe zwischendurch und leicht Blutungen, ohne Schleim. Kann es sein, dass es das „schon“ war? Ich wäre natürlich erleichtert…

    1. Olivia

      Liebe Meryam,
      ja das hört sich so an, als ob es das „schon“ war. Eine leichte Blutung wird wohl die nächsten Tage noch vorhanden sein, diese sollte jedoch sehr gering ausfallen und nicht lange frisch-rot anhalten, sondern zunehmend dunkler-bräuner werden (wie die letzten Tage der Regel) und du solltest keine Schmerzen/ Krämpfe mehr haben. Wenn das nicht der Fall ist, empfehle ich dir eine Kontrolle beim FA. Ansonsten kannst nach ca 2 Wochen einen Schwangerschaftstest machen um zu kontrollieren, ob das HCG abgesunken ist, also der SWS-Test wieder negativ anzeigt.
      Alles Gute für dich!

  5. Charlotte

    Hallo Olivia,
    vielen Dank für Deine Beiträge zu diesem Thema!
    Meine Fehlgeburt ist schon etwas mehr als 2 Monate her. Ich war gerade nur im Netz, um etwas darüber zu erfahren, warum ich immer wieder schwarze Blutungen hab (zusätzlich zu bisher einer „normalen“, nur stärkeren Blutung). Aber durch Deine Arbeit hier habe ich nun mehr über das ganze Thema Fehlgeburt erfahren als von meiner Ärztin!
    Ich bin sonst eigentlich sehr zufrieden mit meiner Ärztin – sie und ihre Mitarbeiterinnen haben sich sehr einfühlsam gekümmert. Aber sie hat mich wirklich nicht darüber informiert, dass ich statt der Ausschabung auch abwarten könnte, dass so eine Ausschabung auch Risiken bergen kann, und dass ich bereits eine Hebamme um Begleitung bitten könnte. Ich muss aber auch erwähnen, dass bei mir, aufgrund des Verdachts auf Scheinschwangerschaft, die Ausschabung auch dazu dienen sollte, das sogenannte „gewonnene Material“ zu untersuchen. Also war es wohl doch die vernünftigste Wahl. Vielleicht.

    Vielleicht könntest Du auch noch etwas Deinen Artikeln hinzufügen. Es gibt in meiner Stadt (und in anderen vielleicht auch) eine „automatische“ Sammelbestattung aller Fehlgeburten, von der ich allerdings auch nicht durch meine Ärztin, sondern durch eine Bekannte erfahren hab. Organisiert und getragen wird das durch einen freiwilligen Verein, der zwar schon seit vielen Jahren veranlasst hat, dass all diese Babys (vor der 12. SSW & unter 500g – darüber wird ja normal bestattet) in den Krankenhäusern, Praxen und Laboren nicht einfach entsorgt werden, sondern durch sie eine ordentliche Bestattung erhalten; doch deshalb wissen offenbar noch längst nicht alle entsprechenden Mediziner davon. Und so erfahren dann auch noch viel zu wenige Frauen davon. Es wäre schön, wenn Du helfen könntest, dieses Wissen den Frauen zur Verfügung zu stellen.

    Herzliche Grüße,
    Charlotte

    1. Olivia

      Liebe Charlotte, vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Hinweis mit der Sammelbestattung. Du hast absolut Recht, dass dies wichtig zu erwähnen ist, da tatsächlich nicht alle Frauen in einer solchen Situation darauf hingewiesen werden. Ich denke, ich werde in einm extra Arikel noch näher darauf eingehen.
      LG Olivia

  6. Sara

    Hallo!

    Nach meiner Rechnung wäre ich in der 8. SSW. Ich war letzte Woche aber beim FA und der meinte von der Größe her 6. SSW, also diese Woche in der 7. SSW. Ich hatte 2 Tage lang flüssigen Durchfall und am nächsten Tag keinen Stuhlgang mehr, dafür ein ständiges Stechen im linken Unterbauch (aushaltbar, hatte aber auch sehr viel Gase im Bauch). Ich hatte weder Blutungen oder sonstige Krämpfe. Tortzdem ein komisches Gefühl. Heute war ich beim FA zum nachsehen und er meinte in 7 Tagen sei der Embyro von 2,7 mm nur auf 3 mm gewachsen und man hört kein Herzschlag. Laut ihm bin ich in der 7. SSW. Er hat mir eine Überweisung ins KH gemacht, damit ich dort Tabletten hole. Kann es sein das er sich täuscht. Ist es möglich dass der Herzschlag noch kommt und das Kleine wächst? Ich wollte morgen die Tabletten holen gehen, bin mir jetzt aber nicht sicher. Wäre um Rat sehr dankbar. LG Sara

    1. Olivia

      Hallo Sara, tut mir leid, dass meine Antwort nicht ganz zeitnah kommt, da ich gerade verreist bin. Gerade wenn es Unklarheiten mit der SSW gibt, würde ich auf jeden Fall raten erstmal weiter abzuwarten, da es ja sein kann, dass die Schwangerschaft jünger als erwartet ist. Dazu war ja ein Wachstum vorhanden und du hast keine Anzeichen einer FG. Ich würde raten, den Ultraschall erst -wie laut Mutterschaftsrichtlinien vorgesehen -in der 9. SSW zu machen, da ist dann genug zu sehen und das Herz schlägt bis dahin auch wenn alles gut verläuft. Vorher gibt es meistens nur mehr Verunsicherungen als die gewünschte Sicherheit.
      Alles Gute!

      1. sara

        Hallo Olivia,

        vielen dank für deine Antwort. Ich war am folgenden Tag im Krankenhaus und diese haben dort nochmal einen Ultraschall gemacht und die Ärztin meinte sie würde da schon immer wieder mal ein pulsieren entdecken und auf keinen Fall jetzt Tabletten verschreiben sondern 1 Woche noch warten. Jetzt habe ich nächste Woche Freitag einen Termin und irgendwie hab so ein unglaublich gutes Bauchgefühl wie die ganzen Wochen zuvor nicht. Ich habe mich seelisch letzte Woche schon auf den Abort vorbereitet und dann zu hören, dass die Ärztin noch nicht entgültig eine FG sieht, hat mich total mit neuen Gefühlen überrollt. Hoffnung aber auch ehrliche Gefühle mir gegenüber. Ich bin seit dieser Botschaft so extrem entspannt, das tut so gut. Entweder ist mein Kleines ein Kämpfer und boxt sich da jetzt durch oder die Natur hat es für richtig empfunden. Dann werden wir das akzeptieren, betrauern und neu versuchen. Aber irgendwie glaub ich an das Kämpferwürmchen in mir und wenn wir das am Freitag überstehen, werden wir die restlichen Wochen mit pravur meistern. Wir sind gespannt. Danke und lg Sara

        1. Olivia

          Hallo Sara, das hört sich doch gut an! Drücke dir ganz doll die Daumen für dein Kämpferwürmchen!!

  7. Kamila

    Hallo zusammen
    Ich habe bereits hier einen Kommentar am 25.April geschrieben, weil ich sehr verunsichert war. Einerseits hörte ich und las ich im Internet, dass man eine Fehlgeburt so schnell wie möglich „beseitigen“ soll (entschuldigung, ein anderes Wort dafür fehlt mich gerade nicht ein), andererseits las ich ganz andere Meinungen über den natürliche Gang der Dinge.

    Ich möchte hier meine Erfahrung teilen – vielleicht kann ich damit irgendwie helfen.
    Als ich ca. in der 11. SSW erfahren habe, dass das Herz meines Kleinen nicht mehr schlägt, war es schon 1.5 – 2 Wochen tot. Es war ein Schock für mich und es hat mich sehr getroffen. Eine Woche vor dem Kontrolltermin habe ich geträumt, dass ich den toten Fötus mit der Plazenta und Nabelschnur vor mir sehe. Dabei war ich ruhig und gelassen und habe es im Traum als natürlich/normal empfunden und nicht als bedrohend. Den Traum habe ich erstmal aber nicht verstanden. Erst als mir die FÄ gesagt hatte, dass ich eine frühe Fehlgeburt hatte, habe ich es gecheckt. Die FÄ wollte mir entweder Cytocec geben oder eine Ausschabung machen. Ich wollte es nicht. Diese beiden Möglichkeiten schienen mir völlig unstimmig, machten mir Angst. Aber es wurde mir auch Angst gemacht seitens der Schulmedizin. Eine Hebamme hatte ich noch nicht. Zusammen mit meinem Partner beschlossen wir noch zu warten obwohl die Ärztin ziemlich drängte. Es machte mir alles Angst. Aber ich wartete. Ich ging noch zur Sicherheit 2x zur US-Kontrolle und HCG-Kontrolle. Der Hormonspiegel sank und die Fruchtblase senkte sich ab. Das war für uns Beweis genug, dass wir es auf dem natürlichem Weg versuchen sollten. Nach dem dritten Kontrolltermin fing es gleich an mit Schmierblutungen, mal weniger, mal mehr. Jeden Tag spürte ich ein Ziehen in der Gebärmutter und Scheide und es kamen jeden Tag Stücke von Gewebe – viele kleinere, 1-2 pro Tag grössere. Nach ca. 1 Woche habe ich stärkere Schmerzen bekommen – wie kleine Wehen, nehm ich mal an. Danach kam der Fötus, bald dann auch die Plazenta. Sie waren stark verändert – ausgetrocknet. Nach 2-3 Tagen kamen wieder diese wehenartige Schmerzen. Tag danach kamen stärkere Blutungen mit hellem, frischem und warmen Blut. Ich glaube das Blut sollte dann den Rest „ausspülen“. Danach kam aus mir ein sehr grosser Klumpen als ich auf der Toilette war. Dann wurden die Blutungen immer weniger bis Schmierblutungen. Als ich nur noch Schmierblutungen hatte ging ich nochmals zur Kontrolle. Die Ärztin konnte mir durch US bestätigen, dass alles raus ist und alles in Ordnung ist. Ich solle dann am besten bald wieder versuchen schwanger zu werden. Ich möchte noch erwähnen, dass ich einen Tipp von bekommen habe den Mutterkrauttee zu trinken. Der soll dem Körper helfen die Plazenta abzustossen. Ich hatte ca. 1L täglich über 1 Woche oder etwas länger, getrunken. Ich weiss nicht genau ob das sicher hilft, aber ich habe darauf vertraut. War mir lieber als Tabletten. Ich habe auch während der schmerzhaften Tage keine Schmerztablette genommen, weil ich mein Körper so besser beobachten konnte und beurteilen ob ich das aushalten kann oder lieber ins Krankenhaus gehen. Auch haben wir uns mit meinem Partner alle mögliche Tel.-Nummern vorbereitet, falls was passieren sollte. Auch Taxi-Nrn.

    Was ich aus dieser Geschichte gelernt habe ist, dass ich trotz meiner Angst auf mein Gefühl, auf meine innere Stimme, auf mein Körper gehört habe und ES WAR RICHTIG. Mein Körper hat mir immer Zeichen gegeben oder ich habe es in mir fühlen oder spüren können, was los ist und was das Beste ist. Das zeigte mir, dass ich meinem Körper und meiner Intuition besser vertrauen sollte. Es ist ein tolles Geschenk der Natur. Wir sind auch ein Teil der Natur, warum sollen wir also immer so hart eingreifen wie das die Medizin macht? Es ist nicht immer nötig.

    Das ist jedoch meine Erfahrung und ich kann es verstehen, wenn eine Frau zu viel Angst hat, dann macht sie das auf dem medizinischen Wege. Auch sollte man immer beachten, wenn man Fieber und Übelkeit oder Erbrechen hat, muss man sofort ins Krankenhaus. Zumindest um sicher zu sein.

    Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass es bei mir gut verlaufen ist. Und ich wünsche es auch euch allen, dass es ein gutes Ende hat. 🙂

    LG
    Kamila

  8. Bernadette

    Hallo,

    bis vorhin war ich noch frohen Mutes wegen einer kleinen Geburt. Nun hab ich aber gelesen dass ASS 7 Tage die Blutgerinnung hemmt. Ich habe meine letzte ASS vor 48h genommen. Ich habe bereits Schmierblutungen und jetzt doch irgendwie Angst das was schief geht 🙁

  9. Anita

    Hallo Olivia,

    ich habe vor etwas über einer Woche von meiner FÄ gesagt bekommen, dass kein Herzschlag mehr zu sehen ist… (9+6), Embryo ist bei 6+0, nun gehen langsam alle Anzeichen zurück und ich hoffe auf die erlösende Blutung… meine Ärztin wollte mir auch eine AS nahelegen, da ich sonst Probleme bei einer erneuten SS haben könnte… eine Hebamme meinte, dass der Eingriff in die Natur Probleme machen könnte.. ich könne weiter warten… Ende nächster Woche hätte ich meine normale Blutung… bei mir wurde kein HcG gemessen oder so… kein Verlauf… stehe also allein da… schaff ich das auch so ohne Hilfe? Klar, dass ich danach zu meiner FÄ gehe um abschliessend untersuchen zu lassen… Ich hoffe es geht alles gut. Man hört und liest ja grauslige Geschichten über eine natürliche FG… viel ist Geldmacherei bei den Ärzten…die Natur hat gegeben, sie nimmt auch wieder…

    Alles Liebe

  10. Penelopee

    Hallo!
    Ich habe am 26.4. meine Zwillinge in der 11. Woche verloren. Meine Hebamme hat mir geraten abzuwarten. Da es mir 2 Tage später schlecht ging fuhr ich in den Notfall. Dort erfuhr ich, dass ich noch einen hohen Schwangerschaftwert hatte und ich nach 48h wieder eine Blutentnahme machen musste. 48h war der Wert gesunken und eine Ärztin im Spital hat mir empfohlen weiter abzuwarten, was auch mein Wunsch war.Die mensartige Blutung hat 1 Woche lang gedauert, danach hatte ich 2 Tage bräunliche Schmierblutungen. Gestern, 7 Tage nach meiner 1. Untersuchung, war ich wieder im Spital für erneute Blutentnahme und Ultraschall bei einem anderen Arzt, dh.beim Oberarzt. Der meinte meine Werte seien immer noch zu hoch: 1. Wert war bei 4000 nun bei 1400. Es müsse sich noch Gewebe in der Gebärmutter befinden. Tatsächlich hat man im Ultraschall durchblutetes Gewebe gesehen. Nun muss ich 5 Tage Cytotec einehemen und falls in einer Woche nicht alles weg ist, müsse ich mich einer AS unterziehen, da es sonst gefährlich für mich würde…
    Nun, ich habe in den letzten 2 Jahren bereits 2 Vollnarkosen hinter mir gebracht und habe überhaupt nicht vor mich nochmals einer Operation unterziehen zu lassen. Ist es wirklich so gefährlich wie sie mir prophezeien oder könnte ich nicht einfach weiter warten? Ohne Cytotec, hatte ich keinerlei Schmerzen und fühlte mich fit, nun habe ich natürlich Schmerzen und durch die Aussagen des Oberarztes fühle ich mich ziemlich gestresst… Kannst du mir weiterhelfen?
    LG Penelope (aus der Schweiz)

  11. Kamila

    Liebe Olivia,
    ich weiss, es ist schon länger her, dass dieser Artikel geschrieben wurde. Aber ich habe Fragen genau zu diesem Thema und weiss nicht, wo ich mich sonst noch wenden sollte. Erstmal vielen Dank für diese tolle und informative Website. Ich habe lange nach einer Internetseite gesucht auf der man über Fehlgeburt auf dem natürlichen Wege etwas erfahren kann. Leider findet man im Internet nicht viel darüber. Überall wird es nur zu medikamentösen Behandlung oder Abschabung geraten. Wir finden, dass man es dem Körper überlassen soll bis es auf natürliche Weise abstösst. Meine Ärztin hat dafür kein Verständnis und versucht mich zu den medizinischen Methoden fast zu zwingen. Ich fühle mich bevormundet und respektlos behandelt. Sie konnte mich nicht gut beraten auch in Sachen Schwangerschaft und wurde nervös, wenn ich zu viele Fragen stellte. Ich bin nicht zufrieden mit ihr und weiss, dass ich bei nächster Schwangerschaft mir sicher eine andere aufsuchen werde.
    Nun ich habe auch konkrete Fragen an dich. Es ist klar festgestellt worden, dass das Embrio nicht mehr lebt, auch die Hormonwerte sind sehr gesunken. Leider ist es mir immer noch unklar wie lange es schon tot ist – das konnte mir die Ärztin irgendwie nicht genau sagen. Meinen Einschätzungen nach sind schon 4 Wochen sicher vergangen aber es tut sich nichts. Ich hatte bis jetzt keine Schmerzen, keine grossen Blutungen (ausser einer kleinen, die schnell vorbei war), kein Fieber, nur hin und wieder ein kleines Ziehen im Unterleib. Ist es ein Grund zur Beunruhigung? Wie lange ist es sinnvoll noch zu warten? Kann ich es mit einem Mutterkrauttee unterstützen? (der soll bei der Ablösung der Plazenta helfen) Oder soll ich mit dem Tee warten bis es losgeht? Hättest du da noch eine andere Idee?
    Ich bitte um schnelle Antwort. Ich bin schon verzweifelt. Ich möchte keine Chemie zu mir nehmen und eine OP wäre ein Horror für mich.

    Vielen Dank für deine Hilfe.
    Kamila

  12. Sarah

    Hallihallo,
    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich fühle mich dadurch bestärkt, den richtigen Weg gegangen zu sein. Hatte letzte Woche eine Fehlgeburt in der 6. SSW und habe mich gegen eine Ausschabung entschieden. Körperlich geht es mir einerseits schon wieder ganz gut, wenn man von einer irrsinnigen Erschöpfung und einem nebeligen Gefühl im Kopf absieht. Seelisch mental sieht es anders aus. Ich kann mit meinen Gefühlen von Trauer, Wut und Angst schon ganz gut umgehen. Nicht jedoch mit dieser bleiernen Lethargie und dem schwammigen Gefühl im Kopf. Ich sage mir ‚he, es ist noch nicht mal eine Woche her seit du dein Kind verloren hast, das ist normal‘ aber es ist so anstrengend auszuhalten. Ich hoffe inständig, dass das auch auf die Hormonumstellung zurückzuführen ist? Ich bin generell eher eine Mimose, war schon oft in Psychotherapie und will mir das nicht mehr antun… Irgendwie schaffe ich das schon, es kann ja nicht ewig so weitergehen…
    Alles Liebe, Sarah

    1. Kamila

      Hallo Sarah
      mir ging/geht es ähnlich wie dir. Mental habe ich es verarbeiten können (mit grosser Hilfe meines Partners), aber während des Prozesses (ca. 3.5 Wochen) der kleinen Geburt fühlte ich mich sehr Erschöpft, ich konnte 2-3x mal am Tag Schläfchen machen, hatte Kopfweh und war sehr lustlos. Jetzt ist es seit einer Woche vorbei aber mein Körper ist immer noch ziemlich ermüdet. Ich glaube auch, dass es die Hormonumstellungen sind. Aber da ich auch ein Sensibelchen bin, empfinde ich viele Dinge viel schneller und tiefer/stärker als andere und deswegen versuche ich auf mein Wohlgefühl zu achten. Und ich möchte nicht, dass mir ein Arzt etwas aufzwingt nur weil er Arzt ist und man solle blind auf ihn hören. Nein. Vielleicht bin ich dem Arzt nicht wichtig, aber mir selbst bin ich wichtig. 🙂

      LG
      Kamila

  13. Nadine

    Liebe Olivia!

