Intuition – dein Bauchgefühl in der Schwangerschaft

Die Zeit der Schwangerschaft lässt uns nicht nur in körperlicher Hinsicht wachsen. Auch innerlich kommt es, bedingt durch das hohe Hormonniveau, zu einigen Umwälzungen und Veränderungen.
Als Beispiel haben wir das Hormon Progesteron, das im Verlauf der Schwangerschaft bis ca. 4 Wochen vor der Geburt stetig steigt: Es ist das Hormon, das Ruhe bringt – es weckt das Bedürfnis nach mehr Schlaf, verlangsamt die Gehirnwellen und lässt auch uns langsamer werden. So kommt es zu einer stärkeren Abwesenheit gegenüber der Außenwelt, wir werden „vergesslicher“. Die Aufmerksamkeit richtet sich dafür mehr nach innen. Die Intuition wird stärker und die Kommunikation mit deinem Kind fällt dir leichter. So kannst du seine Bedürfnisse, sein Wohlbefinden und auch eventuelle Nöte wahrnehmen und darauf reagieren.

Die Intuition ist ein kraftvolles Instrument. Sie erlaubt dir, Botschaften auf instinktiver Ebene wahrzunehmen. Zum Beispiel dein eigenes Befinden und das deines Kindes – sie zeigt dir Wohlbefinden, aber auch unmittelbar kleinste Zeichen von Störungen an. In Verbindung mit deiner Intuition zu stehen gibt Sicherheit. Sie ist ein sofort verfügbares Instrument, um eine Situation erfassen zu können.

 

Was ist Intuition?

Die Intuition ist ein unmittelbares Instrument der Wahrnehmung und des Wissens, welches auf unserem Unterbewusstsein beruht und ohne Nachdenken zustande kommt. Ein Bauchgefühl, dass sich nicht rational erklären lässt. Intuition ist kein magisches Gespür und keine zufällige Vermutung. Sie ist einfach und klar und jeder Mensch ist von Geburt an damit ausgestattet. Oft liegt sie jedoch brach und muss erst wieder entdeckt und gefördert werden. Je mehr wir sie benutzen, umso stärker wird sie – ähnlich wie bei einem Muskel.

Intuition während Schwangerschaft und Geburt

Die Schwangere und Gebärende kann in einer direkten Verbindung mit ihrem Kind stehen, wenn sie sich mit ihrer Intuition verbindet.

In keinem anderen Moment des Lebens produziert eine Frau so große Mengen von Hormonen wie während der Schwangerschaft und der Geburt. Diese Hormone wirken stark anregend auf unsere Gefühle und Instinkte.

Durch den hormonellen Einfluss wird die Schwangere auch insgesamt langsamer. Sogar die Gehirnwellen ändern sich: anstatt der schnellen Beta-Wellen (die nach außen gerichtete Aufmerksamkeit, das prüfende Denken), dominieren in der Schwangerschaft die langsameren Alpha-Wellen. Diese produzieren ein ruhiges Gefühl, den sogenannten „Flow“ und ermöglichen, dass Informationen aus dem Unterbewusstsein in unser Wachbewusstsein gelangen können.

Die besondere Hormonausschüttung bei der Geburt bewirkt eine weitere Veränderung des Bewusstseins. Die Zeit scheint aufgehoben, die Gebärende nimmt nur noch das wahr, was im Moment geschieht und ist völlig vom Geschehen eingenommen. Gebärende befinden sich oft in einer Art tranceähnlichem Zustand. Dieser Bereich mit den langsamen Theta-Wellen öffnet den Zugang zu unseren unbewussten Anteilen und verborgenem Wissen. In diesen Momenten entstehen die tiefen Intuitionen.

Je langsamer die Gehirnwellen sind, desto größer ist die Fähigkeit zur Intuition.

Bei Babys und kleinen Kindern bis ca. 2 Jahre dominieren hauptsächlich Delta und Theta-Wellen.

 

 

Feinde der Intuition

  • chronischer Stress
  • Hektik
  • Lärm
  • Routine
  • Angst

 

So stärkst du deine Intuition

  • Beobachte deine Wahrnehmung und Gefühle
  • Beginne, Entscheidungen nach deinem inneren Gefühl zu treffen. Beobachte anschließend, ob sich ein Gefühl der Erleichterung und Energie einstellt
  • Schaffe eine ruhige Umgebung und finde zu mehr Langsamkeit
  • Lerne alle Emotionen wahrzunehmen ohne sie zu bewerten oder abzulehnen
  • Stärke dein Vertrauen in dich selbst, deinen Körper und dein Baby
  • Stärke die Verbindung zu deinem Herz
  • Beobachte deine Atmung: eine langsame und tiefe Atmung stärkt den Parasympathikus
  • Massagen, Meditation
  • Verbinde dich mit der Natur

 

 

 

Bildquelle: Mandala Journey

 

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