    Ich würde gerne meiner Freundin helfen, die aber nur Englisch spricht! Gibt es eine vergleichbare Seite auf Englisch, die du empfehlen kannst?

    Viele Grüße, Nadine

  14. Ines

    Hallo liebe Olivia,
    ich hatte am 3.März 2016 eine Fehlgeburt und war Anfang der 7. SSW. An dem Tag als ich morgens aufwachte ahnte ich schon das es vorbei sein wird. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch schon ca. 1 Woche Schmierblutungen und musste das Bett hüten. Ich weckte meinen Freund berichtete ihm von meiner Ahnung und ging zur Toilette. Da löste sich schon der erste Teil. Ich vermute das es sich um den Embryo handelte, da später im Krankenhaus nur noch der leere Fruchtsack zu sehen war. Mit den Ärzten besprachen wir schon alles wegen der Ausschabung, die dann am nächsten morgen gemacht werden sollte. Ich erklärte mich dazu bereit, aus der Angst heraus, die mir von den Ärzten gemacht wurde, es könnte sich was entzünden und dann könnt ich keine Kinder mehr bekommen. Ungefähr eine Stunde nach diesem Gespräch löste sich dann auch der Fruchtsack. 🙁 Daraufhin wurde eine weitere Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Die Ärztin bestätigte was ich schon wusste und sagte mir im selben Atemzug das die Ausschabung aber trotzdem gemacht werden müsse da sich viele Reste(diese Blutklümpchen) noch in meiner Gebärmutter befänden. Ich stimmte dem wieder voller Überzeugung zu in der Hoffnung, daß wäre das beste so. Während des restlichen Tages hatte ich Wehenschmerzen, die ich auch problemlos ohne Medikamente aushielt. Am nächsten morgen, wachte ich um 3 Uhr früh auf und wusste das ich die Ausschabung nicht machen lassen sollte. Ich schaute was ich im Internet dazu fand, ob dies wirklich notwendig ist oder nicht. Ich fand viele hilfreiche Antworten, unteranderem auch diese hier, die mich bestärkten, es nicht machen zu lassen. 6 Stunden später war dann die Visite und ich sagte dem Arzt das ich es nicht machen lassen würde. Begeistert war er nicht. Also ging ich nachhause. Meldete mich bei meinem FA (der davon auch nicht begeistert war) und ließ mir Blut abnehmen und mich über die Risiken belehren. Ich solle dann in 10 Tagen wiederkommen dann sollte alles vorbei sein. Gesagt getan. Zwischendurch hatte ich immernoch Wehen, was aber wie gesagt auszuhalten war. Nach 10 Tagen war ich dann beim FA und er bestätigte mir das alles gut gelaufen ist der hcg wert auch gefallen sei und ich in ca 3 Wochen mit meiner Periode rechnen kann. Ganz pünktlich am 31. März, wie ich es erwartet hatte kam meine Periode. Ich danke dir für deine mühe die du dir hier machst. Es hat mir sehr weiter geholfen. Lg Ines

  15. Caro

    Liebe Olivia
    Als ich dein Blog gefunden habe und grade diesen Teil gelesen habe, habe ich bemerkt wie gut ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann. Jetzt fühle ich mich bestärkt.
    Am 2.2. wurde mir gesagt das ich schwanger bin ca ende 5.Woche.Mein Mann und ich haben uns so gefreut und waren total glücklich bis zum Wochenende. Am Freitag hatte ich minimale bluttropfen entdeckt und bin dann nochmal zu meiner FA gefahren und da war noch alles in Ordnung,die Fruchthöhle war etwas gewachsen und man konnte den Herzschlag auch erkennen. Samstag abend dann der Schock. Ich hatte sehr starke Blutungen mit Gewebeabgängen und mir war sofort klar das mein Krümelchen nich mehr da is. Waren dann im Krankenhaus und auf dem Ultraschall dann die bittere Wahrheit es war nix mehr da. Ich wollte nur noch raus ubd luft holen aber die Ärzte wollten sofort eine Ausschabung machen und ich musste schon sehr böse werden um nach hause gehen zu dürfen. Heute war ich wieder bei meiner FA und sie hat alles nochmal untersucht und mich bestärkt das es nicht nötig ist eine ausschabung zu machen. Sie erklärte mir noch ein paar Sachen und sagte das es in den nächsten Tagen wohl ein kleiner Fropf noch kommen müsste und kaum war ich zu hause habe ich gemerkt das ea jetzt endgültig vorbei ist und auch der Fropf is raus. Mir kommt das alles ziemlich schnell vor oder ist das normal? Blut wurde mir auch abgenommen und in 3 Wochen muss ich zur Kontrolle. Ich kann das alles noch nicht richtig verarbeiten weil es echt alles ziemlich schnell ging.

    Lg Caro

  16. Anke

    Liebe Olivia,
    vielen Dank für diesen Blog.
    Mich beschäftigt folgendes:
    Ich hatte Mitte Januar einen positiven SST und am 19.1. Beim US beim Gyn War eine Fuchtel mit 39 mm zu sehen. Nach zwei Wochen sollte ein weiterer US folgen. Mir ging es soweit gut, ich hatte nur ordentlich ziehen in der Brust. Beim zweiten US wurde dann aber nur eine FH von 93 mm mit unscharfem Inhalt gefunden und bewegliche Masse in der Gebärmutter. Meine Gyn meinte, ich solle mich wieder auf eine FG einstellen.
    Ich hatte im August bereits eine FG in der 7. Woche.
    dazu kommt, dass ich Morbus Basedow habe, obwohl die Werte momentan ideal sind, und ich auch schon 36 Jahre alt bin.
    nun hätte ich in der Nacht von Freitag auf Samstag die FG. Ich hatte abends krampfartige Schmerzen und in der Nacht auf Klo hatte ich dann ein Daumengrosses festes Gebilde im Papier.
    Ich habe allerdings noch immer krampfartige Schmerzen im Unterleib. Mein nächster Termin ist aber erst am Freitag, soll ich abwarten oder lieber ins Krankenhaus?
    Ich hab kein Fieber und immer noch leichte Blutungen.
    liebe grüße, Anke

  17. Maria

    Liebe Olivia, danke erstmal für das Teien deines Wissens…öfters hab ich in den letzten Wochen nachgelesen und nun möchte ich auch eine persönliche Frage stellen.

    Ich habe gerade eine natürliche Fehlgeburt hinter mir. In der SS-Woche 7+2 wurde festegestellt dass meine SSW schon wieder zu Ende ist (hatte dies schon vermutet, da SSW Symtome nicht mehr da waren und eine Schmierblutung eingesetzt hat, die immer mehr wurde. 2 Tage nach der Untersuchung am 31.12.2015 setzte dann auch schon die Blutung ein…einige Tage hatte ich sehr starke Blutung, jedoch stets ohne Schmerzen. Da das ganze während eines Urlaubaufenthalt…glücklicherweise aber in der eigenen Ferienwohnung stattgefunden hat, war ich zwei mal bei einem mir unbekannten aber sehr sehr netten Arzt. Am 11. Jänner suchte ich dann meinen Arzt in Rom/Italien auf…(bevorzuge jedoch noch immer meine Arztin des Vertrauens in Wien aufzusuchen aber da ich nun in Rom lebe war das nicht möglich.) Ich hatte da noch immer Blutungen. Musste dann eine Woche Methergin einnehmen und war vor zwei Tagen am 18. 01.2016 wieder zur Kontrolle.
    Hcg Wert war am 12.1.2016 bei 158 und am 14.01.2016 bei 86.
    Ultraschall am 18.01.2016 sah gut. Kommenden Montag soll ich nochmals den HCG Wert checken lassen ob dieser dann bei Null ist.
    Jetzt dachte ich gestern aber, dass meine Blutung bzw in den lezten Tagen Schmierblutung vorbei ist. Heute jedoch hab ich wieder bemerkt, das ein bisschen Blut mit Schleim abgeht. Ist das denn alles normal? Das das so lange dauert? Bin sehr froh darüber das ich das alles natürlich durchgehen konnte, doch hab ich weil halt noch immer Schmierblutung vorhanden ist Angst, dass ich am Ende doch noch in Spital muss.
    Hatte auch vor dieser Schwangerschaft 5-7 Tage vor der Mens immer Schmierblutung.
    Habe bereits eine Tochter mit 2 Jahren.

    Vielen Dank
    Maria

  18. Marie

    Liebe Olivia,

    Deine Website und Dein wertvolles Wissen, das Du mittels dieser mit so vielen Frauen teilst, hat mir unglaublich viel Mut gegeben.
    Nun muss ich leider auch eine FG erleben.
    Ich wäre jetzt in der 9 SSW, aber vor einer Woche, als ich bei meiner FÄ war, war das Embryo kaum zu sehen, es war nicht entwickelt gewesen. der HCG Wert war 90000.
    4 Tage später 74000, das Embryo kaum zu sehen.
    Ich habe ein Rezept für catotec bekommen und Empfehlung zu schnellen Ausschabung.
    Mir geht es gut und ich bin geistig bereit auf die Natur zu warten. Es wäre mit viel lieber alles zu Hause zu erleben und ich möchte keine Ausschabung.
    Sind meine Werte noch zu hoch dafür dass es bald losgehen könnte? Ist es ratsam catotec zu Hause einzunehmen?
    Ich würde mich sehr auf deine Antwort freuen.
    Alles Liebe, Marie

    1. Olivia

      Liebe Marie, aktuell ist der Wert noch zu hoch für eine FG in den nächsten Tagen. Aber er sinkt ja gut und du kannst weiter abwarten, solange es dir gut geht.
      Cytotec zu Hause rate ich nicht.

      1. Marie

        Ich fühle mich sehr einsam in der Situation,
        von allen Seiten (meine Frauenärztin, meine Hebamme, meine Freunde und Verwandten) alle meinen, dass ich vernünftig sein soll und ins Krankenhaus fahren, dass ich eine Ausschabung machen soll, bevor was schlimmes passiert, wenn ich vor allem noch Kinder haben möchte…
        Dabei geht es mit sonst gut und ich habe in den letzten Tagen viel über das Thema „aktives Abwarten“ gelesen. Ich kann diesen Druck nicht mehr aushalten. Ich rufe meine Frauenärztin schon nicht mehr an und antworte nicht mehr auf die Nachrichten.
        Traurig, ich hätte so gerne eine Unterstützung auf diesem schwierigen Weg gehabt…

    2. renate

      Meine tochter ist 32jahre alt und hatte jetzt die 2.fehlgeburt was mich als mutter sehr traurig macht.ich habe gehört es gibt eine spritze die 12monate anhält und eine fehlgeburt verhindert wer weiß was darüber.danke.

  19. Julia

    Liebe Olivia,
    Leider hatte ich vor einer Woche auch eine Fehlgeburt ( 6 ssw) .Nach drei absolut komplikationslosen SS.
    Die Blutung dauerte nur ein paar Tage. Schmerzen hatte ich kaum.
    Seit heute habe ich unerträgliche Schmerzen, im Rücken ( unterer Bereich), die sich jetzt auch aufs Unterleib übertragen.
    Ist es normal?
    Gruß
    Julia

  20. Daniela

    Liebe Olivia
    Ich wollte Dir nur noch mal schreiben über den Verlauf. Ich war Mo. nochmal zum Ultraschall dort war nur noch minimale Flüssigkeit zu sehen.
    CRP 3,5 BHCG 66. Es musste keine Ausschabung gemacht werden. Darüber bin ich froh. Ich wollte mich nochmal bedanken über die Möglichkeit deines Blogs und Sorry wenn ich soviel geschrieben habe.
    Frohe Weihnachten Dir und deiner Familie mit lG
    Daniela

  21. Anna

    Liebe Olivia,
    gern möchte auch ich die Möglichkeit nutzen, Deinen Rat zu meiner Situation zu bekommen. Nach zwei vorangegangen Fehlgeburten in diesem Jahr, war ich nun wieder schwanger. Leider hat sich der HCG- Wert nach der 5. SSW nicht ausreichend erhöht. Bei der letzten US- Untersuchung wurde eine kleine Fruchthülle, aber kein Embryo gefunden. Ich bin durch eine ICSI- Behandlung schwanger geworden und da sich mein HCG- Wert von Sa bis Do so gut wie gar nicht verändert hat (immer um die 550), sollte ich nun die Medikamente (Progynova und Famenita) absetzen und am Mo zu einer erneuten Kontrolle kommen. Dann soll entschieden werden, ob eine Aussschabung nötig ist. Habe ich Deinen Artikel richtig verstanden, dass ein natürlicher Abgang unwahrscheinlich ist, wenn noch kein Embryo zu sehen war? Seit dem Embryonentransfer spritze ich 20 mg Heparin (Clexane) täglich. Kann dies nun Auswirkungen auf die Abbruchsblutung haben? Mich verunsichert auch sehr, dass der HCG- Wert noch nicht zu sinken scheint. Insgesamt ist dies nun meine fünfte Fehlgeburt, die meist mit Ausschabungen in der 9./10. SSW beendet wurden. Nur bei der Letzten hatte ich bereits in der 5. SSW einen natürlichen Abgang, bei der der HCG- Wert auch sehr schnell abgesunken war. Gern möchte ich mit meinem Körper und meiner Psyche nach all dem Anstrengungen schonend umgehen, um dann auch bald einen neuen Versuch starten zu können. Glücklicherweise konnte ich neben den Fehlgeburten auch eine gesunde Tochter zur Welt bringen, die mir jetzt viel Kraft und Zuversicht gibt.
    Liebe Grüße,
    Anna

  22. Andrea

    Guten Abend,
    Auch ich bin durch diesen Blog ermutigt, meinem Körper zuzutrauen eine „kleine Geburt zu meistern“!

    Dies ist meine zweite Fehlgeburt! Dazwischen durfte ich aber eine Schwangerschaft bis zur 33woche austragen. Meine Tochter (3)ist aufgrund einer Plazentalösung 6 Wochen zu früh geboren- ist aber heute alles gut.
    Nun bin ich eigentlich in der 9. ssw, das Kind hat sich aber nicht gut entwickelt. Vor 4 Tagen war ich bei meiner Ärztin- wegen Schmierblutungen-die feststellte, dass die Schwangerschaft mind. 2 Wochen zurückdatiert werden müßte! Da war ich mir eigentlich schon sicher, dass etwas nicht stimmt!
    Und nun ist es wohl soweit- aus den Schmierblutung ist eine richtige Blutung mit heftigen Unterleibsschmerzen geworden.
    Nun ist es so, dass ich ein wenig Bedenken habe, da ich aufgrund der letzten SS Ass einnehmen musste!
    Kann ich es trotzdem Wagen zu Hause zu bleiben? Bin nicht alleine!
    Bei der letzten Fehlgeburt bekam ich eine Ausschabung, obwohl alles von alleine abgegangen war. Sogar im Op Bericht stand: kein Material?!
    Damals hab ich leider einfach gemacht, was die Ärzte angaben.mein Körper war ja schon erschöpft , da hat mich die Narkose echt umgehauen und aus meiner heutigen Sicht völlig unnötig!!
    Ich danke für diese Plattform und die ermutigenden Erfahrungsberichte!
    Andrea

    1. Olivia

      Hallo Andrea, danke für deinen offenen Bericht.
      Wann hast du ASS zuletzt eingenommen? Die Hemmung der Thrombozytenaggregation hält circa eine Woche an. Würde in dieser Zeitspanne empfehlen lieber eine Klinik aufzusuchen. Ist die letzte Einnahme über eine Woche her, ist es kein Problem.
      Alles Gute für dich!
      Olivia

  23. Daniela

    Hallo Olivia,
    Leider sind die Blutungen stärker geworden und ich hatte am Donnerstag 3.12. eine Fehlgeburt. Also dachte ich,es ist ein Koagel abgegangen.
    Nun war ich Fr. den 4.12 beim Arzt der meinte ich blute kräftig machte einen Ultraschall und meinte man könnte erstmal abwarten. Heute den 10. war ich wieder dort und er sagt im Ultraschall sehe man noch deutliche Koagel allerdings in und oberhalb der Zervix die Gebärmutterhöhle wäre leer. Er hat mir auch Beta HCG abgenommen und will morgen mit mir den Wert besprechen. Entzündungswerte meinte er müsse man nicht bestimmen.. Ich habe kein Fieber und nichts und die Blutung ist deutlich weniger geworden gestern abend hatte ich nochmal einen großen Koagel der abgegangen ist.ich doch unsicher wie lange man abwarten kann und ob es nicht doch sinnvoll wäre Entzündungswerte zu bestimmen. Irgendwie graut mir vor einer Ausschabung aber ich bin auch unsicher wie lange man abwarten kann oder ob das zu gefährlich ist.
    Ich habe mich schon viel auf den Bauch gelegt, Himbeerblättertee und Ingwer-Zimttee getrunken, den Bauch massiert und mich total viel bewegt.
    Danke schonmal im Voraus und LG
    Daniela

    1. Olivia

      Liebe Daniela,
      das tut mir sehr leid für dich, dass die Blutungen doch in einer Fehlgeburt geendet haben.
      Es klingt bisher soweit nach einem „guten“ Verlauf, du hast kein Fieber o.ä., die Gebärmutterhöhle ist leer…da ist es normal, dass Koagel in dieser Zeit noch sichtbar sein können. Auch deine ergriffenen Maßnahmen passen ganz gut. Wie ist denn jetzt die Blutung von der Stärke und Farbe her (hellrot oder bräunlich)?
      LG Olivia

      1. Daniela

        Hallo Olivia
        Erstmal herzlichen Dank für deine Antwort!
        Die Blutung ist hellrot aber ohne Koagel. Letzte Woche Do. 10..war der Beta HCG 2600 CRP 8,7 Leukozy. 12000, da es am WE zwar blutete aber keine Koagel kamen war ich heute zur Kontrolle im KH, Beta HCG heute 14.12 war 1740 CRP 6,5, die Ärztin holte ein Stück (sie meinte rest von der Fruchthoehle oder Plazenta) aus der Cervix und machte einen Ultraschall. Sie sagte man könne morgen eine Ausschabung machen oder es würde noch etwa zwei Wochen bluten. Es wären auch noch kl.reste in der Gebärmutter. Eigentlich möchte ich keine Ausschabung nur habe ich auch Sorgen ob es gefährlich ist wenn es sich so lange hinzieht wegen Infektion….?
        Seit heute abend nach dem KH Besuch, (muss ja auch nicht damit zu tun haben?!) habe ich jetzt die ganze Zeit eine Art brennen in der Scheide und manchmal so Stiche.Könnte das ein Pilz sein? Ist das jetzt unter diesen Umständen schlimm?
        Müsste der Beta HCG schneller fallen?
        Was denkst du denn über den Verlauf?
        Wie oft muesste man denn jetzt Beta HCG und CRP testen?
        Ich hoffe ich habe dich jetzt nicht zu sehr mit Fragen gelöchert?
        Vielen Dank und viele Grüsse Daniela

      2. daniela

        Hallo Olivia,
        Der Arzt hatte mir am Montag Doxycyclin aufgeschrieben.
        Heute dann der Schock zwei Wochen nachdem ich die Kontraktionen hatte, die Blutungen anfingen hatte ich seit letztem Montag 14.12 wieder vermehrt Blutungen mit mini Gerinseln. Vorhin war ich auf der Toilette und auf einmal ist eine große Hülle etwa Minigolfballgroß aber länglich gekommen,- ich weiß nicht was soll ich sagen, Es ist ja das Baby denke ich. Verzeihe mein durcheinanderschreiben. Ich bin durcheinander weil ich damit nicht mehr gerechnet habe. Ich würde so gerne mit jemanden reden, aber traue mich nicht schon wieder den Frauenarzt anzurufen.
        Ist das jetzt gefährlich das das Baby noch zwei Wochen in mir war. Ich bin verwirrt.??
        Die Ärzte meinten vom Ultraschall her, es müssten noch größere Koagel kommen, aber damit habe ich nicht gerechnet…..danke Olivia, ich hoffe mein durcheinander ist ok, LG Daniela

  24. nini

    Hallo Olivia, ich kann mich meinen Vorgängerinnen nur anschließen und bedanken für diese tolle Seite und für deine Ratschläge. Ich bin derzeit mitten in der natürlichen Fehlgeburt. Ich bin / war in der 11 Woche, doch mein kleines hat sich wohl schon in der 9 Woche still und leise verabschiedet.
    Es ist so grausam! Wir haben 5 Jahre gebraucht. Ich bin 27 aber dennoch habe ich Angst das es die einzige Chance war.
    Nun zu meiner eigentlichen Frage , ich habe nun seit ca.10 std starke schmerzen ich denke mal wehen und starke Blutungen mit einigen großen Abgängen… Tennisball groß. Ich blute noch immer und habe noch immer extreme schmerzen. Ich habe nirgends im Internet gefunden wie lange dieser akute vorgang dauert und ab wann man Hilfe zur Seite ziehen sollte.

    Und noch eine Frage , was kann ich gegen diese schmerzen und den Blutverlust tun? Ab wie viel Verlust wird es kritisch?
    Ich bedanke mich schon mal ganz herzlich

    Grüße nini

    1. Céline

      Hallo nini,

      Ich hoffe bei Dir ist alles „gut gegangen“!!?

      Die Frage nach dem kritischen Blutverlust ist und war auch bei mir eine zentrale Frage, wo ich sehr froh um „handfeste“ Anzeichen wäre / gewesen wäre.

      Ich habe soeben auch meine 3. „nachweisbare“ FG hinter mir – das erste Mal mit einer AS (saug).

      Meine 1.FG (9.SSW; Embryo war seit 6. Woche nicht mehr gewachsen ) war eine Inkomplette und ich entschied mich trotz geratener AS zum Warten… Hatte dann über Tage periodisch sehr starke Krämpfe – und trotz aller Anstrengungen meiner Gebärmutter konnte ich nicht alles Ausstossen. Wegen ein „paar Resten“ noch eine AS zu machen war mir total zu wider… So wartete ich einfach auf die nächste Periode wo dann schliesslich alles ausgestossen wurde.

      Meine 2.FG wurde dann in der 10SSW festgestellt (der Embryo hatte sich normal entwickelt nur schlug da leider kein Herz..) Die FG kam dann 3 Wochen später in der Nacht. Während einer Stunde floss das Blut ohne Unterbruch mit zwischendurch grösseren Stücken. Danach stoppte der Rinnsal endlich und es blutete nur noch periodisch mit Abgang von grösseren Stücken (ca alle 10 Minuten). Nach einer weiteren Stunde auf dem Klo beruhigte sich das Ganze und ich wollte mich wieder ins Bett legen. Der Blutverlust machte mir aber wirklich Angst und ich hatte Angst dass es im Schlaf plötzlich wieder beginnen würde zu bluten und ich verbluten würde. (Was dann zum Glück nicht der Fall war..) .
      Ich hatte danach körperliche Beschwerden (kam sehr schnell ausser Atem, Kopfschmerzen beim Treppensteigen usw) und die Blutwerte brauchten ein halbes Jahr bis sie wieder in der Norm waren (Eiseneinnahme)

      Diese starke Blutungen und die Angst davor, bewogen mich dieses Mal zu einer AS. Ich war dieses Mal in der 9.SSW und da ich mit meinen zwei Kinder alleine gewesen wäre und auch noch Weihnachten vor der Tür stand schien mir die AS dieses Mal die bessere Option.
      Letzte Woche hatte ich die As mit Anästhesie vom Rücken aus – so war ich wenigstens „halbwegs“ dabei, was für mich wichtig war.
      Bisher ist alles gut gegangen und heute hatte ich etwas stärkere Krämpfe und es kamen noch „Hautfetzen“ raus. Hoffe das war noch ein kleiner „Abschiedsgruss“ und es kommt dann auch nach dieser AS noch alles gut.
      Vielen Dank für diese Plattform, es tut gut „darüber“ zu lesen und auch zu schreiben…!!

      Wünsche Allen alles Gute und dass den Schmetterlingskindern allen Flügel wachsen!!

  25. Jill

    Hallo Olivia,
    ich finde es so schön, dass ich deine Seite gefunden habe. Es tut so gut, hier zu lesen.
    Ich möchte gerne meine Erfahrung zur bevorstehenden Ausschabung schildern und habe auch noch ein paar Fragen dazu. Ich entschuldige mich schon jetzt, für meinen langen Text.

    Leider wurde bei mir Missed Abort in 9,1 festgestellt. Das Herzchen hat vor ca einer Woche aufgehört zu schlagen. Ich bin so sehr traurig.
    Mein Frauenarzt hat mich überrumpelt und mir gleich am nächsten Tag einen Termin bei seinen Kollegen in der kleinen ambulanten OP Praxis ausgemacht.
    Als ich dort reinkam, habe ich mich schon nicht wohl gefühlt. Keine Diskretion und eine komische Atmosphäre.
    An der Rezeption war keiner und im Wartezimmer warteten zwei weitere Pärchen mit ca 1,5 Std. Verspätung.
    Nach einer halben Stunde kam eine gestresste Sprechstundemitarbeiterin vor, mit Schweißperlen auf der Nase. Sie nahm gestresst und etwas unhöflich meine Daten auf. Ich sei die letzte die heute dran kommt. Ich setzte mich wieder hin.
    Im offenem Warte-u. Empfangszimmer grenzte der OP-Bereich. Die Tür ging auf und der operierenden Gynäkologe kam in den Raum und sagte, der Ablauf geht jetzt normal weiter. Wir hatten bei einem Eingriff Komplikationen, deshalb die zweistündige Verzögerung. Er entschuldigte sich und teilte mit, dass so etwas passieren kann.
    Ich verstehe dass soetwas passieren kann, aber die komische Situation, den spürbaren Stress, die Tatsache, dass ich die Letzte bin die dran kommt, die Überrumpelung, meine Traurigkeit, auch das man mitbekam, dass eine andere Frau Probleme mit den Nachwirkungen der Narkose hatte und der Mann nicht zu ihr ans Bett durfte, entschloss ich mich zum Gehen.
    Ich ging zur Sprechstundendame vor und sagte, dass ich sehr nervös bin und Angst vor Komplikationen habe und das mich diese Situation etwas beunruhigt. Sie bläffte mich an und sagte, wenn bei meinen Eingriff soetwas passieren würde, möchte ich doch auch versorgt werden. Sicher, sagte ich. Eine beruhigende Atmosphäre wäre mir aber jetzt im Moment lieber. Da Sie mich weiter anbläffte, sagte ich, dass sie nicht besonders einfühlsam sei und dass ich mich hier nicht wohl fühle und den Eingriff hier nicht vornehmen lasse.
    Als ich gegangen war, habe ich mich so erleichtert gefühlt.
    Ich ging zum Frauenarzt und wollte eine Überweisung fürs Klinikum. Dort war ich bei der letzten FG auch. Diese ging aber in der 6.2 alleine ab. Da ich aber starke Blutungen und Schmerzen hatte war ich dort zur Untersuchung. Eine AS war dann nicht mehr notwendig.
    Mein Frauenarzt war zwar von meiner jetzigen Entscheidung ins Klinikum zu gehen etwas angesäuert, denn schließlich sollte ich ja die AS bei seiner Gemeinschaftsambulanz vornehmen lassen, gab mir aber schließlich die Einweisung.
    Gestern war ich dort zur Voruntersuchung. Ich wurde untersucht, beraten, über die Risiken aufgeklärt und sie waren sehr nett und einfühlsam. Morgen ist der Termin zur ambulanten Ausschabung. Die Ausschabung wäre nötig, weil nicht alles von alleine abgehen würde. Seit Sonntag habe ich Ausfluss mit minimalem Schmierblut. Heute früh hatte ich beim Abputzen Blut auf dem Papier, wie beginnende Periode. In der Binde ist braunes Schmierblut. Es hat jetzt aber wieder aufgehört. Soll ich den morgigen Termin absagen? Bin jetzt verunsichert. Soll ich meinen Körper machen lassen? Ich fühle mich auch nicht mehr schwanger. Blut wurde mir allerdings nicht abgenommen. Ich bin nicht mehr lange krankgeschrieben und habe Angst vor einer kleinen Geburt, währenddessen ich im Büro bin. Hat man wirklich Wehen, über Stunden? Ich bin hin und her gerissen. Weiß auch gar nicht, ob mein Partner einer kleinen Geburt gut heißen würde. Und zu meinem Frauenarzt möchte ich auch nicht mehr…

  26. Jill

    Hallo Olivia,
    ich finde es so schön, dass ich deine Seite gefunden habe. Es tut so gut, hier zu lesen.
    Ich möchte gerne meine Erfahrung zur bevorstehenden Ausschabung schildern und habe auch noch ein paar Fragen dazu. Ich entschuldige mich schon jetzt, für meinen langen Text.

    Leider wurde bei mir Missed Abort in 9,1 festgestellt. Das Herzchen hat vor ca einer Woche aufgehört zu schlagen. Ich bin so unendlich traurig. Ich bin 39 und wünsche mir so sehr ein Kind. Mein Frauenarzt hat mich überrumpelt und mir gleich am nächsten Tag einen Termin bei seinen Kollegen in der kleinen ambulanten OP Praxis ausgemacht. Als ich dort reinkam, habe ich mich schon nicht wohl gefühlt. Keine Diskretion und eine komische Atmosphäre.
    An der Rezeption war keiner und im Wartezimmer warteten zwei weitere Pärchen mit ca 1,5 Std. Verspätung.
    Nach einer halben Stunde kam ein gestresste Sprechstundemitarbeiterin vor, mit Schweißperlen auf der Nase. Sie nahm gestresst und etwas unhöflich meine Daten auf. Ich sei die letzte die heute dran kommt. Ich setzte mich wieder hin. Am offenem Warte-u. Empfangszimmer grenzte der OP-Bereich. Auf einmal kam der operierenden Gynäkologe in den Raum und sagte, der Ablauf geht jetzt normal weiter. Wir hatten bei einem Eingriff Komplikationen, deshalb die zweistündige Verzögerung. Er entschuldigte sich und teilte mit, dass so etwas passieren kann.
    Ich verstehe dass soetwas passieren kann, aber die Situation, den spürbaren Stress, die Tatsache, dass ich die Letzte heute bin und das Team einen stressigen Arbeitstag hat, die Überrumpelung, das war für mich zu viel. Ach ja, dann bekam man noch mit, dass eine andere Frau Probleme mit den Nachwirkungen der Narkose hatte. Der Mann durfte nicht zu ihr.
    Ich ging zur Sprechstundendame vor und sagte, dass ich sehr nervös bin und Angst vor Komplikationen habe und das mich diese Situation sehr beruhigt. Sie bläffte mich an und sagte, wenn bei meinen Eingriff soetwas passieren könnte, möchte ich doch auch versorgt werden. Ich sagte darauf, dass sie nicht besonders einfühlsam ist und dass ich mich hier nicht wohl fühle und den Eingriff hier nicht vornehmen lasse.
    Als ich gegangen bin, habe ich mich so erleichter gefühlt.
    Ich ging zum Frauenarzt und wollte eine Überweisung fürs Klinikum. Dort war ich bei der letzten FG auch. Diese ging aber in der 6.2 alleine ab. Da ich aber starke Blutungen und Schmerzen hatte war ich dort zur Untersuchung. Eine AS war dann nicht mehr notwendig.
    Mein Frauenarzt war zwar von meiner jetzigen Entscheidung ins Klinikum zu gehen etwas angesäuert, denn schließlich sollte ich ja die AS bei seiner Gemeinschaftsambulanz machen lassen, gab mir aber schließlich die Einweisung.
    Gestern war ich dort zur Voruntersuchung. Ich wurde untersucht, beraten, auch über die Risiken und sie waren sehr nett und einfühlsam. Morgen ist der Termin zur ambulanten Ausschabung. Die Ausschabung wäre nötig, weil nicht alles von alleine abgehen würde. Allerdings habe ich seit Sonntag Aussfluß mit bisschen Schmierblut. Heute früh hatte ich beim Abputzen Blut auf dem Papier, wie beginnende Periode. In der Binde ist braunes Schmierblut. Es hat jetzt aber wieder aufgehört. Soll ich den morgigen Termin nun absagen? Bin jetzt verunsichert. Soll ich meinen Körper machen lassen? Ich fühle mich auch nicht mir schwanger. Blut wurde mir allerdings nicht abgenommen. Ich bin nur bis kommenden Mittwoch krankgeschrieben. Ich habe Angst vor einer kleinen Geburt, währenddessen ich im Büro bin. Ich bin Pändlerin. Habe schon etwas Angst davor. Ich kann mich leider nicht länger krankschreiben lassen, da wir viel zu tun haben. Ich weiß, dass mein Körper und meine Sele jetzt wichtiger sind, dennoch habe ich vor am Mittwoch wieder arbeiten zu gehen. Hat man wirklich so richtig Wehen, über Stunden? Ich bin Hin und Her gerissen. Weiß auch gar nicht, ob mein Partner eine kleine Geburt gut heißen würde. Und zu meinem Frauenarzt möchte ich auch nicht mehr.
    Sorry für den langen Text und vorab lieben Dank fürs Zuhören.
    Jill

  27. Beri

    Hallo!
    Der Beitrag hat mir sehr geholfen. Ich bin rechnerisch seit heute in der 11ten Woche. Leider wurde gestern kein Herzschlag mehr festgestellt und der Embryo ist auch nicht mehr gewachsen. Außerdem ist er insgesamt viel zu klein. Leider ist das nun schon das 2te Mal. Das letzte Mal ist es von selbst in der 7ten Woche abgegangen.
    Jetzt hat meine Ärztin mich am Di für eine Ausschabung angemeldet. Die ganze Nacht lag ich wach und weiß nicht recht, ob ich das machen will. Ich weiß aber auch nicht ob ich ein wochenlanges Abwarten aushalten würde, v.a über Weihnachten.
    Ich bin mir so unschlüssig…:(

  28. laura

    hallo,

    danke für diesen beitrag.
    er hat mir total durch die letzte zeit geholfen und das vertrauen in meinen körper immens gestärkt:
    er ist ein wunderwerk.
    ich hatte letzten freitag die abstoßung, bluten tue ich schon seit 2 wochen.
    mittlerweile ist die blutung fast bei 0.
    meine frage:
    ich hatte gestern mit meinem partner sex. und jetzt weiß ich gar nicht, ob das so eine gute idee war?
    mein frauenarzt hatte dazu nichts gesagt.
    kannst du helfen?

    1. Olivia

      Hallo Laura,

      das freut mich sehr, dass du durch den Beitrag zu mehr Vertrauen in deinen Körper gefunden hast!
      Sobald du wieder Lust auf Sex hast, ist das absolut in Ordnung und es spricht nichts dagegen!
      Frauen die noch bluten, sollten lieber auf Kondome zurückgreifen, da theoretisch die Gefahr besteht, dass Keime des Partners in die noch nicht abgeheilte Gebärmutterschleimhaut gelangen und zu einer Infektion führen.
      Auch nach dem sexuellen Kontakt kann nochmal eine leichte Blutung auftreten, da sich beim Orgasmus die Gebärmutter zusammenzieht und noch evtl. angestautes Blut nach draußen befördert wird.

      Ich wünsche dir alles Liebe, Olivia

  29. Daniela

    Hallo Olivia
    Danke für deine Seite. Ich habe schon viel gelesen. Ich bin in der 7-8 SSW ist etwas unklar weil ich so lange unreg.Zyklen hatte. Letzte Woche Mittwoch hatte ich die erste Vorsorge beim Gyn. Man konnte das Baby schon im Ultraschall sehen und auch eine Herzaktion. Dann haben noch am selben Abend erst bräunl. Schmierblutungen und dann 2 Tage später richtige Blutungen etwas weniger als Periodenstark eingesetzt. Am Montag war ich dann beim Gyn. der machte einen U-Schall und das Baby war noch in der Fruchtblase sein Herz hat geschlagen….Er hat mir Uterogest verschrieben und Schonung empfohlen. Nun ruhe ich mich aus bis auf zwei Spaziergänge am Tag. Das Uterogest habe ich nur zweimal genommen weil ich ueber die Thrombosegefahr gelesen habe…Heute Nacht dachte ich es wird besser ich habe auch nicht so sehr geblutet. Aber heute dann wieder mehr und auch wieder mehr Kraempfe. Ich bin unsicher…Wie lange kann ich abwarten? Hat mein Baby nach 1 Woche Blutungen noch eine Chance?
    Mit dem Gyn. ist das auch so eine Sache nachdem ich mit dem ersten so Probleme hatte und er mich jetzt als ich die Beschwerden hatte nicht untersuchen wollte ich solle gleich ins Krankenhaus was ich aber nur ungern wollte, bin ich in eine andere Praxis. Der Arzt war sehr nett hat mich auch untersucht und meinte aber das man eigentlich nicht während des Quartales in eine andere Praxis wechseln kann. Meine Krankenkasse sagt das wäre kein Problem???

    1. Olivia

      Hallo Daniela,
      das ist schwierig zu sagen, ob dein Baby nach den Blutungen und Krämpfen geblieben ist oder ob du mit einer Fehlgeburt zu rechnen hast. Stärkere Blutungen und Krämpfe deuten allgemein schon auf eine Fehlgeburt hin, es kommt jedoch auch in selteneren Fällen immer mal wieder vor, dass das Baby trotz anfänglichen, besonders bei leichteren Blutungen geblieben ist. Das würde ich dir natürlich wünschen.
      Wenn du wegen der Blutungsstärke unsicher bist, solltest du es sicherheitshalber durch eine Hebamme oder ärztlich abklären lassen. Ein wichtiger Indikator ist natürlich auch dein Kreislauf, wenn du da nicht mehr stabil bist ist es natürlich Zeit in die Klinik zu gehen.
      Durch die freie Arztwahl ist es möglich, dass du dir einen anderen Arzt suchst, wenn z.B. das Vertrauen nicht oder nicht mehr da ist, macht es auch keinen Sinn, weiterhin zu ihm zu gehen. Soweit ich weiß liegt das mit dem ungern gesehenen Wechsel innerhalb eines Quartals nur an der Quartalspauschale, diese kann nur ein Arzt derselben Fachrichtung im Quartal abrechnen.
      Für den weiteren Verlauf dir alles Gute! Olivia

  30. Nina

    Hallo Olivia
    Am 18.09. ist ein missed Abort beim Ultraschall festgestellt wurden. Da war ich ca. 12+3. Wir waren einer Seite geschockt auf der anderen Seite habe ich mich aber auch seit 2 Wochen nicht mehr schwanger gefühlt. Das passte dann auch recht gut mit der Größe des Embryos das seit der 9-10 Woche nicht mehr gewachsen war.

    Ich wohne in Dänemark, und hier bekommt man erst einen Tag später einen Termin für das nächste Gespräch und was der nächste Schritt sein sollte. Da das aber ein Samstag war haben wir erst einen Termin für Montag bekommen. Was ich in dem Moment ganz schrecklich fand, da der Gedanke mit meinem Toten Baby weiter rumlaufen zu müssen sich wie Tortur anfühlte und wir einfach nur gerne Weiterkommen wollten…. Am Montag nach dem Ultraschall waren wir dann zum Gespräch wo wir zu dem Entschluss gekommen sind, dass eine Ausschabung vorgenommen werden sollte, da nach ca. 3 Wochen in denen der Embryo nicht mehr gelebt hat immer noch nichts passiert ist.
    Am nächsten Tag sollte dann die Ausschabung vorgenommen werden… Ich bekam dann aber starke Krämpfe und Blutungen und hab das Baby dann doch auf natürlichen Wege verloren (auch wenn es 2 Wochen dauerte bis dann auch alles (sichtbare) weg war und größere Gewebe Stücke mit einer Zange (oder so) entfernt wurden).

    Ich hab dann Ende Oktober meine erste Periode gehabt die wie üblich 5 Tage anhielt und Entwässerung kräftiger war als normal. Nun bin ich anscheinend wieder in meinem normalen Zyklus und haben wieder meine Periode bekommen als ich sie auch bekommen sollte, dieses Mal ist die aber noch stärker und ich Blute jetzt schon seit 7 Tagen recht stark. Mein Bauch ist Nichtvorhandensein aufgebläht wie sonst während der Menstruation und ich hab auch nicht so dolle Lust auf süßes wie sonst..
    Ist das alles normal?

    Danke für deinen tollen Blog,
    Nina

  31. Carina

    Liebe Olivia

    Mein Freund und ich versuchen seit etwa Juni schwanger zu werden. Anfang Oktober dann endlich der possitive Test. 11 Tage später das war Anfang der siebten Woche bin ich nach der Arbeit noch schnell auf Toilette bevor ich nachhause fahren wollte, der Schock alles voller Blut. Es gab keinerlei Vorwarnung wie Bauchschmerzen oder sonstiges, im Gegenteil, mir ging es an diesem Tag besonders gut. Beim Wasserlassen ist dann auch ein Stück Blut mit raus was der grösse eines Embryos in der 7. Woche entspricht. Mir war eigentlich sofort klar das ich das Baby verloren habe. Ich bin dann erstmal nachhause und habe am nächsten Morgen sofort meine Hebamme angerufen. Sie hat auch sofort das gleiche vermutet wie ich und meinte es klingt sehr danach das auch alles raus ist ich solle jetzt einfach meine nächste Periode abwarten und dann könnten wir es wieder versuchen. Die starke Blutung war bereits nach einem Tag wieder weg und ich hatte noch etwa 4-5 Tage ganz leichte Schmierblutungen. Die Schwangerschaftssymptome sind aber nicht weggegangen und auch der SST hat 3 Wochen nach dem vermeindlichen Abort possitiv gezeigt. Also habe ich einen US Termin beim Gynäkologen gemacht um Gewissheit zu haben da ich mir nun wieder sehr grosse Hoffnungen gemacht habe dass ich es doch nicht verloren habe. Gestern war der Termin und ich bin jetzt noch verwirrter als zuvor. Im US hat man das Baby gesehen, allerdings kein Herzschlag und der Arzt meinte das es auch niemals 11. Woche sein kann sonder höchstens 7. Woche. 7. Woche ist aber unmöglich da dann der 1. SST Anfang Oktober niemals possitiv hätte sein können (ich wäre dann ja gerade mal in der 2. Woche gewesen). Ausserdem war ich zu dem Zeitpunkt als die Befruchtung hätte sein sollen mit einer Freundin (ohne meinen Freund) im Urlaub. Der Gynäkologe möchte jetzt in ca 10 Tagen nochmal einen US machen weil er sagt dann müsste man auf jeden Fall das Herz schlagen sehen. Aber ich halte das für überflüssig den die 7. Woche ist unmöglich und daher denke ich dass der Embryo bereits nicht mehr lebt. Für mich kommt eine Ausschabung aber nicht in Frage solange es nicht absolut notwendig ist. Aber wie weiss ich wann es unbedingt notwendig ist? Wie lange ist es ok zu warten? Ich warte ja jetzt schon über 3 Wochen (da hatte ich die Blutung).

    Ich hoffe das ist einigermassen verständlich geschrieben, den in meinem Kopf ist momentan totales Chaos, und du kannst mir weiterhelfen.
    Vielen lieben Dank schonmal für deine Antwort.

    1. Olivia

      Liebe Carina,
      leider kann ich dir bei deinem Verlauf auch keine Hoffnungen auf eine intakte Schwangerschaft machen. Wenn der Embryo nun der 7. SSW entspricht, liegt das ja daran, dass er vor einiger Zeit bereits sein Wachstum eingestellt hat und in dieser Woche sozusagen „stehengeblieben“ ist – es ist sogar so, dass ein Embyro nach einer gewissen Zeit etwas zu schrumpfen beginnt.
      Bei der Blutung kann auch „nur“ Blut und Schleimhaut abgegangen sein – wenn es geronnen ist und sich zu einem Koagel formt, kann man auf den ersten Blick schon auch davon ausgehen, dass es die komplette Fehlgeburt gewesen wäre.
      Solange du dich fit fühlst und z.B. kein Fieber entwickelst, ist das weitere Abwarten ok. Trotzdem wäre es nicht verkehrt mal nach dem HCG-Wert im Verlauf zu schauen, um zu sehen ob und wie dieser absinkt. Sinkt er deutlich wird die „richtige“ Fehlgeburt langsam eingeleitet, bleibt er auf seinem Wert oder steigt sogar, so produziert das Plazentagewebe weiter HCG und es ist möglich, dass es auf natürlichem Wege nicht von selbst klappt.
      Den HCG-Wert kannst du bei deiner Hebamme oder beim Gyn abnehmen lassen.
      Du kannst gerne berichten, wie es weiterging oder deine Fragen stellen, falls wieder welche auftauchen.

      Alles Gute und liebe Grüße,
      Olivia

  32. Cathi

    Liebe Olivia, ich möchte die gerne für deinen Blog danken, er hat mir so viel Mut gemacht mich gegen meine Ärztin und im übrigen leicher auch gegen meine Hebamme zu stellen und eine kleine Geburt abzuwarten.
    Ich war Montags zum Arzt gegeangen weil ich mich einfach nicht mehr schwanger gefühlt habe ( habe damals noch gedacht, dass die Ärztin bestimmt denkt ich hab nen Schlag an der Mütze), das Herzleich hatte da (8+5) schon aufgehört zu schlagen. Ich sollte 2 Tage später nochmal wiederkommen um sicher zu gehen und dnaach gleich zur Ausschabung, Diese beiden Tage haben meine Psyche gerettet, ich habe im internet, unter anderem auch hier, viel viel viel gelesen und viel geweint. Ich wusste, dass der Ultraschall 2 Tage später kein anderes Ergebnis bringen würde.
    Ich habe mich dann gegen die Ausschabung entschieden. Meine Ärztin fand das dann auch in Ordnung, selber auf die Möglichkeit des Abwartens hingewiesen hat sie mich jedoch nicht.
    Ich habe zehn Tage auf die Fehlgeburt gewartet. Das war eine krasse Zeit des Abschied nehmens, ich habe noch nie so viel geweint wie in diesen zehn Tagen.
    Diese Zeit war aber so so so wichtig, um mich mit dem Verlust unseres winzigen Babys abfinden zu können.
    Als ich anfing, meine Leben wieder zu Leben, da konnte mein Körper auch loslassen.
    Nach 9 Stunden deutlicher, aber nicht sehr schmerzhafter Wehen habe ich dann die Fruchthöle geboren, die leider offen war, dass wir den Wurm leider nicht bestatten konnten.
    Schon 5 Tage später waren die Blutungen vorbei, auf dem Ultraschall nichts mehr zu sehen, und der hcg Wert sehr niedrig. 2 Wochen später war er bei Null.
    Ich möchte anderen Frauen gerne Mut machen, den Weg zu gehen, der für sie der bessere ist und sich von Ärzten und Krankenhäusern nicht in Panik versetzen zu lassen.
    Die Ärzte dort haben Anweisungen. Eine Ausschabung bringt Geld und wird als sicher angesehen. Die Psyche wird nicht beachtet.
    Dabei ist doch die Psyche, gerade wenn man schon Kinder hat, mindestens genauso wichtig wie der Körper. Eine direkte Ausschabung, davon bin ich überzeugt, hätten mich in eine schwere Depression geworfen, ich hätte für meine Tochter nicht so dasein können, wie ich es möchte.
    Ich wusste aber das mein Körper stark ist. Ich war davon überzeugt, weil ich hier im Internet und auf deiner Seite Mut gefunden habe. Und dafür bin ich unglaublich dankbar.
    Natürlich schmerzt der Gadanke an unser Baby immernoch und wird es auch immer wieder tun, aber die Trauer ist ja auch wichtig. Aber durch die kleine Geburt konnte ich loslassen und akzeptieren. Das wird so vielen Frauen einfach genommen. Danke!

    1. Olivia

      Liebe Cathi, vielen Dank für deinen offenen und rührenden Beitrag. Das tut mir sehr leid für dich, dass du diese schwere Zeit erleben musstest. Du warst unglaublich stark. Heilungsvorgänge (körperlich und emotional) brauchen Ihre Zeit – nimm dir soviel davon, wie du brauchst.
      Ich kann dir leider nur zustimmen bezüglich der Anweisungen und auch der finanziellen Seite der Ausschabung. Sicherer ist sie aber (auch und gerade körperlich) jedoch in den meisten Fällen nicht. Z.b. ist das Asherman-Syndrom eine häufig auftretende, weitrechende Folge, über die jedoch kaum eine Frau vor dem Eingriff aufgeklärt wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Asherman-Syndrom
      Ich wünsche dir alles Liebe und weiterhin das gute Vertrauen in deinen Körper.
      Viele Grüße, Olivia

  33. Sunshine

    Hallo Olivia! Ich bin sehr froh darüber, dass ich deine seite heute gefunden habe. Ich habe vor einer woche einen positiven schwangerschaftstest gemacht und mich riesig gefreud. Leider dauerte die freude nicht lange an, da ich einige tage später blutungen bekam. Ich bin dann am nächsten morgen direkt zu meinem gyn und dea meinte, es wäre nur eine verspätete regelblutung, weil laut ultraschall anscheinend keinerlei anzeichen wären. Meinen positiven test bemängelte er damit, dass der wohl defekt gewesen wäre. Er hat mir dann blut abgenommen und gemeint, dass er sich melden würde und ich mir, falls es eine fg gewesen wäre keine vorwürfe machen soll und dass ich nicht operieren muss. Ich bin dann ziemlich traurig nachhause gefahren und habe es einfach akzeptiert. Heute nm klingelt mein telefon, ruft mich die empfangsdame von meinem gyn an und gratuliert mir zu meiner schwangerschaft. Ich konnte es gar nicht glauben und hab nur gestottert, dass ich doch mit ihm selber sprechen wolle. Er nahm dann den höhrer und sagte: ja tut mir leid, sie hatten wohl doch recht, dass sie schwanger waren und es tut ihm sehr leid und ich soll in 3 wochen zur erneuten blutabnahme kommen. Ich sagte dann, ja wie jetzt, ihre dame vom empfang hat mir gerade gratuliert, bin ich also doch nicht schwanger? Dann meinte er nur, dass sie sich wohl vertan hätte. Ich war sehr depremiert und meinte ob er sich ganz sicher wäre, darauf sagte er nur, dass mein hcg wert sehr niedrig wäre. Ich hab dann nichts mehr gesagt, aufgelegt und geheult und ich heule noch immer und kann nicht aufhören, denn für ein paar sekunden hab ich gedacht, dass doch alles gut wär.

    Mein freund hat mir heute noch einen test geholt und gemeint, dass ich doch einen machen soll, ob ich nicht doch noch schwanger sei. Aber das wär doch nicht möglich oder, weil ich ja seit 3 tagen blutungen habe. Überhaupt könnte ja noch ein rest von dem hcg in meinem körper sein, obwohl ich eine fg hatte oder? Ich will mir keine falschen hoffnungen machen, aber du weißt, die hoffnung stirbt zuletzt!!

    1. Olivia

      Hallo Sunshine,

      oh das war aber eine richtige Achterbahnfahrt mit diesem Hin und Her – das ist total verständlich, dass du dich da so deprimiert gefühlt hast.
      HCG steigt im Körper nur an, wenn sich eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. Nicht alle dieser eingenisteten Eizellen entwickeln sich jedoch weiter und so kommt es, dass in diesen Fällen innerhalb der nächsten Tage oder Wochen die Blutung wieder einsetzt und der Körper damit die Voraussetzungen für eine erneute und damit hoffentlich intakte Schwangerschaft schafft. Das kommt häufig vor und ist ein normaler Vorgang. Aber natürlich ist es trotzdem traurig und enttäuschend wenn man bereits den positiven Test in den Händen hielt – und so darf man sich auch fühlen und muss das nicht verstecken.
      Das HCG ist trotzdem noch eine Weile in Blut und Urin nachweisbar, weil es etwas dauert bis es wieder komplett abgesunken ist. Ein erneuter Schwangerschaftstest zeigt daher in diesem Zeitraum weiterhin positiv an, weil das Hormon noch nachweisbar ist, obwohl die Schwangerschaft nicht mehr besteht.

      Alles Liebe
      Olivia

  34. Pingback: Wenn Totgesagte plötzlich leben | Kathspace

  35. Natalie

    Liebe Olivia,

    Ich bin sehr froh dass ich Deinen Artikel hier gefunden habe, denn mir haben die Ärzte nur gesagt dass ich eine As machen muss und keine Alternativen habe.

    Mein Mann und ich versuchen seit vier Jahren schwanger zu werden und 2012 hatte ich eine Fehlgeburt ohne operative Therapie. Dort hat man damals festgestellt, dass ich einen Gendefekt habe der bislang in der Literatur noch nicht bekannt ist. Die letzten drei Jahre waren sehr belastend für mich, da ich die ganze Zeit Metformin genommen habe und alles versucht habe, aber es einfach nicht geklappt hat. Wir waren auch in der Kinderwunschsprechstunden im Krankenhaus, haben alle möglichen Test gemacht und haben nur die ernüchternde Aussage bekommen das wir ohne icsi niemals schwanger werden würden.
    Da mein Mann am Anfang dieses Jahres erst mal 6 Monate in Afghanistan war, wurde unser Kinderwunsch vorübergehend auf Eis gelegt. Doch dann 2 Monate nachdem er wieder zurück war, bin ich schwanger gewesen. Ich war natürlich überglücklich! Da ich einen Gendefekt habe, haben sie mich in die Kategorie Risikoschwangerschaft eingestuft und ich musste dann alle zwei Wochen zum Gynäkologen und habe Prednisolon kortison 5 mg (damit das Baby mein Gendefekt nicht bekommt) und progestan drei/ täglich eine Tablette verschrieben bekommen. Alles lief gut und ich fühlte mich super! In der 8.ssw hat das Herzchen wie wild geschlagen, das war eingach toll! mein Arzt gemeint, dass der Embryo mit 7,5mm noch sehr klein ist aber es nichts zu bedeuten hat weil ich wahrscheinlich später schwanger geworden bin. Zwei Wochen später bin ich voller Vorfreude wieder zum Frauenarzt gegangen, um mein kleines miracle zu sehen. Doch dann habe ich nur den Ausdruck im Gesicht meines Arztes gesehen der gemeint hat, dass das Herz zwar noch schlägt aber sehr langsam und dass es nur noch 5,5 mm groß ist, also geschrumpft ist. Ich war total verwirrt, ich fühlte mich gut und hatte keine Blutungen aber mein Arzt hat auch gar nicht mehr weiter mit mir darüber geredet. Er hat nur gesagt ich soll ins Krankenhaus wenn ich Zeit habe. Also bin ich direkt ins Krankenhaus gefahren bis ich dann endlich dran kam nach 5 Stunden, hat der Arzt gemeint dass er keine Herzaktivität mehr sieht, hat mir Blut abgenommen und gesagt ich soll in zwei Tagen wieder kommen zur HCG Kontrolle. Das habe ich dann auch gemacht und am Samstag hat die Ärztin mir dann mitgeteilt dass das HCG gesunken ist und sie sofort eine Ausschabung machen möchte. Ich war total überrumpelt und konnte gar nicht antworten. Als ich sie nach Alternativen gefragt habe hatte sie gemeint, es gibt keine. Natürlich habe ich schon davon gehört, dass man einen Abort auch durch Tablette einleiten kann und habe sie darauf angesprochen, sie hat aber gesagt sie hätte davon noch nie etwas gehört. Ich war dann sehr froh das sie keinen Termin mehr frei hatte und sie mit mir dann einen Termin für Montag ausgemacht hatte. Ich habe heute den Termin abgesagt weil ich emotional und körperlich noch nicht dazu bereit bin. Ich habe auch nicht verstanden wieso sie mich so gedrängt hat und ich nicht warten durfte, die Ärztin hat nicht gesagt dass sich schlechte Blutwerte oder sonstiges habe und desweiteren könnte ich auch gar nicht meine Periode bekommen da ich noch bis Samstag Progestan eingenommen habe. Meine Ärzte die mich die letzten Tage betreut haben, kennen alle meine Situation und ich fand es wirklich herzlos wie sie mit mir umgegangen sind ich kam mir eher vor wie ein Versuchsobjekt. Deshalb würde ich gerne die Ärzte wechseln aber ich weiß wirklich nicht zu wem ich gehen soll, weil ich schon alleine durch meine Erfahrungen von den Reaktionen Angst habe.
    Könntest du mir evtl. einen Tipp geben oder weiterhelfen?

    Liebe Grüße

    Natalie

    1. Olivia

      Liebe Natalie,

      das tut mir sehr leid für dich, was du da alles erlebt hast – das ist nicht leicht, besonders mit der ganzen Vorgeschichte. Fühl dich erstmal umarmt.
      So ein „Glück“ dass kein Termin frei war, du wurdest ja wirklich sehr überrumpelt.
      Natürlich kannst du jederzeit einen anderen Arzt konsultieren – bestimmt gibt es auch einen, der dich individueller berät. Wo wohnst du? Ich kann mich gerne mal umhören, so dass dir eine ähnlich gefühllose Behandlung ohne medizinische Notwendigkeit diesesmal erspart bleibt.
      Natürlich kannst du auch eine Hebamme vor Ort zur Unterstützung und weiteren Verlaufskontrolle kontaktieren.
      Der HCG Wert ist bereits gesunken und trotz besonderer Vorgeschichte kann dein Körper genauso gut wie der jeder anderen Frau bemerken, dass sich die Schwangerschaft nicht weiterentwickelt und die Fehlgeburt selbst einleiten.

      LG Olivia

  36. Jeanni

    Liebe olivia,
    Habe hier grad in einem post gelesen, dass das Abwarten Risiken beinhaltet, im schlimmsten Fall tumoröses Wachstum???Das hat mich sehr erschrocken! Ich warte seit drei Wochen auf Blutungen, in der 7+ 5 ssw wurde festgestellt dass das Herz nicht schlägt, eine Wo vorher hatte es noch geschlagen:( seitdem sind die ss Symptome zurückgegangen, aber von Blutungen keine spur. Habe auch noch 2 Ärzte zusätzlich befragt, immer dasselbe Ergebnis. Hcg wurde nicht kontrolliert. Kann ich weiter einfach warten oder sollte mich mich schleunigst nochmal beim Gyn vorstellen? Habe leider nicht das Gefühl das es bald losgehen wird. Warum ist das so? Ich wünsche mir sehr dass es losgeht aber es passiert einfach nichts:( Danke!

    1. Olivia

      Liebe Jeanni,
      du kannst erst mal ganz unbesorgt bleiben, es kann durchaus vorkommen, dass auf die eigentliche Fehlgeburt eine Wartezeit von 3 Wochen und auch mehr fällt – ohne gesundheitliche Risiken. Die Entstehung eines Tumors gibt es im Zusammenhang mit einer (meist vollständigen) Blasenmole, wenn in sehr seltenen Fällen die Zellen entarten und so ein Chorionkarzinom entstehen kann.
      Du hattest jedoch keine Blasenmole.
      Dennoch empfehle ich immer, eine Hebamme in deinem Ort zu kontaktieren, so dass diese den Verlauf mitverfolgt, dich unterstützt und dir Tipps gibt.
      Sie könnte dir auch mal ein HCG Wert abnehmen um zu sehen, wie weit dieser bereits gesunken ist und ob damit die FG in absehbarer Nähe liegt.

      Alles Liebe, Olivia

  37. Nagla

    Hallo!!!
    Ich bin schwanger gewesen(kann nicht mal sagen in der wievielten Woche, da mein FA nur geschätzt hat das ich am 30.10 den Abbruch durchführen kann), zunächst dachte ich ich will das Kind nicht behalten und wollte einen Abbruch!!!
    Am Freitag den 16.10 sagte mir der FA das es eine gesunde intakte Schwangerschaft sei, doch plötzlich fing am Samstag den 17.10 morgens eine leichte Blutung an die im Laufe des Tages schlimmer wurde Sonntag mehr Blutung und leichte bis starke Unterleibschmerzen schlimmer als meine Periode!!! Daraufhin bin ich Montag nach der Arbeit direkt ins Krankenhaus gefahren die ganz trocken nach der Untersuchung gesagt hat das es eine drohende Fehlgeburt sei und da ich eh eventuell einen Abbruch in Erwägung ziehe ich einfach jetzt das ausstehen kann um es dann hinter mich zu haben. Sie sagte den Schwangerschaftskonfliktberatungs Termin könne ich absagen!! Gesagt getan!! Mein hcg wert war an jenem Abend 240 dann ging es drei Tage los mit extremen Schmerzen und Blutung wurde schlimmer die langsam abklingt!!

    Gestern kam ein kleiner Klumpen mit raus !!! Habe zwei Schwangerschaftstest gemacht Dienstag einen mit wochenbestimmung 2-3 Woche heute am 23.10 einen ohne steht noch immer schwanger !!! Was soll ich tun weiß nicht ein nicht aus fühle mich überhaupt nicht gut bin nur noch am weinen es ist schlimm streichel ständig meinen Bauch und habe ein leichtes Ziehen was kommt und geht bitte ich brauch Hilfe ich steh vor einem Scherben Haufen ich verkrafte das nicht bin ständig müde und weinen!

    Ich gehe normal arbeiten um mich abzulenken !! Soll ich am 26 meinen Frauenarzt anrufen damit er nochmal einen Ultraschall macht und Blut untersucht!!

    Weil die Blutung auch kommt und geht !! Weiß nicht mal wann ich wieder meine Regel bekommen müsste ich hoffe auf schnelle Hilfe!!!

    Auch wenn da steht das ich einen Abbruch in Erwägung gezogen hätte denke ich das ich mich vielleicht noch anders entschieden hätte bei der nächsten Untersuchung!!

    Ich gebe mir die Schuld ist es denn jetzt nachdem ganzen eine Fehlgeburt oder nur eine drohende Ich BITTE um schnelle Antwort!! Ich bin verzweifelt habe Angst bin unsicher
    Falls sich jemand fragen sollte warum ich abtreiben wollte es ist trotz doppelter Verhütung passiert!! Und mit meiner momentanen Gesundheit wurde mir empfohlen erst nächstes Jahr mit der Familien Planung anzufangen

    Das ist meine erste Schwangerschaft

    1. Olivia

      Hallo Nagla,
      deiner Beschreibung nach mit den stärkeren Blutungen und Krämpfen ist es leider eine Fehlgeburt. Schade, dass du so im Stich gelassen wurdest und sich, wie es sich anhört, keiner so richtig dir und deiner Situation angenommen hat.
      Vielleicht hilft es dir in dieser schwierigen Lage dennoch etwas, dass dein Kind/ die Natur/ oder wie du es anders nennen möchtest, selbst die Entscheidung getroffen hat, dass sich diese Schwangerschaft nicht weiterentwickeln wird – ich könnte mir vorstellen, dass das leichter zu ertragen ist, als mit den Folgen und dem Gewissen nach einem Abbruch zu leben. So schwierig es jetzt natürlich trotzdem ist, das durchzustehen.
      Suche dir eine Hebamme vor Ort zur weiteren Unterstützung.
      Der Schwangerschaftstest zeigt noch eine Weile (so ca 2 Wochen) positiv an, weil es dauert, bis alle Schwangerschaftshormone wieder abgesunken sind.
      Wende dich bei anhaltenden Blutungen, die nicht deutlich schwächer werden, auf jeden Fall wieder an (d)einen Arzt – manchmal bleiben Reste in der Gebärmutter zurück, sodass Unterstützung notwendig wäre.
      Auf jeden Fall kannst du dich auch krank schreiben lassen und dich erstmal um dich selbst kümmern und das tun, was du in dieser Situation brauchst und was dir gut tut. Vielleicht hast du Freunde oder Familie, die sich um dich kümmern – das wäre schön.

      Alles Gute!
      Olivia

  38. Micky

    Hallo…
    Ich hatte vor 4 Wochen (8+2) die Diagnose „missed abortion“ erhalten und mich für abwarten entschieden.
    Bis dato hat keinerlei Blutung eingesetzt und allmählich bin ich sehr verunsichert, ob das der richtige Weg ist.
    Außerdem habe ich furchtbare Angst, das es doch eine Fehldiagnose war… Deshalb auch meine Entscheidung, abzuwarten. Kommt sowas häufiger vor? Oder kann man sicher sein, wenn kein Herzschlag dann Diagnose in jedem Fal richtig?
    Mein FA meinte nun heute, ich solle in 10 Tagen zur Blutabnahme kommen, um den HCG wert zu bestimmen.
    Wenn doch noch (vorher) eine Blutung stattfindet, wie stark wird das werden? Und werde ich starke Schmerzen haben?
    Ich bin gerade so durcheinander, vielleicht auch, weil ich irgendwie doch noch Hoffnung habe…

    1. Olivia

      Hallo Micky
      es kommt durchaus vor, dass manche Frauen 4 Wochen und mehr auf das Einsetzen der eigentlichen Fehlgeburt warten. Solange du dich fit und gesund fühlst, ist das ok.
      Das wichtigste ist jedoch immer, dass es dir selbst gut geht mit deiner Entscheidung über das Vorgehen – wenn du zu irgendeinem Zeitpunkt merkst, dass du für dich lange genug abgewartet hast und nun eine andere Lösung brauchst (medikamentöse Einleitung oder Ausschabung) ist das absolut in Ordnung!
      Bezüglich der Fehldiagnose kommt so etwas in den frühen Schwangerschaftswochen durchaus öfter vor, als man im Allgemeinen annehmen würde. In einem Kommentar weiter unten steht auch der Erfahrungsbericht einer Frau, die das selbst erlebt hat. Eine weitere Kontrolle nach einer gewissen Zeit ist daher auf jeden Fall sinnvoll. Für deinen individuellen Fall kann ich da natürlich leider nichts dazu sagen.
      Die HCG Kontrolle ist eine gute Idee. Den Ablauf der natürlichen Fehlgeburt (Blutungen, Schmerzen…) kannst du hier nachlesen: http://www.hebammenwissen.info/die-natuerliche-fehlgeburt-ablauf-und-wissenswertes/

      Gib doch gerne mal Bescheid, wie es bei dir weiterging.
      Alles Gute und liebe Grüße
      Olivia

      1. Micky

        Ich denke, ich habe mich verrückt machen lassen… Jetzt im Moment geht es mir gut. Habe wegen der ganzen Sorgen nochmal einen Test mit Wochenbestimmung gemacht, und der zeigt 2-3 Wochen an, also scheint das HCG schon zu fallen…

        1. Olivia

          Naja das ist ja auch ganz verständlich, dass man mal in Wanken kommt in so einer Situation!
          Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld, dein Körper weiß was zu tun ist.
          Du kannst auf jeden Fall eine Hebamme in deiner Umgebung kontaktieren, die dich in dieser Zeit unterstützt.

  39. Ina

    Liebe Olivia!

    Vielen Dank fuer diesen tollen Informationsbericht zu einem sehr unschoenen Thema…
    Es wird viel zu wenig darueber gesprochen und informiert!

    Ich hatte zwei total komplikationsfreie Schwangerschaften und habe Zwei wundervolle Kinder, 4 und 2,5 Jahre.

    Anfang Juni wussten wir: Nr 3 ist unterwegs…

    Ich war genau 12 Wochen schwanger als ich abends ein paar Tropfen Blut im Schluepfer entdeckte. Habe zunaechst gehofft es sei nur spotting…
    ca 24std spaeter ungefaehr so viel blut wie bei einer Mens Blutung. Da war mir klar hier stimmt was nicht.
    Am naechsten Tag kam dann die Bestaetigung per Ultraschall, die Schwangerschaft hat sich schon seit der 7 Woche nicht weiterentwickelt.
    Da sich der natuerliche Abort schon von alleine eingeleitet hat habe ich es weiter abgewartet. Habe mich homeopatisch beraten und betreuen lassen und weitere 5 Tage vergingen bis sich die Fruchthuelle loesste und abging. Das war am 13.08.
    Habe danach noch taeglich weiter geblutet. aber jeden Tag ein bisschen weniger bis ich am 7.9. und 8.9. gar nicht mehr geblutet habe. (Mein Partner und ich hatten am 9.9. intercourse. – ich bin nicht sicher ob das relevant ist?!)
    Ich bin am 10.9. seit langer zeit auch wieder joggen gegangen und abends dann wieder geblutet. Habe gedacht es waere meine normale Monatblutung. Am 14.9. kamen dann einige koagel mit raus und hatte im unteren Ruecken starkes ziehen.
    Bin daraufhin am 15.9. ins Krankenhaus und hatte einen Bauchultraschall (keinen vaginalen) der ok zu sein schien und als der HCG wert mit 0 zurueck kam, wurde der vaginale Ultraschall auch nicht mehr gemacht.
    Mir wurde gesagt es sei wieder meine Mens. Ich war so erleichtert denn ich hatte Angst das ich doch eine Ausschabung brauchte.
    Ich habe weiter abgewartet und gedacht das die Blutung schon bald aufhoeren wird… Habe mir Frauenmantel tee, Hirtentaescheltee und Schafgabentee besorgt. Es gab noch einige Tage starke Blutungen mit vielen Koageln. Dann weniger koagel aber immer noch maessig starker blutfluss. Nehme Eisentabletten, sonst aber nichts weiter…
    Seit dem 26.9. bin ich wieder am arbeiten – ich bin Flugbegleiterin – und benutze seit dem auch wieder Tampons. Die Blutungen halten immer noch an. Ich blute zwar nicht kontinuierlich aber manchmal noch recht schwallartig.
    Ich fuehle mich kerngesund, emotional stabil, habe und hatte auch kein Fieber, uebelriechenden Ausfluss, und auch die schmerzen/Kraempfe bzw ziehen im Ruecken waren nie so stark das ich Schmerztabletten brauchte. Ich habe ein allgemein sehr gutes Gefuehl, bin froh das ich alles natuerlich ueberstanden habe, aber so langsam wird es echt „nervig“ das die Blutungen einfach nicht aufzuhoeren zu scheinen.
    Warum dauert es so lange? Koennte eine Blutgerinnungsstoerung vorliegen oder habe ich vielleicht doch noch nicht alles ausgeschieden?
    Woran kann es liegen?
    Es waere schoen von dir zu hoeren, aber ich liege wahrscheinlich nicht falsch mit der annahme das ich doch nochmal ins Krankenhaus muss?!

    Mit ganz freundlichen Gruessen,
    Ina

    1. Olivia

      Liebe Ina,
      vielen Dank für deinen Bericht. Du hast alles richtig gemacht, die Abklärung durch Sono und HCG bei anhaltender Blutung, die Teemischung, du achtest auf dein Allgemeinbefinden/ Wohlbefinden…soweit so gut!
      Eine etwas stärkere Blutung kann durchaus nach einer Fehlgeburt auftreten, da noch z.B. mehr aufgebaute Gebärmutterschleimhaut abblutet.
      Deine Beschreibung geht jedoch durch die Dauerblutung weit über das etwas stärker hinaus und somit ist eine ärztliche Abklärung auf jeden Fall nochmal erforderlich.
      Was genau dahinter steckt, kann ich dir leider nicht sagen – bei einem HCG von 0 sind eigentlich keine zurückgebliebenen Reste mehr zu erwarten, woran man ja sonst bei so einer Blutung zuerst denken würde.
      Es würde mich sehr interessieren was für ein Ergebnis die weiteren Untersuchungen bringen und wie es weiterging, falls du später nochmal berichten möchtest.
      Ich wünsche dir alles, alles Gute!

      Beste Grüße
      Olivia

      1. Ina Bonke

        Liebe Olivia!

        Ich habe heute im Krankenhaus angerufen und ich würde sofort gebeten nochmal zu kommen.
        Ich bin also gleich heute nochmal da gewesen und habe nochmal meinen kompletten Krankenbericht abgegeben.
        Es wurde wieder per Urin Probe mein HCG wert ermittelt. Wieder 0.
        Daraufhin wurde davon ausgegangen das die Fehlgeburt abgeschlossen ist.
        Es wurde Fieber und Blutdruck gemessen. Alles normal.
        Der Arzt hat mir ohne weitere Test gesagt das „wahrscheinlich“ eine Hormon Störung vorliegt und mir ‚Primolut‘ Wirkstoff: Norethisterone verschrieben. Eine Tablette täglich für 2 Wochen. Wenn die Blutungen bis dahin nicht aufhören dann soll ich nochmal herkommen.
        Ich habe gleich nachdem ich nach Hause gekommen bin wieder Mr Google befragt aber nichts was meiner Beschreibung nahe kommt finden können.
        Ich muss vielleicht dazu sagen, das ich in Irland wohne und hier das Gesundheitssystem mir doch oft sehr fragwürdig erscheint. Deshalb habe ich dich zu Rate gezogen…
        Ich spiele mit dem Gedanken nach Deutschland zu fliegen und mich doch nochmal von meinem Frauenarzt dort untersuchen zu lassen.
        Ich werde dich weiter auf dem laufenden halten…
        Lieben Gruß,
        Ina

        1. Olivia

          Hm das ist echt verzwickt, dazu noch in der Ferne wo man die Gepflogenheiten nicht kennt…man sollte denken, dass bei dem Verdacht auf eine Hormonstörung zuerst Blut abgenommen und untersucht würde um eine entsprechende Diagnose zu stellen und eine Behandlung einzuleiten. Eine Ultraschalluntersuchung könnte bei evtl. organischen Ursachen Klarheit bringen.
          Das tut mir echt leid für dich, dass du da jetzt so in den Seilen hängst und wünsche dir, dass sich bald alles zum Guten wendet.
          Ich würde mich natürlich sehr freuen zu erfahren, was weiter passiert – auch wenn ich dir in dieser Situation leider nicht weiterhelfen kann.

          Liebe Grüße
          Olivia

  40. Momo

    Liebe Olivia,

    durch Zufall beim Googeln bin ich auf Deine Seite gestoßen. Sehr schön.
    Auch ich habe nichts schönes zu berichten. Ich bin jetzt 42 und habe einen 5 jährigen Sohn. Im Juli bin ich schwanger geworten; alles entwickelte sich toll, bei 6+0 konnte ich das Herzchen schon blubbern sehen. Da begann auch die wahnsinnige Übelkeit. In der Nacht von 7+2 auf 7+3 hatte ich dann krampfartige Schmerzen, morgens dann einen regulären Vorsorgetermin. Auf dem US habe ich es selbst sofort gesehen; kein Herzschlag mehr.
    Meine FÄin sagte auch gleich AS, da es ja schon so groß sei; 1,3 cm???? Groß? Nein, das wollte ich nicht, zumal ich eine Woche mit meinem Sohn in den Urlaub wollte. Da es sich um ein Ziel in Deutschland handelte, habe ich nichts getan. Ich bin nur in meine damalige Entbindungsklinik gefahren, um die Diagnose bestätigen zu lassen. Das gleiche Bild. 🙁 Auch hier kam sofort der Rat Ausschabung. Ich habe abgelehnt. Man gab mir Cytotec mit.
    In meinem Urlaub habe ich dann mit homöopathischen Mitteln den Körper etwas unterstützt und nach einer Woche war der Muttermund von innen her schon zu 2/3 offen, zwei Tage später ganz, nur nicht fingerdurchlässig. Da habe ich dann Cytotec genommen.
    Am Abend kamen dann schwallartige Blutungen mit Gewebsstücken. Irgendwann konnte ich nicht mehr hinsehen, weil mir schlecht wurde. Es war eine Menge Blut und ich dachte, ich hätte es geschafft. Nach dem Wochenende bin ich zur Nachkontrolle gegangen. Fast wäre ich vom Stuhl gefallen. Das Kind in intakter Fruchtblase war noch am gleichen Ort. Vollkommen unbeeindruckt hockte es dort. Jetzt kam ich um die AS nicht mehr herum.
    Ich hatte große Angst davor, aber letztlich war der Eingriff nicht schlimm. Ich bekam auch nochmal Cytotec, um das Verletzungsrisiko zu minimiren. Danach hatte ich ca. 10 Tage Blutungen, vollkommen komplikationslos.
    Nur die Psyche, die leidet arg. Mein Partner hat noch nicht ein einziges Mal gefragt, wie es mir geht. Er hat sogar gesagt, dass es eigentlich nicht willkommen gewesen wäre, obwohl wir über ein zweites Kind gesprochen hatten und er einverstanden war. Sogar eine Collage hatte er zu dem Thema gebastelt.
    Es geht mir nicht gut. Manchmal möchte ich am liebsten gar nicht erst aufstehen. Aber wehret den Anfängen; nein, ich mache jeden Tag meine Arbeit; bin ja selbständig, die Arbeit lenkt mich tagsüber ab. Aber ich bin je nach Tagesform oft ziemlich arg traurig. Und ich habe zwar ein paar Freundinnen, aber daheim keine Unterstützung.
    Ich hoffe, das bald alles wieder in Ordnung kommt; jedenfalls das köperliche, das andere braucht Zeit.
    LG Momo

    1. Olivia

      Liebe Momo,

      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Es tut mir leid, dass auch du dein Kleines gehen lassen musstest.
      Das mit dem offenen Muttermund, der nicht fingerdurchlässig war habe ich leider nicht ganz nachvollziehen können.
      Leider ist es bei der Cytotec Einnahme manchmal so, dass die Chemie gegen den Körper kämpft und dieser aber noch gar nicht bereit ist/ vorbereitet war für die kleine Geburt. Dann kann es passieren, dass zwar Blutungen (durchaus auch deutlich stärkere als ohne Medikamenteneinnahme) und Krämpfe ausgelöst werden, die jedoch „nichts“ bewirken.
      Es tut mir leid für dich, dass du dich von deinem Umfeld und besonders deinem Partner so im Stich gelassen fühlst und keine angemessene Unterstützung in dieser schwierigen Situation hast. Ich würde dir daher raten, dir diese Unterstützung anderweitig zu suchen, da manche Frauen durchaus eine Depression nach einer Fehlgeburt entwickeln können und diesen Frauen aber gut geholfen werden könnte, z.B. in einer Selbsthilfegruppe für Frauen nach Fehlgeburt, bei einer Familienberatungsstelle wie z.B. Caritas, oder auch durch psychologische/psychotherapeutische Beratung.
      Natürlich braucht es Zeit, diesen Verlust zu verarbeiten und es ist normal, dass die Trauer in irgendeiner Art durchlebt werden muss. Wenn du jedoch sehr darunter leidest oder merkst, dass es auch nach einiger Zeit einfach nicht besser wird, wären die o.g. Anlaufstellen dringend anzuraten.

      Für deinen weiteren Weg wünsche ich dir alles Gute!
      Olivia

  41. Gia

    Liebe Olivia,
    aus ganzem Herzen danke ich dir für diesen wertvollen Artikel.
    Gestern wurde der Tod meines Babys festgestellt. Ich 9+6 und das Baby 8+1.
    Der Termin für die Ausschabung war schon so gut wie festgelegt. Habe heute früh das ganze gestoppt, weil mir das zu schnell ging.

    Ich wünsche eine natürliche kleine Geburt aber ich habe 2 große Ängste.
    1. Werde ich es ertragen können, falls ich das Mini-Embryo doch zu sehen bekomme?
    2. Wie schädlich könnte die sogenannten Leichengifte (ein furchtbarer Ausdruck) wirklich für mich sein? Wie lange sollte ich warten?

    Für mich persönlich ist die Unterstützung der Medikamente eine kleine Alternative, falls es auf natürliche Weise nicht klappen sollte. Meine geplante Periode würde in ca. 3 Wochen sein. Ist das vielleicht zu lange noch bis dahin? Bis wann kann ich sicher warten bis ich die Medikamente nehme , ohne mich selbst zu gefährden?

    Ich Danke dir für die Unterstützung!
    Liebe Grüße
    Gia

    1. Olivia

      Liebe Gia,
      das tut mir sehr leid für dich, dass sich deine Schwangerschaft nicht wie erhofft weiterentwickelt hat. Es ist gut, dass du auf dich gehört hast und das Vorgehen mit anstehender Ausschabung gestoppt hast, als es dir zu schnell ging!
      Wenn du dich für den weiteren natürlichen Verlauf entscheidest, so brauchst du dir keine Sorgen zu machen bezüglich dem Anblick des Mini-Embryos. Wenn du die ausgeschiedenen Blutkoageln nicht in einem Gefäß auffängst und explizit danach suchst, wirst du ihn eigentlich überhaupt nicht sehen. Es würde aber natürlich gar nichts dagegen sprechen, falls du das ca. 2 cm kleine Gummibärchen in irgendeiner Weise auffängst und dir anschauen würdest, um ihn dann z.B. in einem Blumentopf zu begraben – das kann für die Verarbeitung sehr positiv sein (wenn dir danach ist!).
      Auch zum „Leichengilft“ brauchst du dir wirklich überhaupt keine Sorgen machen, das ist ein Ammenmärchen, denn der kleine Embyro produziert nichts, wann in irgendeiner Art mit Gift zu tun haben könnte. Lebewesen können auch nur unter der Beteiligung von Sauerstoff verwesen, der Embryo ist aber in der geschützten Fruchtblase. Sollte die Fruchtblase nicht mehr intakt sein (nach Blasensprung), kann die einzige Gefahr in einer aufsteigenden Infektion liegen, die sich z.B. durch Fieber und einen Anstieg der Entzündungswerte (CRP) bemerkbar macht.
      Solange du dich selbst gut fühlst, kannst du ruhigen Gewissens abwarten (auch 3 Wochen, es gibt keine festgelegte Zeitgrenze, dein Wohlbefinden ist entscheidend).
      Suche dir am besten eine Hebamme vor Ort zur weiteren Unterstützung.
      Zur Einnahme von Medikamenten (Cytotec) würde ich zu Hause nicht raten.

      Mit den besten Wünschen für dich,
      Olivia

      P.s. wenn du magst, schreib doch gerne später mal wie es weiterging, das wäre sehr interessant zu erfahren.

      1. Gia

        Liebe Olivia,

        Vielen Dank für Dein Interesse!
        Vorab gesagt: es ist alles „gut“ gegangen und ich erhole mich jetzt während meines wohlverdienten Wochenbettes.

        Zu den Verlauf: Donnerstag die Diagnose, Freitag leichte Schmierblutung, Samstag 10 Uhr die Fruchtblase platzt (zumindest sagt das mein Gefühl), im Laufe des Tages wird das Blut von hell-rosa dann dunkler, am späten Abend stärkere Schmerzen, nach Mitternacht relativ viel Blut (vergleichbar mit 1 oder 2 Tag einer starken Periode) und ein Koagel geht ab. Die Schmerzen nehmen stark zu deshalb greife ich zu Ibu… zum Glück ein bisschen im Sitzen geschlafen.
        Am nächsten Morgen, also Sonntag.. sehr stark zunehmende Schmerzen aber kaum Blutung. Dir Schmerzen werden immer schlimmer… nichts kommt raus.. ich fühle es… es ist soweit. PS: das war meine erste Ss und ich wusste noch nicht mal wie und wann man pressen muss.
        Alles hatte sich sehr weit unten gestaut, es wollte unbedingt raus. Aber die Schmerzen haben mir keine Möglichkeit zum Pressen gelassen. Ich nehme eine Ibu, sie hilft nicht. Ich sage zu meinem Mann: „Es ist soweit! Ruf den Krankenwagen! Ich habe es alleine versucht, aber ich habe einfach keine Kraft mehr ). In der Zwischenzeit kamen die Wehen alle 2 Minuten etwa… zwischen den Wehen herrscht Ruhe… während dessen jedoch schreie ich lautstark. Der Krankenwagen kommt, endlich Erlösung nahe!
        An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass meine Sachen für die Klinik fertig waren, als die Fruchblase geplatzt ist und ab dann habe ich regelmäßig Fieber gemessen, viel Wasser getrunken, Traubensaft und eine Tinktur mit Eisen aus der Apotheke. Vor dem gefühltem Blasensprung hatte ich einen kräftigen Fraunmanteltee getrunken.
        Angekommen im KKrankenhaus kam ich in den Kreißsaal, eine liebevolle Hebamme und die Stationsärztin haben sich um mich gekümmert. Mithilfe der Hebamme konnte ich die kleine Geburt vollenden. Die Schmerzen waren aprupt weg nachdem die kleine Geburt zu Ende war. Am Ultraschall konnte man sehen, dass so gut wie alles draußen war, jedoch kleinere Gewerbereste hinterblieben waren. Aus diesem Grund musste eine Cürretage durchgeführt werden. Ich bekam ein Cytotec und wurde auf mein Zimmer gebracht.
        Die Unsicherheit war sehr groß, denn ich fühlte mich sehr gut und befreit. In keinem Fall wollte ich eine unnötige OP. Aus diesem Grund habe ich mit vielen Ärzten gesprochen. Selbst als ich schon auf dem OP Bett lag und alles auf mich wartete, kam auf meinen Wunsch noch die Professorin der Gyn-Abteilung. So konnten alle meine Fragen beantwortet werden, ich wurde zu nichts gezwungen aber durfte selbst in letzter Minute entscheiden ob die Ausschabung stattfindet oder nicht. Sie fand dann statt und kurz Zeit darauf war ich auf dem Dornröschen-schlaf geweckt und mein Ehemann saß neben mir im Aufwachraum.
        Nachdem ich mich erholt hatte sind wir auch nach Hause gefahren.
        Heute bin ich fast Schmerzfrei und Blutung hab ich kaum.

        Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich über meine Entscheidung sehr froh bin. Die letzten Jahre durfte ich meine Körper sehr gut kennenlernen und er „redet offen mit mir 🙂 Ich wusste, dass ich ihm vertrauen kann und er hat mir den Weg gezeigt. Die Abschließende OP habe ich als medizinische Notwendigkeit gesehen. Die kleine Geburt jedoch als den normalen Vorgang der Natur und Hilfestellungen für den großen, traurigen Abschied von unserem Baby.
        Der menschliche Körper und die Natur sind Wunderwerke der Schöpfung und auch wenn solche „Fehler“ nie vorgesehen waren, weiß unser Körper damit umzugehen und sich selbst zu helfen!

        Dieser Roman ist nun sehr lang… aber vielleicht ist auch mein Bericht hilfreich für andere.. so wie andere Berichte für mich hilfreich waren.

        Viel Kraft an alle Frauen, die so wie ich ihren allerliebsten Menschen verloren haben, ihr Baby! Ich wünsche uns allen, dass wir von einem liebevollen Ehemann umgeben sind, denn auch unsere Männer leisten sehr viel wenn sie uns beistehen!
        Lieben Dank Olivia für deine tolle Seite, für deine wertvollen Tipps und für die Gelegenheit meine Erfahrung hier zu verewigen!

        Ganz liebe Grüße

        Gia

        1. Olivia

          Liebe Gia,

          Vielen Dank, dass du deinen weiteren Verlauf mit uns geteilt hast. Da hast du ja einiges durchgemacht!
          Es ist schade, dass du zu Hause keine Unterstützung in Form einer Hebamme hattest, aber gut, dass du dann liebevolle Unterstützung im Kreißsaal bekommen hast und die kleine Geburt vollenden konntest.
          Deinen individuellen Fall kann ich hier nicht beurteilen, im allgemeinen ist es jedoch so, dass im Ultraschall direkt nach der Fehlgeburt eigentlich immer noch „Reste“ zu sehen sind, die dann im Laufe der nächsten Tage in den allermeisten Fällen mit der weiteren Blutung ausgeschieden werden. Wenn die Schmerzen und die Blutung nach der Fehlgeburt deutlich nachlassen, ist dies immer ein gutes Zeichen und der weitere Verlauf kann abgewartet werden.
          Das also wie gesagt im Allgemeinen als Info an die Frauen, denen ähnliches passiert.
          Unser Körper ist wahrlich ein Wunderwerk! Als „Fehler“ würde ich den Prozess einer „Fehl“geburt jedoch nicht ansehen, so schmerzlich er auch ist, sondern eher als zwar durchaus traurige aber in gewisser Weise normale Einrichtung der Natur – auch wenn wir die Gründe dafür niemals alle ganz verstehen werden und uns sehnlichst einen anderen Verlauf gewünscht hätten.

          Liebe Gia, für dein kleines Wochenbett wünsche ich dir viel Kraft, liebevolle Umsorgung und gute Erholung körperlich sowie emotional.
          Viele Grüße,
          Olivia

  42. Kerstin

    Liebe Olivia,

    herzlichen Dank für Deine Antworten.
    Ja, der HCG-Wert wurde 4 Tage nach der eigentlichen Fehlgeburt gemessen und betrug 2300. Gestern habe ich das aktuelle Ergebnis bekommen, nun also 9 Tage nach der FG. Der Wert liegt nun bei 490. Meine Frauenärztin ist ganz zufrieden, möchte aber in 1 Woche nochmal Blut abnehmen und HCG kontrollieren. Ich habe das Gefühl, dass sie immer ein wenig voreilig ist. Sie hätte mir beim vorletzten Besuch auch gerne etwas gespritzt, um die Gebärmutter zur Ausscheidung der Reste anzuregen…. ich hatte dies abgelehnt, da ich das Gefühl hatte, mein Körper bekommt das selbst hin (zumal die Blutung ja noch nicht zum Stillstand gekommen war). Mittlerweile habe ich nur noch einen sehr sehr leichten, gelblich-bräunlichen Ausfluss und es sieht so aus, als ob das ganze zum Abschluss kommen würde (falls man das so sagen möchte/kann).
    Ich bin nach wie vor sehr sehr froh, dass ich mich für diesen natürlichen Weg entschieden habe. Für mich waren so Körper und Seele verbunden im Prozess der Ablösung. Das hätte ich mir bei einem 10-minütigen operativen Eingriff sehr abstrakt und „gewaltsam“ verkürzt vorgestellt. Ebenso dankbar bin ich für all die Hilfestellung, die ich bei diesem Weg erhalten habe (auch auf Deiner Website).
    Seelisch merke ich, dass mich das Ereignis sehr mitnimmt und es wichtig ist, sich ausreichend Zeit zu geben und evtl. Hilfe zu suchen, um alles zu verarbeiten und mit seinen Gedanken klar zu kommen. Ich hoffe, dass meine Schilderungen Beitrag für andere Frauen in ähnlicher Situation sind und ihnen bei ihrer persönlichen Entscheidung helfen.

    Nochmal ein herzliches Dankeschön an Dich für Dein Engagement auf diesen Seiten!

    Viele herzliche Grüße,

    Kerstin

    1. Olivia

      Liebe Kerstin,

      vielen Dank für dein Update, das durch sehr viel Körpervertrauen und inneres Wissen beeindruckt.
      Der HCG Wert ist ja, wie zu erwarten war, gut gefallen und auch der Ausfluss deutet – wie du schon sagst, auf einen baldigen Abschluss hin. Also trotz der traurigen und schmerzhaften Situation ein „guter“ Verlauf, wenn man das so sagen kann. Dein Körper wusste was zu tun ist (und du hast auf ihn gehört!), obwohl das Baby welches er in sich wachsen lassen wollte nicht geblieben ist.
      Gebe dir noch weiterhin Ruhe und Zeit für dein kleines Wochenbett – so lange wie du es brauchst.

      Nochmal vielen Dank für die Einblicke, die du uns durch deinen geschilderten Verlauf erlaubst – ich hoffe, viele Frauen können davon profitieren.

      Sei gedrückt,
      Olivia

      1. Kerstin

        Liebe Olivia,

        gestern war ich nochmal zur Blutuntersuchung bei meiner Frauenärztin. Heute habe ich das Ergebnis bekommen, der HCG-Wert liegt bei 22. Meine Ärztin meint, dass nun alles ok sei und auch kein weiterer Ultraschall notwendig. Ich bin sehr sehr erleichtert und froh, dass ich es ohne Ausschabung geschafft bzw. durchgestanden habe und ich meinem Körper die Zeit gegeben habe, das Ganze selbst zu verarbeiten. Nun versuche ich, Stück für Stück wieder ins „normalen Leben“ einzutauchen.

        Viele herzliche Grüße aus Stuttgart,

        Kerstin

        1. Olivia

          Liebe Kerstin,

          das freut mich sehr, dass du über deinen Verlauf hier weiter berichtest. HCG von 22 ist super!
          Es freut mich darüber hinaus besonders, dass du den Weg der natürlichen Fehlgeburt so voller Körpergefühl und innerer Kraft gegangen bist und dir damit die Ausschabung erspart blieb. Du hast das wunderbar gemeistert! Und natürlich braucht es Zeit, bis man wieder im „normalen Leben“ ankommt, so ein Ereignis wirft einen ja ziemlich aus der Bahn, auch wenn du nun in irgendeiner Art eventuell gestärkt daraus hervorgehst. Das wünsche ich dir. Und dass du dir weiterhin die Zeit nimmst, die du brauchst, ohne das Gefühl zu haben, du müsstest jetzt wieder wie vorher „funktionieren“.
          Zum Schluss noch ein ganz besonders herzliches Dankeschön für deine Blumengrüße, die mich ziemlich überwältigt haben <3.

          Liebe Grüße
          Olivia

          1. Kerstin

            ….freut mich, dass die blumen angekommen sind 🙂

            herzliche grüsse und alles gute dir,
            kerstin

  43. Kerstin

    Liebe Olivia,

    habe meine „Eckdaten“ vergessen anzugeben, ich bin 39, habe bereits eine 14-jährige Tochter und einen 4 Jahre alten Sohn. Habe heute vom Labor die Auswertung meines Beta-HCG-Wertes bekommen, er liegt bei 2300. (Meine Frauenärztin hat heute leider die Praxis geschlossen, d.h. ich habe ihre Meinung dazu nicht). Meine Blutung ist fast zum Stillstand gekommen, obwohl laut Frauenärztin noch ein kleiner Rest aus der Gebärmutter raus sollte. Die Blutung ist heller, bis hin zu gelblich und es kommen ab und zu kleine Koagel (wirklich kleine, die dann aber in Blutfarbe). Was meinst Du zu der Höhe des HCG-Wertes?

    Herzlichen Dank für Deine Antwort und liebe Grüsse,

    Kerstin

    1. Olivia

      Hallo liebe Kerstin,

      mit einem einzelnen HCG Wert kann man leider nicht so viel anfangen, es kommt ja ganz darauf an wie der Wert vorher war, sodass man sehen kann, ob und wie er gesunken ist.
      Die HCG Kontrolle war auch 4 Tage nach der Fehlgeburt?
      Ich kontrolliere den HCG wenn alles ok ist meist erst nach ca. 10 Tagen, so sieht man dann schon mehr in welche Richtung es geht und erspart sich verunsichernde Werte und häufige Kontrollen.
      Du kannst dir auf jeden Fall auch jetzt noch eine Hebamme suchen zur weiteren Unterstützung.

      Alles Gute dir und liebe Grüße
      Olivia

  44. Kerstin

    Liebe Olivia,

    Deine Website und Dein wertvolles Wissen, das Du mittels dieser mit so vielen Frauen teilst, hat mir in sehr schweren Stunden unglaublich geholfen. Vielen Dank!!!
    Ich möchte gerne meine Erfahrung ebenfalls teilen, um gleichermaßen Betroffenen evtl. Mut zu machen….
    Bei mir wurde letzte Woche in der 10. SSW eine Fehlgeburt diagnostiziert und ich daraufhin sofort zur OP geschickt. Schlussendlich habe ich mich zum Glück für eine natürliche Fehlgeburt entschieden und habe die intuitive Ablehnung meines Körpers und auch meiner Psyche gegen einen operativen Eingriff ernst genommen. Innerhalb kurzer Zeit haben Blutungen eingesetzt und kleine Blutgerinnsel sind abgegangen. Vor 4 Tagen hatte ich dann die eigentliche Fehlgeburt, mit heftigen Schmerzen, bis ein sicherlich mind. golfgallgroßer Koagel abging. Seitdem schwanken die Blutungen und Schmerzen. Heute war ich zur Kontrolle bei meiner Frauenärztin, die noch Reste in der Gebärmutter feststellte, aber meinte, dass der Körper das wahrscheinlich noch selbst hinbekommt. Die Hebamme dort in der Praxis hat mir empfohlen, Rückbildungstee zu trinken, um die Reste noch ausscheiden zu können (20 g Hirtentäschel, 20 g Frauenmantel und 20 g Melisse). Zur Wundheilung nehme ich seit ein paar Tagen Arnica D6, 5 Globuli ca. jede Stunde. Hast Du noch einen Tip, wie man den Körper sanft unterstützen kann, den Rest auch noch auszuscheiden?

    Vielen herzlichen Dank,
    Kerstin

    1. Olivia

      Liebe Kerstin,

      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast und schön, wie du in dieser Situation auf dich selbst gehört hast.
      Wegen den Resten brauchst du dir jetzt bestimmt keine Sorgen zu machen, 4 Tage nach der Fehlgeburt ist eine Sono Kontrolle noch sehr früh und es ist fast zu erwarten, dass man da noch was sieht. Deswegen ist das weitere Abwarten auf jeden Fall der richtige Weg. Die Teemischung ist völlig in Ordnung so und auch die Globuli passen auch.
      Ich denke nicht, dass jetzt weitere Maßnahmen notwendig sind, da sich der Verlauf deiner Beschreibung nach ganz gut anhört und auch eine Fehlgeburt für den Körper ein Prozess ist, den er normalerweise sehr gut ohne weiteres Zutun bewältigt.
      Ich wünsche dir für diese Zeit alles Gute und weiterhin so ein gutes Gespür für deinen Körper.

      Herzliche Grüße
      Olivia

  45. Martina

    Hallo Olivia,
    ich bin fast 38 Jahre und auf dem Weg zum dritten Wunschkind erleben wir gerade unsere 2. Fehlgeburt nacheinander (1. Fehlgeburt- Missed abortion, 11. SSW im März mit Ausschabung, 2. Fehlgeburt, ca. 5.SSW mit natürlichem Abgang jetzt im September). Uns ist ein drittes Kind sehr wichtig, gleichzeitig machen wir uns Sorgen, ob die Natur uns eher sagt, lasst es lieber bleiben und fordert das Schicksal nicht heraus. Wir haben ja zwei gesunde Kinder.
    Die Frauenärztin sagt, wir könnten es nach der nächsten normalen Periode erneut probieren. Bis auf das Risiko des Alters gäbe es keinen Grund, der dagegen spricht. Teilst du diese Meinung? Wie lange sollten wir denn deiner Meinung nach warten, bis wir einen erneuten Versuch unternehmen. Ist eine Pause sinnvoll oder sollen wir es ab jetzt einfach weiterversuchen?
    Ich weiß, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, wann ein neuer Versuch gestartet werden sollte (gar nicht, 1 Monta, 3 Monate etc.). Vielen Dank und lieben Gruß,
    Martina

    1. Olivia

      Hallo Martina,

      ich kann deine Sorgen gut verstehen, aber ich denke, es gibt nicht DEN einen richtigen Rat für dich. Als positiv ist auf jeden Fall zu sehen, dass du bereits Kinder hast und somit sicher sein kannst, dass dein Körper es schon 2 mal geschafft hat.
      Nach 2 Fehlgeburten ist man oft hin- und hergerissen. Man könnte einerseits über eine Diagnostik nachdenken (z.B. Gerinnung, Schilddrüse, Hormonstatus, Spermiogramm beim Mann…), andererseits es aber auch noch als trauriges Ereignis, das sich leider wiederholt hat, ansehen. Vielleicht hilft es dir etwas, einmal über folgende Fragen nachzudenken:
      Käme für dich eine diagnostische Abklärung für eine mögliche Ursache der Fehlgeburten in Frage? (In ca. 50% der Fälle findet sich keine eindeutige Ursache). Wenn ja, welche Konsequenzen würden sich für dich daraus ergeben, also würdest du dich z.B. einer Hormonbehandlung unterziehen lassen?
      Wäre es eine Option, dem Kinderwunsch nochmal auf natürlichem Weg eine Chance zu geben, selbst wenn das bedeuten würde, dass diese Schwangerschaft eventuell wieder in einer Fehlgeburt endet? (Wie) könntest du eine eventuelle erneute Fehlgeburt verkraften?
      Wie könnte für dich/ euch ein Plan B aussehen, für ein Leben ohne ein weiteres Kind?
      Welche Wartezeit würdest du selbst brauchen (körperlich und psychisch), bevor ihr einen neuen Versuch startet? Hast du das Gefühl, die vorhergehende/n Fehlgeburten einigermaßen verarbeitet zu haben? Was würde dir in deiner Situation gut tun?
      Ich empfehle dir auf jeden Fall, in dich selbst zu hören, vielleicht findest du da eine Richtung für deinen weiteren Weg heraus.
      Generell sehe ich in deinem Fall keinen Grund, der dagegen spricht, es erneut zu probieren, solange es du dir wünschst. Auch empfehle ich keine generelle Wartezeit, sondern diese nach individuellem Empfinden zu richten.

      Alles Gute und die besten Wünsche für deinen weiteren Weg,
      Olivia

  46. Kathagos

    Liebe Olivia,
    bei mir wurde vor einer Woche in der 13.SSW bei einer Routineuntersuchung eine Missed Abortion festgestellt. Das Herz des Kindes muss ca in der 9 SSW aufgehört haben zu Schlagen. Meine Frauenärztin empfahl mir, erst mal eine Woche abzuwarten und wir hofften, dass spontan eine Blutung einsetzte. Das ist leider bis jetzt nicht passiert. Mir geht es soweit gut, ich habe keine Anzeichen einer Infektion. Nun sind also ca 5 Wochen seit dem Tod des Kindes vergangen und meine Ärztin riet mir, mich nach dem Wochenende dann doch in der Klinik zur Ausschabung vorzustellen. Das möchte ich aber auf gar keinen Fall. Auch wenn sich bislang noch nichts getan hat habe ich das Gefühl, dass mein Körper das allein schafft! Ich trinke seit Tagen wehenanregende Tees und habe mich akupunktieren lassen.
    Seit 3 Tagen spüre ich auch erstmals eine Veränderung an meinem Körper. Meine Brüste sind nicht mehr so prall und meine Schwangerschaftsübelkeit ist weg. Seit gestern habe ich auch ein leichtes Ziehen im Unterbauch.
    Nun ist meine Frage, ob Sie Erfahrungen damit haben, wie lange man auf eine kleine Geburt warten kann. Ich habe leider keine Informationen dazu gefunden und meine Ärztin hat auch keine Erfahrungen damit, länger als 5 Wochen nach eingetretenem Kindstod zu warten. Sie gab mir zu bedenken, dass der Körper mit zunehmender Wartezeit das Kind verkapseln würde und dass es dann schwierig werden würde, diese auszuschaben. Ich danke Ihnen für Ihre Auskunft! Kathagos

    1. Olivia

      Liebe Kathagos,
      das tut mir leid für Sie mit der missed abortion. Es ist schon mal gut, dass Sie in diesem Fall eine Veränderung an Ihrem Körper verspüren, wie das Nachlassen von Schwangerschaftssymptomen und das leichte Ziehen. Ich kenne solche Wartezeiten und mitunter auch längere, ohne dass es zu Komplikationen geführt hätte – natürlich unter Begleitung und solange die entsprechenden Parameter in Ordnung sind. Eine bestimmte Wartefrist gibt es eigentlich nicht, das Handeln richtet sich besonders nach dem Wohlbefinden, eventuellen Entzündungswerten und dem HCG Wert. Manchmal produziert die Plazenta zum Beispiel weiterhin HCG, obwohl das Baby nicht mehr lebt und der Körper ist somit auf Schwanger eingestellt – eine Fehlgeburt setzt dann nicht von selbst ein. Davon ist aber bei Ihnen erst mal nicht auszugehen, da durch das Sinken des HCGs auch die Schwangerschaftssymptome nachlassen.
      Deswegen wäre es hilfreich zu wissen, wie hoch der aktuelle HCG Wert ist und wenn vorhanden, auch ältere HCG Werte zum Vergleich.
      Daran könnte man dann besser einschätzen, ob die Fehlgeburt bald einsetzen kann oder noch weiter entfernt scheint.
      Suchen Sie sich am besten eine Hebamme zur zusätzlichen Betreuung.

      Viele Grüße
      Olivia

  47. Amina

    Liebe Olivia, liebe Lesende –
    ich möchte euch von meinem Elebnis erzählen: Ich war im Februar diesen Jahres schwanger, ca. 8. Woche, als ich Schmerzen im Unterleib und Blutungen bekam. Es blutete mehrere Tage und ich war mir sicher, dass es schon vorbei wäre. Mein Frauenarzt stellte jedoch eine intakte Schwangerschaft fest und machte mir Hoffnungen. Ich teilte diese jedoch nicht – zu stark waren die Schmerzen. Am Abend nach dem Termin setzten „echte“ Wehen (ich habe schon zwei Kinder) ein – und am nächsten Morgen war die Dusche voller dicker Blutfetzen, darunter – ich musste einfach hinsehen – ein großer mit einem kleinen „Kügelchen“. Ich ging nochmals zur Kontrolle – mein Arzt bestätigte mir, dass keine intakte Schwangerschaft mehr bestand. Und er sagte auch, dass er mir bei diesem Verlauf davon abriete, eine Ausschabung machen zu lassen, das regele die Natur wunderbar alleine. 9 Wochen später hatte ich immer noch keine Periode – ich war beunruhigt: War doch etwas schief gegangen? Doch ganz im Gegenteil – nun hoffen wir auf Nr. 3 im Dezember!

    1. Olivia

      Liebe Amina,
      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Trotz der traurigen Situation ist es dennoch wunderbar, wie dein Körper das geregelt hat und sogar kurz darauf bereit war, wieder ein neues Kind zu empfangen und in sich wachsen zu lassen!
      Mit den besten Wünschen für deine weitere Schwangerschaft und herzliche Grüße,
      Olivia

  48. Monika

    Ich finde den Artikel sehr gut.
    Im Januar 13 war ich schwanger aus einer ICSI. In der 5 Woche riet mir mein betreuender Arzt in der Klinik, da der HCG-Wert nicht dem Lehrbuch entsprechen würde, zu einer Ausschabung. Er hatte den Hörer schon in der Hand um für mich einen Termin aus zu machen. Ich habe ihn direkt nach möglichen Risiken für mich gefragt, wenn ich auf einen natürlichen Abgang warten würde. Er war etwas erstaunt, hat mich aber gut aufgeklärt.
    Eine Woche später war ich wieder zu Kontrolle und meine Zwillinge haben sich das erste Mal gezeigt.
    Ich war dem Arzt eine Lehre. Er hat mir später bestätigte, dass er jetzt nicht mehr so voreilig handelt.
    Einer meiner Jungs hält gerade Mittagsschlaf, der Zweite ist leider zwei Wochen nach der Geburt zu den Sternen gereist.
    Aber hätte ich auf den Arzt vertraut, ich wäre immer noch nicht Mutter.

    1. Olivia

      Liebe Monika,
      danke, dass du deine Geschichte hier geteilt hast, das macht wirklich Gänsehaut. Leider ist das kein Einzelfall und man mag sich gar nicht vorstellen, wie viele Babys in so einer frühen Schwangerschaftswoche, die gerade eine Art Winterschlaf halten und sich danach normal weiterentwickeln würden, vorzeitig ausgeschabt werden.
      Sehr bewundernswert, dass du so besonnen reagiert hast!
      Ich freue mich sehr, dass du heute als Mutter mit dieser Geschichte als Beispiel dafür stehst, dass Abwarten sogar manchmal lebensrettend sein kann.
      Liebe Grüße an dich, deinen Jungen an der Hand und das Sternenkind.
      Olivia

  49. Pingback: Die natürliche Fehlgeburt: Ablauf und Wissenswertes

  50. Lana

    Liebe Olivia,
    herzlichen Dank für diese Seite – ich hatte leider auch eine Fehlgeburt, spontan, in der 9. SSW, wobei mir meine FA die Entscheidung überlassen hatte, ob ich es natürlich ablaufen lasse oder zu einer Abschabung gehe – denn die Blutung hatte schon eingesetzt. Ich wollte es lieber natürlich ablaufen lassen, denn es war mir ja logisch, dass der Körper das alles selbst erledigen kann (vorher wusste ich gar nichts von diesem Thema, denn die Frauen in meinem Land gehen meist zur Abschabung). Dein Blog hat mir sehr geholfen, ruhig zu bleiben und abzuwarten. Vielen Dank noch einmal!

    1. Olivia

      Liebe Lana,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Das tut mir leid für dich, dass auch du eine FG erlebt hast, aber schön, dass du die Option hattest deine eigene Entscheidung bezüglich Ausschabung oder Abwarten zu treffen! Vielleicht möchtest du noch mehr darüber schreiben, es kommt bald ein weiterer Artikel zur natürlichen Fehlgeburt, falls du deine Erfahrungen dort mit anderen teilen möchtest.
      LG Olivia

  51. Kitty

    Liebe Olivia,
    ich finde deinen Artikel sehr interessant. Ich, 35 Jahre alt, bin gerade in einer solchen Situation und sehr verzweifelt, da es nach 2 Jahren Kinderwunsch die erste SS ist. Diagnose: missed abortion. Ich bin jetzt in der 9+1 Schwangerschaftswoche, wobei der Embryo schon vor mind. ca 3-4 Wochen abgestorben sein muss. Festgestellt wurde die missed abortion am 9.7.15. Seitdem ist der HCG von 30.000 auf 35.000 gestiegen, die Fruchtanlage sogar weiter gewachsen, der Embryo aber schon in sich zusammengeschrumpft. Blutung hatte schon vor ca 5 Wochen. Vor3 Wochen eine leichte Schmierblutung 2 Tage lang. Seitdem gar keine Blutung mehr. Mir geht es körperlich sehr gut. Keine Schmerzen. Vor zwei Wochen haben mir drei Frauenärzte die Ausschabung per Saugkürrettage empfohlen. Ich hoffe aber immer noch, dass es auf natürlichem Weg abgeht. Die Tabletten Cytotec habe ich schon daheim. Bei der gestrigen Ultraschalluntersuchung sagte mir der Arzt, dass ich jetzt wirklich ganz bald, bis spätestens zur 10. SSW die Ausschabung machen sollte. Da ansonsten Infektionen, überstarke Blutungsgefahr oder gar im schlimmsten Fall eine Art Tumorbildung der abgestorbenen Fruchtanlage (sehr selten) droht. Nach Einnahme von Cytotec muss angeblich in den meisten Fällen dennoch anschließend noch eine Ausschabung erfolgen, da meistens nie alles ganz abgeht. Jetzt bin ich wieder sehr verunsichert. Eine Hebamme in Berlin, die Zeit für mich hat, habe ich nach 10 Versuchen immer noch nicht gefunden. Kannst du mir noch einen Rat geben? Vielleicht auch eine Hebamme in Berlin nennen? Und stimmt es wirklich, dass man ab der 10.SSW eine Ausschabung dringend machen muss? Wie lange könnte ich noch warten? Verzweifelte Grüße, Deine Kitty

    1. Olivia

      Hallo Kitty,
      das tut mir sehr leid für dich, dass deine lang ersehnte SWS in einer missed abortion endete.
      Dem HCG nach sieht es jedoch leider nicht so aus, als könntest du mit einer baldigen natürlichen Fehlgeburt rechnen. Dazu müsste dieser viel weiter abgesunken sein. Da in deinem Fall der Trophoblast jedoch sogar weiterhin HCG produziert, obwohl der Embryo abgestorben ist, zeigt das dem Körper sozusagen an, dass er weiter schwanger ist. Eine natürliche Fehlgeburt wird dann nicht von selbst einsetzen.
      Es gibt leider manchmal Fälle, in denen eine Ausschabung unumgänglich ist. Ich würde mich daher an die Empfehlung deines Arztes anhängen, auch wenn du dir bestimmt etwas anderes gewünscht hättest.
      Ich wünsche dir alles Gute schicke dir liebe Grüße
      Olivia

      1. Kitty

        Liebe Olivia, lieben Dank für deine Worte und deinen Rat! Just seit gestern habe ich nun wieder ( nach 3 Wochen) eine Blutung und auch Unterleibsschmerzen. Es wirkt ähnlich wie eine Menstruation. Wird aber nun vielleicht doch der natürliche Abort sein?
        Ich würde gern noch das Wochenende abwarten und am Montag ins KH zu meinem dort behandelnden Arzt gehen. Meinst du so lange kann ich noch warten? Meine Vorstellung ist, dass übers Wochenende nun alles abbluten kann und ggf eventuelle Reste könnten dann Anfang der Woche ausgeschabt/abgesaugt werden. Klingt das vernünftig?
        Liebe Grüße Kitty

        1. Olivia

          Liebe Kitty, von wann war denn der HCG Wert mit 35.000? Wenn der Wert aktuell ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass es am Wochenende zum Abort kommt. Melde dich sonst einfach per E-Mail bei mir, um näheres zu besprechen.
          LG Olivia

          1. Kitty

            Liebe Olivia, gestern bekam ich meinen Wert von Mittwoch 29.7.: 25.000 HCG. Seit 2 Tagen habe ich sehr sehr starke Blutungen, auch mit Abgang von dickeren dunkekroten fleischigen Klumpen ( sorry weiß nicht wie man das nennt). Viel stärker als eine Menstruation. Ich komme kaum mit frischen Binden hinterher. Fühle mich soweit gut, bis auf die Unterleibsschmerzen. Könnte das endlich der Abort sein? Bei welchem Blutverlust sollte ich ins KH gehen? Sollte ich jetzt besonders viel Eisen nehmen? Oder was anderes? Danke dir. Liebe Grüße Kitty

          2. Olivia

            Hallo Kitty
            es wäre am besten, wenn du dir eine Hebamme vor Ort suchst – so wäre es wenigstens möglich, den Blutverlust einzuschätzen und die Vitalzeichen zu kontrollieren und damit auch zu wissen, wann du ins KH solltest. Wie ich im Artikel geschrieben habe, lässt die Blutung stark nach, sobald alle Reste aus der Gebärmutter draußen sind, also die Fehlgeburt komplett ist. Bei 2 Tagen mit sehr sehr starken Blutungen, so wie du schreibst, solltest du auf jeden Fall, wenn du keine Hebamme vor Ort hast, einen Arzt zu Rate ziehen.
            Vermehrte Eisenaufnahme bei Blutverlust ist natürlich ratsam, jedoch sollten jetzt erst mal die akuteren Dinge abgeklärt werden.
            Ich wünsche dir alles Gute,
            LG Olivia

  52. Andrea

    Hallo Olivia,

    ich hatte in der letzten Woche einen Termin bei meiner Frauenärztin, die mir sagte dass leider noch immer keine Schwangerschaft bei mir bestünde. Die letzte Regelblutung vor diesem Termin war Ende Mai, insgesamt hat sich der Zyklus auch nach 7 Monaten noch nicht eingependelt. Sonntag hatte ich dann eine starke Blutung und starke Bauchkrämpfe. Als ich den Tampon wechseln wollte, machte es unter mir plötzlich „plupp“ und in der Toilette lag ein ca 1€-Stück großes Gerinsel, nach meinem laienhaften Blick nicht nur reinweg aus Blut bestehend. Die Art der Bauchschmerzen hatte mich schon daran denken lassen, dass es sich anfühlte als wenn der Bauch irgendwas loswerden wollte. Da die Ärztin ja aber einige Tage vorher gesagt hatte, eine SS bestehe nicht, hab ich dann zumindest mal in der Praxis angerufen um Bescheid zu sagen, dass ich eine Blutung hatte. Die Schwester aus der Praxis meinte, das sei kein Grund zur Sorge, sondern nur ein Koagel (habe ich das jetzt richtig geschrieben?). Ich selbst habe aber das Gefühl, dass es sich nicht um eine normale Regelblutung gehandelt hat, weil nach dem Abgang dieses Gerinsels die Blutung sehr schnell schwächer wurde und quasi keine drei Tage angehalten hat.
    Sollte es ein wirklich sehr früher Frühabort gewesen sein, ist es denn dann auch notwendig sich untersuchen zu lassen? Das habe ich aus deinem Bericht leider nicht so richtig raus lesen können. 🙂 Mir wurde von einer Freundin schon Angst gemacht, wenn ich mich nicht ausschaben lasse, dann kann sich keine weitere Eizelle einnisten. Wäre natürlich kontraproduktiv, wenn man versucht schwanger zu werden. 😉
    Viele Grüße
    Andrea

    1. Olivia

      Liebe Andrea,

      leider konnte ich deiner Schilderung am Anfang nicht so ganz folgen. Nach was hat sich dein Zyklus denn nicht eingependelt (Pille vielleicht?)Ich habe auch nicht verstanden, wie es zum Verdacht auf eine SWS kam, aber diese lt. Frauenärztin nicht bestand. Gab es einen positiven SWS-Test? Natürlich kann eine ausbleibende Regel auf eine SWS hindeuten, wenn jedoch der Zyklus unregelmäßig ist, ist kaum ein Zusammenhang herzustellen, ohne weitere Bestätigung wie z.B. der Nachweis von HCG durch eine Blutentnahme oder einen SWS-Test.
      Sollte es sich um einen frühen Frühabort gehandelt haben, ist es auch nicht möglich mehr zu sehen als bei einer evtl. etwas stärkeren Regelblutung. Ich kann dir leider auch nicht sagen, was bei dir da los war. Ein Gerinnsel ist ja gerade nach dem Tragen eines Tampons nicht unüblich, da das Blut nicht abfließen kann und sich so staut und eindickt. Auch die Blutungslänge ist kein Zeichen, das die Sache sicherer macht.
      Selbst wenn es sich um einen frühen Frühabort gehandelt haben sollte, so sind diese sehr häufig und keinesfalls behandlungsbedürftig – das wäre ja schlimm und wir wären auch nicht mehr hier, wenn das ohne Ausschabung nicht klappen würde.
      Lediglich bei anhaltenden Blutungen oder Krämpfen würde sich eine weitere Untersuchung empfehlen.

      Ich wünsche dir alles Gute!
      Herzliche Grüße
      Olivia

  53. Mimi Herrmann

    Hallo Olivia, schön, dass es diese Seite gibt und ich sie gefunden habe.

    Seit gestern google ich mir die Finger wund:
    Denn gestern wurde bei mir (36) leider zum 2. Mal innerhalb von 6 Monaten die Diagnose „Missed Abortion“ gestellt. Das ist ein Schock, es sah alles so gut aus.

    Die Ärztin in der Notsprechstunde war sichtlich betroffen, zumal ich eigentlich nur wegen Anzeichen eines Pilzes dort war. Sie hat mir aber gleich wieder eine Ausschabung wie beim ersten Mal nahegelegt und mir Angst wegen Entzündungen gemacht.

    Ich fühle mich zwar nicht 100% super – noch Schwangerschaftsanzeichen vorhanden – aber ich möchte nicht noch einmal ins Krankenhaus und meiner Gebärmutter wieder die Tortur zumuten. Ich habe nur zwar die Hoffnung, je ein Kind zu bekommen, verloren. Aber schon wegen dem Risiko der OP möchte ich es nicht.

    Allerdings habe ich etwas Angst, dass ich nicht merke, wann ich kurz vor dem Kollaps stehe.

    Habe ich denn die Möglichkeit, mich von einer Hebamme begleiten zu lassen?
    Und was tue ich, wenn der Arzt mir komplett jede Betreuung verweigert?
    Gibt es eine Möglichkeit, meinen Körper schon etwas auf den kommenden Verlust vorzubereiten (Bewegung, Einnahme Eisen)?

    Vielen lieben Dank für die Hilfe.

    1. Olivia

      Liebe Mimi,

      das tut mir sehr leid für dich, fühl dich umarmt.
      Unser Körper ist von Natur aus prinzipiell so ausgestattet, dass er sich bei einer Fehlgeburt ohne Ausschabung selbst zu helfen weiß. Dabei gibt es jedoch keinen festen Termin wie für die OP und so ist es wichtig, sich in Geduld zu üben, da es bis zur kleinen Geburt manchmal mehrere Wochen dauern kann. Solange du dich gut fühlst, kannst du dich später immer noch jeder Zeit für eine Ausschabung entscheiden, falls du dies zu irgendeinem Zeitpunkt möchtest. Grund zur Eile besteht jedenfalls nicht.
      Natürlich kannst du dich nun von einer Hebamme begleiten lassen und das rate ich dir auf jeden Fall. So hast du nicht nur psychische und wenn du magst naturheilkundliche Unterstützung, auch eventuelle Anzeichen, falls du doch in die Klinik solltest, können so sicher beurteilt werden. Dass du noch Schwangerschaftssymptome hast, ist jetzt normal – dein Körper muss erst selbst erkennen, dass die Schwangerschaft sich nicht mehr weiterentwickelt, um dann seine eigenen Maßnahmen einzuleiten. Solange du keine Entzündungszeichen hast wie z.B. Fieber, kannst du beruhigt abwarten.
      Während der kleinen Geburt ist es sicher wichtig, nicht alleine zu bleiben sondern eine Begleitung durch deine Hebamme zu haben. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, dann auf jeden Fall durch eine andere Person. Kreislaufprobleme und stärkere Blutungen sind zwar eher selten, aber gut vorzusorgen ist natürlich am Besten.
      Insgesamt laufen die allermeisten Fehlgeburten oft zwar anstrengend, jedoch ohne Probleme ab.
      Natürlich hast du auch Anspruch auf eine Betreuung durch (d)eine Frauenärztin. Das Problem besteht darin, dass sich viele Frauenärzte einfach im abwartenden Verlauf nicht so gut auskennen und sich daher vielleicht ratlos fühlen. Sollte deswegen keine Betreuung zustande kommen, ist es dir natürlich freigestellt, einen anderen Arzt aufzusuchen, der dich betreut.
      Wegen deiner Frage nach der Vorbereitung auf den Verlust empfehle ich dir, dass du auf deinen Körper hörst und das tust, was dir gut tut. Auch wenn das im Moment eher heißen kann, einfach nichts zu tun und dir erlauben, zu trauern.
      Zur Einnahme von bestimmten Mitteln, Kräutern oder Tees ist es besser, wenn du dies individuell mit deiner Hebamme besprichst.

      Ich wünsche dir viel Kraft, eine liebevolle Begleitung und alles Gute!
      Olivia

      1. Liebe Olivia,
        ich finde Deinen Schritt sehr mutig und wünsche Dir alles Gute. Ich bin zwar keine Hebamme, aber berate Frauen nach Fehlgeburten und kenne mich auch mit Heilkräutern aus, die Dich in dieser schwierigen Zeit unterstützten können. Im September habe ich auch eine Kraftkreis, der Frauen.
        Wenn du willst nimm einfach Kontakt auf. meinelinde@gmx.at
        Alles Gute
        Astrid Grohmann

        1. Olivia

          Liebe Astrid,
          vielen Dank, werde dir demnächst mal schreiben.
          Dir auch alles Gute!
          Olivia

      2. Mimi Herrmann

        Liebe Olivia,
        vielen lieben Dank für deine Nachricht und die lieben aufmunternden Worte.

        Leider bin ich wieder mal auf der Suche… nach Gewissheit, Beratung… nachdem ich eine Frauenärztin gefunden habe, die einem Abwarten offen gegenüber stand. Leider geht nun auch ihre Geduld so langsam aus. Nach 13 Tagen…
        Heute haben wir zum 2. Mal Blut abgenommen, letzte Woche war der HCG-Wert noch bei 42.000 🙁 Entzündungszeichen waren keine da.

        Ich würde so gern noch warten bis ich meine regulär meine Regel bekomme. Das wäre am 23.7.
        Aber den Weg bis dahin ganz ohne ärztliche Kontrolle gehen… und das werde ich ab Montag sicherlich müssen…

        Es ist so frustrierend, dass die Ärzte alle unterschiedliche Antworten parat haben:
        Ausschabung nötig – wegen Entstehung von Leichengift, wenn der Embryo im Körper verbleibt, Entwicklung einer Schwangerschaftsvergiftung, Gefahr des Verblutens, Fetzen, der in der Gebärmutter verbleibt und dann vor sich hingammelt…

        Es ist zum Verzweifeln.
        Naja, ich werde mal wieder herumtelefonieren und schauen, ob ich jemanden finde, der Erfahrung bei der natürlichen FG hat.

        Die Hebamme, die den Weg gegen die Ausschabung unterstützt hat, ist leider für Cytotec-Gabe ambulant im Krankenhaus…

        Eigentlich hat man keine Kraft mehr…aber wann kämpft man schon für sich und seinen Körper – und die Würde des ungeborenen Kindes..?

        Vielen Dank, dass es diese Seite gibt!

        Liebe und auch etwas frustrierte Grüße Mimi

        1. Olivia

          Liebe Mimi,
          das ist sehr schade, dass dir dein Weg so schwer gemacht wird. Bitte melde dich doch per E-Mail bei mir mit deinem Wohnort, vielleicht kann ich dir eine Kollegin oder Ärztin in deiner Nähe empfehlen.
          Aufmunternde Grüße
          Olivia

  54. Ich bin sehr dankbar darüber zu lesen. Und das Fehlgeburten u Totgeburten leider bei Schwangerschaft vorkommen passt nicht ins Bild unserer planbaren Welt passt. Umso härter ist es für Frauen, die es betrifft wo es nicht „funktioniert“. Genau dann wenn sie am meisten Stütze brauchten. Wir vom Frauenkraftkreis begleiten Frauen in Ihrer Trauer und unterstützen Sie wieder Mut zum Leben zu finden.

    1. Olivia

      Hallo Astrid,
      Da stimme ich dir voll zu. Ein offenerer Umgang mit dem Thema könnte wenigsten einen kleinen Teil des Schmerzes für alle Betroffenen lindern, nämlich dass sie wahr- und ernstgenommen werden und die Unterstützung während und nach einer Fehlgeburt erhalten, die ihnen zusteht.
      Schön, dass ihr den Frauenkraftkreis gegründet habt! Das freut mich sehr, davon zu erfahren.

  55. familie

    wo bekomme ich so einen Geburtsbescheinig her wenn der verlauf ohne Komplikationen (bisher Ohne Ausschabung od. Medikamente/ bisher keine Arzt od. Med. Personal dovon Kenntnis hatte) war.

    1. Olivia

      Hallo,
      die Geburtsbescheinigung kann nach einer Fehlgeburt von der Hebamme ausgestellt werden. Leider wurde mir jetzt nicht ganz klar, ob die Fehlgeburt in deinem Fall bereits stattgefunden hat. Falls ja, wird es schwierig bis unmöglich (je nachdem wie lange die FG her ist) im Nachhinein eine Bescheinigung zu erhalten, wenn weder Arzt noch Hebamme darüber Kenntnis hatten. Falls die Fehlgeburt noch bevorsteht, empfehle ich bereits jetzt den Kontakt zu einer Hebamme zur persönlichen Begleitung herzustellen, die dann auch die Geburtsbescheinigung fürs Standesamt ausstellt.
      Die besten Wünsche für euren weiteren Weg und viel Kraft,
      Olivia

Kommentar hinzufügen